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Präsidentschaftswahl in Guinea-Bissau 2012

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Vorlage:Infobox Wahl

Die Präsidentschaftswahl in Guinea-Bissau 2012 fand am 18. März statt. Eine 2. Runde wurde durch einen Militärputsch verhindert, so dass die Wahl nicht zu einer demokratischen Entscheidung über die Präsidentschaft führen konnten. Die Militärjunta versprach Wahlen in zwei Jahren.<ref>http://www.reuters.com/article/2012/04/18/us-bissau-idUSBRE83H1E920120418, abgerufen am 15. September 2012.</ref>

Die Wahl war vorzeitig notwendig geworden, nachdem der Präsident des Landes, Malam Bacai Sanhá, am 9. Januar 2012 in Paris gestorben war. Die Verfassung Guinea-Bissaus sieht in diesem Fall Neuwahlen innerhalb von 90 Tagen vor. Da Ex-Premier Carlos Gomes Júnior zwar mit mehr als 48 % der Stimmen deutlich die meisten, nicht aber die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhielt, war eine 2. Runde für den 29. April 2012 geplant, in der Júnior gegen den Zweitplatzierten der 1. Runde, Kumba Ialá, angetreten wäre.<ref>Guinea-Bissau leader Malam Bacai Sanha dies in Paris. In: BBC News. 9. Januar 2012 (bbc.com [abgerufen am 15. Januar 2023]).</ref> Ialá zog jedoch seine Kandidatur nach der 1. Runde zurück, da er ebenso wie andere unterlegene Kandidaten bereits in der 1. Runde Wahlfälschungen zu entdecken meinte und keine manipulationsfreie 2. Runde erwartete.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Guinea-Bissau soldiers arrest journalist, bodyguards in latest unrest in African narcostate (Memento vom 15. April 2012 im Internet Archive), Washington Post</ref>

Am 12. April 2012, also zweieinhalb Wochen vor der geplanten 2. Runde, putschten Teile des Militärs von Guinea-Bissau<ref>Militärs putschen in Guinea-Bissau. Abgerufen am 15. Januar 2023.</ref> und verhaftete Carlos Gomes Júnior. Wenige Stunden vor dem Putsch bekräftigten Ialá und andere Oppositionskandidaten, die 2. Wahlrunde boykottieren zu wollen. Das Militärkommando, das den Putsch ausgeführt hatte, begründete ihn damit, dass die Mission der angolanischen Streitkräfte zur Hilfe der Reform der Guinea-Bissauischen Streitkräfte (MISANG) vorgehabt hätte, das Guinea-Bissauische Militär gewaltsam zu entmachten.<ref>Público (Lissabon), 14. April 2012 und 15. April 2012</ref> Der angolanische Außenminister hatte allerdings schon drei Tage vor dem Putsch den Rückzug dieser Mission erklärt<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Confirmada retirada da MISANG da Guiné-Bissau (Memento vom 8. Februar 2013 im Internet Archive), Canal-A, 10. April 2012 (portugiesisch)</ref>, der schließlich Ende Mai vollzogen wurde.<ref>Radio Cultura Angolana: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />MISANG deixa Guiné-Bissau no fim-de-semana (Memento vom 8. Februar 2013 im Internet Archive) (portugiesisch)</ref> Die für den 29. April geplante Stichwahl fand nicht statt und das Militärkommando einigte sich mit den Oppositionsparteien (unter Ausschluss der PAIGC) auf die Einsetzung von Manuel Serifo Nhamadjo zum Übergangspräsidenten, der Rui Duarte Barros zum übergangsweisen Premierminister ernannte. Für eine Zeit von einem Jahr sollen keine Wahlen stattfinden.<ref> Guinea-Bissau: Militärjunta will zwei Jahre lang nicht wählen lassen. In: Der Spiegel. 19. April 2012, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 15. Januar 2023]).</ref>

Die Kandidaten

Quellen jornaldeangola.sapo.ao/Portuguese News Network:<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Kumba Ialá pede desculpa por ter errado no passado.] In: Jornal de Angola. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 24. Februar 2012 (portugiesisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Guiné-Bissau: STJ recebe quinze intenções de candidaturas às Presidenciais.] In: Portuguese News Network. Jornal Digital, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 24. Februar 2012 (portugiesisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Ablauf der 1. Runde

600 000 Wahlberechtigte waren zur Stimmabgabe aufgerufen.<ref name="aljaz">Guinea-Bissau counts votes. Abgerufen am 15. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ein Sprecher der UNIOGBIS (United Nations Integrated Peacebuilding Office in Guinea-Bissau) erklärte anschließend, dass die Wahlen in friedlicher Atmosphäre abgelaufen waren.<ref>UN Mission Pleased With Peaceful Election in Guinea Bissau. Abgerufen am 15. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Ermordung von Colonel Samba Diallo, des ehemaligen Oberhauptes des militärischen Geheimdienstes in einer Bar in der Hauptstadt Bissau kurz vor Mitternacht des Wahltages, weckte allerdings Befürchtungen, es könne zu Gewalttaten des Militärs kommen, da es angeblich Soldaten waren, die die Schüsse auf ihn abgefeuert hatten.<ref>Guinea-Bissau votes to elect president but military overthrow feared. 19. März 2012, abgerufen am 15. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ergebnisse

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Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Präsidentschaft

1977§ • 1984§ • 1989§ • 1994 • 1999/2000 • 2005 • 2009 • 2012 • 2014 • 2019 • 2024 • 2025

Parlament

1972 • 1973 • 1976/1977 • 1984 • 1989 • 1994 • 1999 • 2004 • 2008 • 2014 • 2019 • 2023 • 2024 • 2025

§ = indirekte Wahl

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