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Privatbrauerei Schwerter Meißen

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Privatbrauerei Schwerter Meißen

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Privatbrauerei Schwerter Meißen Logo.svg
Rechtsform GmbH
Gründung 1460
Sitz Meißen
Leitung Eric Schäffer
Mitarbeiterzahl 79<ref name="JA2021" />
Branche Herstellung von Bier
Website privatbrauerei-schwerter.de
Stand: 31. Dezember 2021

Die Privatbrauerei Schwerter Meißen GmbH ist eine Bierbrauerei in Meißen. Sie gilt als die älteste Privatbrauerei Sachsens.

Datei:Schwerter-Brauerei AG 1000 Mk 1915.jpg
Aktie über 1000 Mark der Schwerter-Brauerei AG vom 1. Mai 1915

Geschichte

Das 1460 erstmals urkundlich erwähnte Brauhaus Meißen wurde 1868 vom Hirschsteiner Brauereibesitzer Eduard Bahrmann gekauft. Dessen Söhne, die das Unternehmen fortführten, errichteten 1897 in Cölln einen Brauereineubau. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts firmierte dieser Betrieb als Schwerter Brauerei AG.<ref name="dnn" />

Das Unternehmen wurde 1953 von Wilhelm Wohlers übernommen, bis zur Verstaatlichung 1972 firmierte die Brauerei dann als Schwerter Brauerei Wohlers KG. Ab 1972 war die Brauerei als VEB Felsenkeller Brauerei Meißen – Betriebsteil Schwerterbrauerei Teil des Getränkekombinats Dresden.

Nach der Reprivatisierung 1990 wurde 1997 im Meißner Stadtteil Zaschendorf ein Brauereineubau errichtet. Eric Schäffer (Inhaber der Oppacher Mineralquellen) kaufte im Jahr 2009 die Meißner Schwerter Brauerei und führt sie als Familienunternehmen fort.<ref name="dnn" /> Zwei Jahre später erfolgte die Investition in einen neuen Filterkeller in Zaschendorf. Später folgten als weitere Maßnahmen eine Erweiterung der Gär- und Lagertankhalle und der Neuaufbau der Schrotmühle. Im Jahr 2018 wurde der Ausstoß der Brauerei auf eine Spanne 30.000–35.000 Hektoliter Bier jährlich geschätzt.<ref name="saechsische">Peter Anderson: Schwerter braut und baut. In: saechsische.de. 25. Mai 2018, abgerufen am 15. April 2025.</ref>

Zum 555. Brauereijubiläum wurde 2015 eine Sonderbriefmarke des Postunternehmens PostModern herausgegeben. Ein Jahr später wurde ein Rechtsstreit mit Meissener Porzellan um die Marke „Meissen“ beendet, der beiden Seiten ein faires Neben- und Miteinander ermöglichte.<ref>vf: Langer Marken-Streit in Meißen beendet. In: wochenkurier.info. 15. April 2025, abgerufen am 15. April 2025.</ref> Im Zuge der COVID-19-Pandemie sank der Absatz und Zuwächse bei Flaschenbier konnten nicht den Rückgang beim Fassbier auffangen.<ref>Privatbrauerei Meissner Schwerter in der Coronakrise – Flaschen retten Einbruch bei Fassbierabsatz nicht. In: dnn.de. 25. Mai 2020, abgerufen am 15. April 2025.</ref> Über die Zeit führte die positive Entwicklung bei Flaschenbieren jedoch dazu, dass die Brauerei im Oktober 2024 ihre Gär- und Lagerkapazitäten ausbauen musste.<ref>Andre Schramm: Meißner Schwerter Brauerei investiert in weitere Gär- und Lagerkapazitäten. In: saechsische.de. 26. Februar 2025, abgerufen am 15. April 2025.</ref>

Das Unternehmen macht für sich die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften geltend und veröffentlicht im Bundesanzeiger entsprechend seinen Jahresabschluss ohne konkrete Umsatz- und Gewinnzahlen. Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten lag im Berichtszeitraum 2021 bei 79 Mitarbeitern und damit knapp über dem Wert des Vorjahres (Vorjahr 78 Mitarbeiter).<ref name="JA2021">Privatbrauerei Schwerter Meißen GmbH: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021, veröffentlicht am 10. März 2023.</ref>

Biersorten

Die Brauerei braut unter der Marke Meißner Schwerter u. a. Pils, Schwarzbier, Hell, Bockbier und Radler.

Sonstiges

Die Brauerei ist Mitglied im Brauring, einer Kooperationsgesellschaft privater Brauereien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.<ref>Mitgliedsbrauereien. Brauring, abgerufen am 20. Februar 2020.</ref> Zudem betreibt die Brauerei auch ein Schankhaus, und zwar im denkmalgeschützten Haus Markt 6 (Meißen), einem Bürgerhaus im Stil der Renaissance, das barock überarbeitet wurde.<ref>Schwerter Schankhaus & Hotel. In: schwerterschankhaus.de. Abgerufen am 15. April 2025.</ref>

Auszeichnungen

Mit dem Privat-Pils, dem Kellerbier und dem Bennator Bock erhielten 2019 drei Biere der Brauerei eine Gold-Medaille des gemeinnützigen Vereins Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft. Zudem wurde das dunkle Bier „St. Afra“ mit einer Silber-Medaille ausgezeichnet.<ref name="riesa-tv-17131">Marco Branig: Meissner Biere im Medaillienrausch. In: riesa-tv.de. 15. März 2019, abgerufen am 15. April 2025.</ref>

Beim International Craft-Beer-Award von Meininger gab es 2018 eine Silber-Auszeichnung<ref name="saechsische" />; 2021 folgte für das Bennator, dessen Charakter ein Mix aus Karamell, Honig und getrockneten Früchten war, eine Gold-Auszeichnung.<ref>Meissner Schwerter gewinnt Craft Beer Auszeichnung. In: saechsische.de. 9. Dezember 2021, abgerufen am 15. April 2025.</ref>

Im Jahr 2024 erhielt das Unternehmen von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir dann zum vierten Mal den Bundesehrenpreis.<ref name="dnn">Tim Krause: Die Meißner Schwerter Braurei erhält Bundesehrenpreis. In: dnn.de. 9. Mai 2024, abgerufen am 15. April 2025.</ref> Zuvor erhielt das Unternehmen unter anderem im Jahr 2022 einen Bundesehrenpreis des Bundesministeriums.<ref>BMEL - Pressemitteilungen - BMEL verleiht Bundesehrenpreise für Bier. In: bmel.de. 26. April 2022, abgerufen am 15. April 2025.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 51° 9′ 27,5″ N, 13° 30′ 55,3″ O

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