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Präsidentschaftswahl in Bulgarien 2011

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Vorlage:Infobox Wahl Die Präsidentschaftswahl in Bulgarien 2011 fand am 23. Oktober (1. Wahlgang) und 30. Oktober (Stichwahl) statt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />vesti.bg (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. September 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vesti.bg</ref>

Insgesamt waren 6,9 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, in einem von über 11.000 Wahllokalen ihre Stimme abzugeben. Neben Plewneliew, dem früheren Minister für regionale Entwicklung, waren dem sozialistischen Oppositionspolitiker Iwajlo Kalfin (Bulgarische Sozialistische Partei) und der unabhängigen Kandidatin Meglena Kunewa die größten Siegchancen eingeräumt worden. Georgi Parwanow durfte nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidieren.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.net-tribune.dePräsidentenwahl in Bulgarien hat begonnen (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot net-tribune.de, 23. Oktober 2011.</ref>

Die Stichwahl am 30. Oktober 2011 entschied Rossen Plewneliew mit 52,6 Prozent der Stimmen für sich. Auf Iwailo Kalfin, der in der Stichwahl von der Partei DPS unterstützt wurde, entfielen 47,4 Prozent der Stimmen.<ref>ДПС обеща подкрепа за Калфин-Данаилов на втория тур, DPS versprach ihre Unterstützung für Kalfin-Danailow</ref><ref>Der Erfolg nicht gehaltener Versprechen. In: FAZ, 31. Oktober 2011</ref>

Wahlbetrug

Ein in der Öffentlichkeit und in den Massenmedien sehr breit diskutiertes Thema im Vorfeld der Wahlen war der mögliche Wahlbetrug in Form von Stimmenkäufen. Laut bulgarischen Wahlforschungsinstituten wurden zwei Wochen vor den Wahlen ca. 30 Lewa (ca. 17 Euro) auf dem Lande und ca. 50 Lewa (ca. 28 Euro) in den Städten für eine gekaufte Wahlstimme geboten. Deshalb war jeder Wahlwerbespot und jedes Wahlplakat mit dem Pflichthinweis versehen: „Der Kauf und Verkauf von Stimmen ist ein Verbrechen.“ (bulg. „Купуването и продаването на гласове е престъпление.“) Dieser Hinweis wurde auch zwischendurch im Radio immer wieder ausgestrahlt. Bei den vorherigen Wahlen war es zu umfangreichen Stimmenkäufen gekommen. Auch indirekte Stimmenkäufe waren öffentlich geworden, etwa wenn ein Kandidat das ganze Stadtviertel zu einem Fest einlädt, bei dem es kostenlos Essen gibt (vorzugsweise Kebabtscheta – gegrilltes Hackfleisch). Das bulgarische Fernsehen berichtete aus einem Dorf von einem indirekten Wahlbetrug, wobei der Bruder eines Kandidaten Besitzer des örtlichen Lebensmittelladens war und seinen Kunden die angeschriebenen Rechnungen erließ.

Um einen Kontrollmechanismus des Stimmenkäufers mittels Beweisfoto vom ausgefüllten Wahlzettel zu unterbinden, wurde bei den Wahlen 2011 das Mitnehmen von Fotoapparaten oder Handys mit Fotofunktion in die Wahlkabine gesetzlich untersagt. Oft sind Roma das Ziel von Stimmenkäufern. Um die oft analphabetischen Romas zu instruieren, an welcher Stelle sie ihr Kreuz machen sollen, gibt man ihnen manchmal ein Stöckchen mit der richtigen Länge mit in die Wahlkabine. Mit diesem müssen sie dann nur noch von der Oberkante des Wahlzettels abmessen, wie weit sie in den manchmal über einen Meter langen Wahlzettel nach unten gehen müssen, um ihr Kreuz an der „richtigen“ Stelle zu machen.

Im Vorfeld der Wahlen gab es auch Diskussionen, dass die Wahlnummer des Kandidaten im Kästchen steht, das angekreuzt werden muss. Der Wähler könnte so angeblich meinen, dass er diesen Kandidaten durchstreicht, statt ihn zu wählen. Gültig sind nur Stimmzettel, auf denen der Kandidat mit einem Kreuzchen markiert ist, das Kreuz darf nicht über den Rand des Kästchens hinausgehen, es muss mit einem blauen Kugelschreiber gemacht werden. Behinderte Personen dürfen von einem Helfer begleitet werden. Jedoch darf ein Helfer maximal zwei Personen begleiten. Analphabetismus ist kein Rechtfertigungsgrund sich durch einen Helfer begleiten zu lassen.

In den Grenzregionen wird in gewissem Umfang „Wahltourismus“ erwartet. Bürger mit bulgarischer Staatsbürgerschaft, die im benachbarten Ausland leben werden auf Kosten von Kandidaten mit Bussen in ihre Heimatregion gefahren, um dort an der Wahl teilnehmen zu können. Griechenland hatte vor der Wahl die Einrichtung offizieller Wahllokale für die dort lebenden Bulgaren abgelehnt.

Knapp zwei Wochen vor den Wahlen, am 13. Oktober 2011, wurde in Sofia ein Bombenanschlag auf den Dienstwagen des regierungskritischen Journalisten Sascho Dikow (bulg. Сашо Диков) verübt. Der Wagen war vor dem Wohnblock des Journalisten geparkte, es wurde niemand verletzt. Da sich zum Zeitpunkt des Anschlages der EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso in Sofia aufhielt, wird dieser Anschlag durch Unbekannte als Einschüchterungsversuch gewertet.

Die Wahlzettel werden nur nach Vorlage des gültigen Ausweises ausgehändigt und dabei von der Wahlkommission abgestempelt. Damit auch Bürger mit abgelaufenen Ausweispapieren an der Wahl teilnehme können, wurde in den Wochen vor der Wahl darauf hingewiesen das Ablaufdatum seines Ausweises zu überprüfen und gegebenenfalls noch vor der Wahl ein neues Personaldokument zu beantragen. Zu diesem Zweck waren die zuständigen Behörden angewiesen die Öffnungszeiten voll auszuschöpfen und zügig einen neuen Personalausweis auszustellen bzw. ein für die Wahl gültiges provisorisches Personaldokument.

Kandidaturen

Zur Präsidentschaftswahl 2011 wurden folgende 18 Kandidaten zugelassen:

# Kandidat Partei
1 Meglena Kunewa Parteilos<ref>novinite.com</ref><ref>mediapool.bg</ref>
2 Rossen Plewneliew GERB {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
3 Sali Ibrjam Nazionalno dwischenie „Edinstwo“ {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
4 Rumen Christow Union der Demokratischen Kräfte<ref>Rumen Christow ist der Kandidat der Blauen Koalition Darik Radio, 13. Juni 2011 (bulgarisch) abgerufen am 18. Juni 2011</ref> {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
5 Marija Kapon Edinna narodna partija {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
6 Stefan Solakow Nationale Front für die Rettung Bulgariens {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
8 Iwajlo Kalfin Bulgarische Sozialistische Partei<ref>dnevnik.bg</ref> {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
9 Wolen Siderow Ataka {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
12 Aleksej Petrow Parteilos<ref>Bulgarien: Mutmaßlicher Mafia-Boss will Präsident werden auf Wikinews</ref>
13 Nikolaj Nentschew Bulgarischer Bauernvolksbund {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
14 Atanas Semow Red, sakonnost i sprawedliwost<ref>Atanas Semow ist der Kandidat der Partei Ordnung, Sicherheit und Gerechtigkeit Dnevnik (bulgarisch), abgerufen am 19. Juni 2011.</ref> {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
15 Pawel Tschernew Partija sa chorata ot naroda<ref>dnevnik.bg</ref> {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
16 Dimitar Kuzarow Parteilos
17 Krassimir Karakatschanow IMRO – Bulgarische Nationale Bewegung<ref>dnevnik.bg</ref> {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
18 Andrej Tschobanow Bŭlgarska demokratichna obshtnost {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
19 Nikolaj Wasilew Parteilos
20 Swetoslaw Witkow Parteilos<ref>dnevnik.bg</ref>
21 Wenzislaw Josifow Parteilos

Meinungsumfragen

Veröffentlichungsdatum Institut Vorlage:Parteifarbezeile Vorlage:Parteifarbezeile Vorlage:Parteifarbezeile Vorlage:Parteifarbezeile Vorlage:Parteifarbezeile Vorlage:Parteifarbezeile Vorlage:Parteifarbezeile Vorlage:Parteifarbezeile Vorlage:Parteifarbezeile Vorlage:Parteifarbezeile
20. September 2011 Alpha Research 38,5 % 23,5 % 18,4 % 4,0 % 4,0 % 2,5 % 2,2 % 1,1 % 1,0 % 4,8 %
30. September 2011 Zentrum für Analyse und Marketing 30,8 % 16,1 % 9,8 % 2,3 % 3,1 % 0,3 % 1,5 % 0,3 %
14. Oktober 2011 Gallup Consulting 29 % 21 % 11 % 2,4 % 2,4 % 1,5 % 1,3 % 0,7 % 0,8 % 2,8 %
19. Oktober 2011 Mediana 29,8 % 23,2 % 17,1 % 4,9 % 2,5 % 2 %

Ergebnis

Vorlage:Wahl Kandidaten

Während und nach den Wahlen

Nach den Wahlen kündigten mehrere Parteien an vor dem Verfassungsgericht zu klagen, um den Ausgang der Wahlen für ungültig erklären und die Ergebnisse kassieren zu lassen. Sie bemängelten Manipulationen bei den Wahlen in der Hauptstadt und in einigen anderen Orten. Teilweise konnten Personen entweder nur für die Präsidentschaftswahl oder nur für die Kommunalwahlen wählen oder sie mussten in zwei unterschiedlichen Wahllokalen abstimmen. In einigen Orten wurden während der Wahl neue Wahlzettel gedruckt. In der Hauptstadt Sofia wurden fast alle Wahlergebnisprotokolle fehlerhaft ausgefüllt.<ref>Fast alle Wahlprotokolle in Sofia sind fehlerhaft ausgefüllt (bulgarisch)</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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§ = indirekte Wahl

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