Prüfmittelmanagement
Das Prüfmittelmanagement (auch Prüfmittelverwaltung, PMV) ist Bestandteil des Qualitätsmanagements. Es zielt darauf ab, die Qualität, Zuverlässigkeit, Einsatzfähigkeit und -bereitschaft der Prüfmittel in einem Unternehmen sicherzustellen und zu erhalten. Durch die Überwachung sollen Prüfmittel zu jeder Zeit die geforderten Leistungen erbringen können. Somit leistet das Prüfmittelmanagement einen Beitrag zur Sicherstellung der Prozessfähigkeit.
Die Normen EN ISO 9001:2015, ISO/IEC 17025:2017, ISO 13485:2016 und ISO 10012:2026 enthalten Anforderungen an ein Prüfmittelmanagement.<ref name="ISO9000"/><ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>
Hauptaufgaben
Die Anforderungen an das Prüfmittelmanagement sind auch in der ISO 10012:2003 aufgeführt.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Zusammenfassend organisiert das Prüfmittelmanagement die Beschaffung, den Einsatz und die Überwachung der Prüfmittel (einschließlich der Messmittel).
Zu den folgenden Aufgaben müssen Vorgabedokumente vorliegen und die Ergebnisse müssen dokumentiert werden:
- Messmittelüberwachung (Beschaffung, Kennzeichnung, metrologische Rückführung / Kalibrierung / Verifizierung, Kalibrierintervall festlegen, Verschrottung…)
- Prüfmittelabweichung erfassen und bewerten und gegebenenfalls Maßnahmen zur Gewährleistung der Produktkonformität ergreifen
- Messsystemanalysen (MSA) durchführen, um die Eignung von Prüfmitteln und des Prüfprozesses nachzuweisen
- Computersystemvalidierung (CSV) der Systeme, die zur Überwachung des Messmittel genutzt werden
Siehe auch
Literatur
- Edgar Dietrich: Messmanagementsystem / Prüfmittelmanagement, Kapitel 31 in: Tilo Pfeifer, Robert Schmitt (Herausgeber) Masing Handbuch Qualitätsmanagement, Carl Hanser Fachbuchverlag München Wien, 6. überarbeitete Auflage (2014), ISBN 978-3-446-43431-8
Einzelnachweise
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<ref name="ISO9000">EN ISO 9001</ref>
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