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Poradz (Sławoborze)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Poradz
Vorlage:Platzhalterbild
Poradz (Polen)
Poradz (Polen)
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Westpommern
Powiat: Świdwin
Gmina: Sławoborze
Geographische Lage: 53° 56′ N, 15° 37′ OKoordinaten: 53° 56′ 11″ N, 15° 37′ 7″ O
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Einwohner: 23 (<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Website der Gemeinde, Nasza Gmina (Memento des Vorlage:IconExternal vom 10. September 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.slawoborze.pl, abgerufen am 1. August 2011</ref>)
Telefonvorwahl: (+48) 94
Kfz-Kennzeichen: ZSD
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Stettin-Goleniów

Poradz (deutsch Petersfelde) ist ein Dorf in der Woiwodschaft Westpommern in Polen. Es gehört zu der Gmina Sławoborze (Gemeinde Stolzenberg) im Powiat Świdwiński (Schivelbeiner Kreis).

Geographische Lage

Das Dorf liegt in Hinterpommern etwa 30 Kilometer südlich von Kołobrzeg (Kolberg). Nachbardörfer sind vier Kilometer nördlich Dębica (Damitz), fünf Kilometer nordöstlich Słowenkowo (Neugasthof), fünf Kilometer südöstlich Stare Ślepce (Alt Schleps) und fünf Kilometer südlich Powalice (Petershagen). Westlich des Dorfes liegt Wald, dahinter die Wohnplätze Bukowo (Buchwald) und Kamień Rymański (Hohenfier).

Der zeitweise zu Petersfelde gehörende Wohnplatz Kalina (Meierei) liegt etwa ein Kilometer östlich des Dorfes, der Wohnplatz Drzeń (Dryhn) etwa zwei Kilometer südlich.

Geschichte

Petersfelde war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ein Vorwerk des Rittergutes in Petershagen, des größten Gutsbetriebes im Kreis Kolberg-Körlin. Brüggemann erwähnt es in seiner Beschreibung von Petershagen nur kurz als „die Schäferey Petersfelde, ehemals die Heideschäferey genannt“.<ref>Ludwig Wilhelm Brüggemann (Hrsg.): Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königlich-Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. II. Teil, 2. Band, Stettin 1784, S. 585.</ref> In Petersfelde wohnten einige der Tagelöhnerfamilien.<ref name="HB">Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen. Teil III, Band 1, Anklam 1867, S. 401–403.</ref>

Als 1891/1893 das Rittergut Petershagen aufgeteilt wurde, wurde Petersfelde separat verkauft und vom Erwerber als selbständiges Gut bewirtschaftet. Doch bereits 1903 wurde es zwangsversteigert und von zwei Berliner Kaufleuten erworben. Diese konnten 1910 auch das benachbarte Dryhn erwerben, gleichfalls ein ehemaliges Vorwerk von Petershagen und seit 1891/1893 als selbständiges Gut bewirtschaftet. Petersfelde und Dryhn wurden nun von ihnen parzelliert, dabei entstanden 27 Rentengüter sowie die Restgüter Dryhn und Petersfelde.

Die politische Ordnung folgte der wirtschaftlichen Entwicklung: Petersfelde gehört ursprünglich zum Gutsbezirk Petershagen. Um 1900 wurde ein eigener Gutsbezirk Petersfelde mit einem Gebiet von 2375 Hektar gebildet. Nach der Parzellierung ab 1910 wurde an Stelle des Gutsbezirks die Landgemeinde Petersfelde gebildet.

Mit der Abschaffung der Gutsbezirke in Preußen im Jahre 1928 wurde schließlich auch der benachbarte Gutsbezirk Meierei, der eine Arbeiterkolonie umfasste, in die Landgemeinde Petersfelde eingegliedert. Bis 1945 gehörte die Landgemeinde Petersfelde zum Kreis Kolberg-Körlin der Provinz Pommern.

1936 wurde bei Petersfelde ein Flugfeld errichtet. Im Zweiten Weltkrieg erwarb das Reich die Restgüter Petersfelde und Dryhn zur Anlage eines Artillerie-Schießplatzes.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam Petersfelde, wie ganz Hinterpommern, an Polen. Der Ort erhielt den polnischen Namen Poradz.

Entwicklung der Einwohnerzahlen

  • 1816: 017<ref name=VO>Manfred Vollack: Das Kolberger Land. Seine Städte und Dörfer. Ein pommersches Heimatbuch. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1999, ISBN 3-88042-784-4, S. 485.</ref>
  • 1864: 028<ref name=VO/>
  • 1871: 023<ref name=VO/>
  • 1895: 081<ref name=VO/>
  • 1910: 152<ref name=VO/>
  • 1925: 261<ref name=VO/>
  • 1933: 367<ref name=VO/>
  • 1939: 319<ref name=VO/>

Literatur

  • Manfred Vollack: Das Kolberger Land. Seine Städte und Dörfer. Ein pommersches Heimatbuch. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1999, ISBN 3-88042-784-4, S. 483–488.

Weblinks

Fußnoten

<references />

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Ortsteile: Biały Zdrój (Balsdrey) | Ciechnowo (Technow) | Jastrzębniki (Falkenberg) | Krzecko (Kreitzig) | Myślowice (Moitzelfitz) | Poradz (Petersfelde) | Powalice (Petershagen) | Rokosowo (Rogzow) | Sidłowo (Zietlow) | Sławoborze (Stolzenberg) | Słowenkowo (Neugasthof) | Słowieńsko (Schlenzig) | Stare Ślepce (Alt Schleps)

Übrige Ortschaften: Drzeń (Dryhn) | Kalina (Meierei) | Krzesimowo (Emmyhütte) | Lepino (Leppin) | Miedzno (Niederhof) | Międzyrzecko (Meseritzer Mühle) | Międzyrzecze (Meseritz) | Nowe Ślepce (Neu Schleps) | Pomorce (Pommerscher Hof) | Pustowo (Wedderwill) | Sławkowo (Henriettenhof) | Sobiemirowo (Schwarzsee) | Trzciana (Schönau) | Zagrody (Vierhof)

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