Plätz
Plätz Gemeinde Goldbeck
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(64)&title=Pl%C3%A4tz 52° 44′ N, 11° 53′ O
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| Höhe: | 28 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 4,55 km²<ref name="HOB-12" /> | |||||
| Einwohner: | 64 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 14 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 20. Juli 1950 | |||||
| Eingemeindet nach: | Bertkow | |||||
| Postleitzahl: | 39596 | |||||
| Vorwahl: | 039388 | |||||
Lage von Plätz in Sachsen-Anhalt
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Plätz ist ein Ortsteil der Gemeinde Goldbeck im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt.<ref name="OT-LSA-2013" />
Geographie
Plätz, ein Straßendorf<ref name="HOB-12" /> mit einem Rundling um die Kirche herum, liegt etwa 3 Kilometer nordöstlich von Goldbeck und etwa 15 Kilometer nördlich von Stendal im Osten der Altmark.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Nachbarorte sind Möllendorf im Westen, Walsleben im Nordwesten, Gethlingen im Norden, Hindenburg im Nordosten, Bertkow im Südosten und Goldbeck im Südwesten.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Geschichte
Mittelalter bis Neuzeit
Plätz wurde im Jahre 1333 als in villa dicta plezze erwähnt, als Markgraf Ludwig die Bede aus einigen Dörfern verpfändete.<ref name="Riedel-6" /> Weitere Nennungen sind 1343 In dem dorpe to pletz, 1444 im dorff pleecz, 1540 Pletz, 1687 Plätze,<ref name="HOB-12" /> 1775 Bleetz oder Pleetz<ref name="Büsching" /> und 1804 Pleetz.<ref name="Bratring-1" />
Bei der Bodenreform wurden 1945 ermittelt: 12 Besitzungen unter 100 Hektar hatten zusammen 368 Hektar, eine Kirchenbesitzung hatte eine Hektar.<ref name="HOB-12" /> Im Jahre 1953 entstand die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft vom Typ III, die LPG „Roter Stern“ in Plätz. Sie wurde 1974 mit LPG Typ III „Glückauf“ in Bertkow zusammengeschlossen, 1975 wurde sie dann mit der LPG Typ III „Thälmann Pioniere“ Baben zusammengeschlossen.<ref>Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
Herkunft des Ortsnamens
Der Dorfname könnte abgeleitet werden aus dem westslawischen Wort „ples“ in der Bedeutung von „kahle Fläche, Waldblöße“.<ref name="Kunstdenkmale-Osterburg" />
Eingemeindungen
Bis 1807 gehörte das Dorf zum Arneburgischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Danach lag es bis 1813 im Kanton Arneburg auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Osterburg, dem späteren Landkreis Osterburg.<ref name="HOB-12" />
Am 20. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Plätz nach Bertkow eingemeindet.<ref name="2VO-LSA-1950" />
Mit der Eingemeindung von Bertkow nach Goldbeck am 1. Januar 2009 kam der Ortsteil Plätz zur Gemeinde Goldbeck.
Einwohnerentwicklung
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1946:<ref name="HOB-12" />
Religion
- Die evangelische Kirchengemeinde Plätz gehörte früher zur Pfarrei Bertkow.<ref name="Almanach1903" /> Heute gehört sie zum Kirchspiel Krusemark-Goldbeck und wird betreut vom Pfarrbereich Klein Schwechten des Kirchenkreises Stendal im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />
- Die Kirche ist eine Filiale von Krusemark. Die Kirchengemeinde Plätz wurde ab 1966 von Krusemark verwaltet und wurde 1993 mit der Kirchengemeinde Bertkow zum Kirchspiel Bertkow-Plätz vereinigt. Ab 2007 gehörte die Kirchengemeinde zum Kirchspiel Krusemark-Goldbeck, das 2010 mit Krusemark-Goldbeck unter Klein Schwechten verbunden wurde.<ref name="HOB-12" />
- Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Plätz stammen aus dem Jahre 1779, ältere Angaben sind bei Bertkow zu finden.<ref name="Machholz" />
- Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Anna in Stendal im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.<ref name="Bistum-MD" />
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die evangelische Dorfkirche in Plätz ist ein kleiner rechteckiger Feldsteinbau aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Der Fachwerkturm ist vermutlich erst im 18. Jahrhundert aufgesetzt worden.<ref name="Kunstdenkmale-Osterburg" /> Die Kirche wurde 1981 restauriert.<ref name="HOB-12" />
- Der Ortsfriedhof ist auf dem Kirchhof.
- In Plätz steht ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges in Form eines aus Feldsteinen gemauerten Tempels mit eingesetzten Namens- und Widmungstafeln.<ref name="Denkmalprojekt" />
Vereine
Im Vereinsregister des Amtsgerichts Stendal ist der Kinder- und Jugendförderverein Plätz e. V. aufgeführt. Die Jagdgesellschaft „Diana“ Plätz e. V.wurde 1992 aufgelöst.
Regelmäßige Veranstaltungen
- Spargelfest im Mai
- Osterfeuer
Wirtschaft und Infrastruktur
- Der Spargelhof Heinl „Gut Plätz“, bekannt durch seinen „Royal-Spargel“ Altmark, baut seit 1991 Spargel an und ist auch ein Direktvermarkter vor Ort.<ref name="Spargelhof">Spargelhof Heinl auf spargelhof-heinl.de. Abgerufen am 23. April 2021.</ref>
- In Plätz stehen mehrere Biogasanlagen und eine Schweinemastanlage.
Verkehr
Es verkehren Linienbusse und Rufbusse von stendalbus.<ref>Fahrplan der Linie 973. In: stendalbus. Abgerufen am 23. April 2021.</ref>
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:BibOCLC
- Vorlage:BibOCLC
Weblinks
- Goldbeck auf arneburg-goldbeck.de.
- Plätz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise
<references> <ref name="2VO-LSA-1950">Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 277 (PDF).</ref>
<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>
<ref name="Bistum-MD">Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 23. April 2021.</ref>
<ref name="Bratring-1">Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 296 (Digitalisat).</ref>
<ref name="Büsching">Anton Friedrich Büsching: Vollständige Topographie der Mark Brandenburg. Berlin 1775, S. 24 (Digitalisat).</ref>
<ref name="Denkmalprojekt">Plätz, Gemeinde Goldbeck (Altmark), Landkreis Stendal. In: denkmalprojekt.org. Onlineprojekt Gefallenendenkmäler, 1. April 2020, abgerufen am 2. Oktober 2022.</ref>
<ref name="EW-2015">Doreen Schulze: Erstmals Zuwachs in Arneburg-Goldbeck. In: Volksstimme Stendal. 15. Januar 2016.</ref>
<ref name="EW-2018">Karina Hoppe: Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck verlor 2018 insgesamt 93 Einwohner. In: Volksstimme Stendal. 14. Februar 2019.</ref>
<ref name="EW-2021">Karina Hoppe: In die Einwohnerstatistik geschaut. In: Stendaler Volksstimme, Der Altmärker. 22. Januar 2022, DNB 1002381223, S. 21.</ref>
<ref name="EW-2022">Yulian Ide: Hurra! Wir wachsen wieder! In: Stendaler Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 21. Januar 2023, DNB 1047269554, S. 19–20.</ref>
<ref name="EW-2023">Karina Hoppe: Erneut mehr Zuzüge als Wegzüge. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 1. Februar 2024, DNB 1047269554, S. 18.</ref>
<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Kunstdenkmale-Osterburg">Ernst Haetge: Der Kreis Osterburg (= Die Kunstdenkmale der Provinz Sachsen. Band 4). Hopfer, Burg bei Magdeburg 1938, DNB 361451652, S. 251–253.</ref>
<ref name="Machholz">Vorlage:Kirchenbücher Provinz Sachsen 1925</ref>
<ref name="OT-LSA-2013">Verzeichnis Gemeinden und Gemeindeteile. Gebietsstand: 1. April 2013 (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Verzeichnisse / 003. Nr. 2013). Halle (Saale) Mai 2013, S. 113 (destatis.de [PDF; 1,6 MB; abgerufen am 24. August 2019]).</ref>
<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Klein Schwechten. In: ekmd.de. Abgerufen am 12. Juli 2024.</ref>
<ref name="Riedel-6">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>
<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>