Plukon Food Group
| Plukon Food Group (Bankiva B.V.)
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Logo-Plukon.png | |
| Rechtsform | B.V. |
| Gründung | 1978 |
| Sitz | Wezep, Niederlande |
| Leitung | Kees Kraijenoord<ref>Plukon chief Peter Poortinga to depart as CEO. Kees Kraijenoord appointed as successor as of 1 April 2023. Abgerufen am 25. November 2023.</ref> Rainer Dullweber (Deutschland)<ref>Impressum. Abgerufen am 25. November 2023.</ref> |
| Mitarbeiterzahl | 11.000<ref name="about">Über Plukon. Abgerufen am 21. Februar 2025.</ref> |
| Umsatz | 3,1 Mrd. EUR<ref name="about" /> |
| Branche | Fleischwarenhersteller |
| Website | www.plukon.nl |
| Stand: 2023 | |
Die Plukon Food Group ist eine niederländische international tätige Unternehmensgruppe der Fleischindustrie. Sie ist eines der größten Verarbeiter von Geflügelfleisch in Europa.<ref name="fd">Topman van pluimveemultinational Plukon treedt na 22 jaar terug, opvolger is huidige cfo. In: Het Financieele Dagblad. 31. Oktober 2022, abgerufen am 4. November 2022.</ref>
Die gesamten Aktivitäten sind im Unternehmen Bankiva B.V. mit Hauptsitz in Wezep in den Niederlanden gebündelt.<ref name="konzernabschluss2020">Befreiender Konzernabschluss gem. § 291 HGB zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 der Plukon Food Group Deutschland GmbH & Co. KG, Visbek. In: Bundesanzeiger, 27. Juni 2022. Abgerufen im Bundesanzeiger am 4. November 2022.</ref> Die Unternehmensgruppe hat drei Anteilseigner: die deutsche EW Group, das niederländische Futtermittelunternehmen De Heus und die Geschäftsführer um Peter Poortinga, die gemeinsam 25 % der Anteile besitzen.<ref name="fd" />
Geschichte
1964 wurde die Marke Friki gegründet, an die Plukon Produkte lieferte. Unter der Marke Friki wurde der Einzelhandel in den Niederlanden und Deutschland beliefert.<ref name=":0">Historie van Plukon. In: Plukon.nl. Abgerufen am 22. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
1978 fusionierte Friki mit dem Geflügelunternehmen Bekebrede in Barneveld zur Pluimvee Kombinatie Nederland. 2010 wurde Plukon unabhängig.<ref name=":0" />
Im Jahr 2015 stieg die EW Group als Anteilseigner bei der Plukon Food Group ein.<ref>EW Group steigt bei Geflügelschlachter ein. In: Focus Online. 10. April 2015, abgerufen am 21. April 2022.</ref> In den Folgejahren übernahm die Plukon Food Group den französischen Geflügelproduzenten DUC,<ref>Grünes Licht für die Übernahme von DUC. In: Fleischwirtschaft. 6. Februar 2017, abgerufen am 21. April 2022.</ref> den spanischen Geflügelproduzenten VMR sowie die deutsche Brüterei Optibrut.<ref>Plukon and Optibrut join forces. In: Fleischwirtschaft. 2. September 2020, abgerufen am 21. April 2022.</ref>
Seit dem 14. Januar 2021 hält Plukon 43 % der Anteile am Unternehmen Noblesse Proteïns BV, das Schlachtabfälle verarbeitet.<ref name="konzernabschluss2020" />
2023 erwarb Plukon die spanischen Geflügelunternehmen Redondo sowie Sambau, im Januar 2025 außerdem die Grupo Avícola Hidalgo.<ref>Expansion: Plukon kauft spanische Grupo Avícola Hidalgo. In: gefluegelnews.de. 29. Januar 2025, abgerufen am 21. Februar 2025.</ref>
Im Mai 2024 gab Plukon die Übernahme des dänischen Geschäfts von HKFoods bekannt.<ref>Plukon’s acquisition of HKFoods Denmark gets final approval. In: wattagnet.com. 16. Oktober 2024, abgerufen am 21. Februar 2025.</ref>
Struktur und Kennzahlen
Die Plukon Food Group betreibt 30 Niederlassungen in den Niederlanden, Deutschland, Polen, Belgien, Frankreich und Spanien. Insgesamt beschäftigt die Plukon Food Group nach eigenen Angaben etwa 9000 Mitarbeiter; die wöchentliche Schlachtkapazität beträgt rund 8,9 Millionen Hähnchen. Der Umsatz des Unternehmens belief sich im Jahr 2022 auf 2,8 Milliarden Euro.<ref name="csr2022">Corporate Social Responsibility Report 2022. Abgerufen am 25. November 2023.</ref>
Die wichtigsten Absatzgebiete der Plukon Food Group sind die Niederlande, Deutschland, Belgien, Frankreich, das Vereinigte Königreich und Irland. In Deutschland werden die Produkte entweder frisch oder tiefgefroren unter den Marken Friki, Pingo, Stolle, Maiski, FairMast sowie Handelsmarken vermarktet.<ref name="csr2016">Plukon Food Group CSR Report 2016. (pdf) 1. Juni 2017, abgerufen am 21. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Die Plukon Food Group war im Jahr 2019 mit einer Schlachtmenge von 426 Millionen Hühnern der zweitgrößte Hühnerfleischverarbeiter der EU sowie weltweit auf Platz 16.<ref>Watt Poultry Top Companies. In: Watt Poultry. 1. Oktober 2020, abgerufen am 21. April 2022.</ref> In der Mast kommen bei Plukon Eintagsküken der Hybridhuhn-Zuchtrasse Cobb des Lieferanten WIMEX-Gruppe zum Einsatz.<ref name="csr2016" /><ref>Kees Van Dooren: Expansion of chick giant Wimex. In: poultryworld.net. 9. Februar 2017, abgerufen am 20. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Dem fünfköpfigen Aufsichtsrat gehören die Deutschen Jürgen Steinemann (Vorsitzender) und Erich Wesjohann an.<ref name="konzernabschluss2020" />
Plukon Food Group in Deutschland
Plukon Deutschland ist das fünft-größte Unternehmen in der Geflügelwirtschaft in Deutschland.<ref>Ranking: Top 10 Geflügelwirtschaft 2024. In: lebensmittelzeitung.net. 27. November 2024, abgerufen am 21. Februar 2025.</ref> 2023 erwirtschaftete Plukon Deutschland 620 Mio. Euro Umsatz.<ref>Die Top 100 der Fleischwirtschaft - Eine Branche in Bewegung. In: fleischwirtschaft.de. 27. November 2024, abgerufen am 19. Februar 2025.</ref>
Insgesamt beschäftigt Plukon Deutschland 1.400 Mitarbeiter<ref>Plukon Deutschland. Abgerufen am 22. April 2022.</ref> und betreibt sechs Betriebsstätten<ref>Neues Jahr, neue Firmierung. 1. Januar 2020, abgerufen am 22. April 2022.</ref><ref name="csr2022"/>:
- Plukon Visbek GmbH in Visbek, ehemals Stolle Visbek, gleichzeitig Verwaltungszentrale von Plukon Deutschland
- Plukon Brenz GmbH in Brenz, ehemals Stolle Brenz
- Plukon Gudensberg GmbH in Gudensberg, ehemals Stolle Gudensberg (Geflügelschlachthof, Kapazität: Stand 2020 ca. 28 Millionen Schlachtungen pro Jahr<ref>Kleine Anfrage. (pdf) 12. August 2020, abgerufen am 22. April 2022.</ref>)
- Plukon Storkow GmbH in Storkow, ehemals Friki Storkow (Geflügelschlachthof, Kapazität: Stand 2020 bis zu 130.000 Schlachtungen täglich<ref>Zwei Corona-Fälle bei Geflügelschlachter Plukon in Storkow. In: Märkische Oderzeitung. 31. Juli 2020, abgerufen am 21. April 2022.</ref>)
- Plukon Döbeln GmbH in Döbeln, ehemals Friki Döbeln
- Optibrut GmbH in Nordhorn
Kontroversen
Am Standort in Gudensberg kam es seit 2014 wiederholt zu Protesten. Im Februar 2014 demonstrierten dort mehrere Hundert Menschen gegen einen geplanten Ausbau des Geflügelschlachthofs,<ref>Demo gegen Geflügelschlachtbetrieb - Proteste gegen Massentierhaltung. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 22. Februar 2014, abgerufen am 21. April 2022.</ref> im Folgejahr gab es eine weitere Demonstration.<ref>Bürgerinitiative protestiert gegen Massentierhaltung. In: Hessische/Niedersächsische Allgemeine. 16. September 2015, abgerufen am 21. April 2022.</ref> Im April 2021 protestierte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten für bessere Arbeitsbedingungen für die Plukon-Beschäftigten in Gudensberg.<ref>Lautstarker Protest im Chattengau: NGG fordert einheitlichen Mindestlohn. In: Hessische/Niedersächsische Allgemeine. 19. April 2021, abgerufen am 21. April 2022.</ref> Am 27. Mai 2021 blockierten Aktive des Bündnisses Gemeinsam gegen die Tierindustrie die Zufahrten des Geflügelschlachthofs; das Bündnis kritisierte mangelnden Infektionsschutz für die Beschäftigten und forderte eine Schließung des Betriebs.<ref>Tierschützer besetzen Zufahrt von Geflügelschlachthof. In: hessenschau. 27. Mai 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Januar 2022; abgerufen am 21. April 2022.</ref><ref>Demonstranten blockieren Zufahrten von Geflügelschlachthof. In: Zeit Online. 27. Mai 2021, abgerufen am 21. April 2022.</ref>
Im September 2025 veröffentlichte Report Mainz in der ARD Bilder, die zuvor der Tierrechtsorganisation Aninova aus drei Mastbetrieben, welche Tiere an Plukon liefern, zugespielt wurden.<ref>REPORT MAINZ: Tierrechtsverstöße bei Zulieferbetrieben von Kentucky Fried Chicken - hier anschauen. Abgerufen am 7. Oktober 2025.</ref> Die Bilder aus Betrieben in Mollnitz, Stechlin-Güldenhof und Storkow zeigen große, teils fensterlose Hallen mit zehntausenden Tieren, die dicht gedrängt stehen. Auf den Aufnahmen seien strafrechtlich relevante Verstöße gegen das Tierschutzrecht zu sehen, welche zu andauernden Ermittlungen der örtlichen Staatsanwaltschaften führten.<ref>Tierrechtler zeigen Kentucky Fried Chicken-Geflügelhöfe an. 6. Oktober 2025, abgerufen am 7. Oktober 2025.</ref> Unter anderem sollen tote Hühner tagelang nicht ordnungsgemäß aus den Mastanlagen beseitigt worden sein. Auch Futtertröge und Tränken seien stark verschmutzt, zu wenige vorhanden oder defekt gewesen sein.<ref>Danilo Gladow: Geflügel-Skandal in Brandenburg – Ermittlungen nach Horror-Bildern aus Mastbetrieben. 3. Oktober 2025, abgerufen am 7. Oktober 2025.</ref> Die drei Betriebe waren zum Zeitpunkt der Aufnahmen mit dem Label der "Initiative Tierwohl" (ITW) ausgezeichnet. Gegen den Plukon Zulieferbetrieb der ODEGA Gruppe in Stechlin-Güldenhof wurde von der Initiative ein Sanktionsverfahren eingeleitet.<ref>Tierleid bei KFC-Zulieferern - Report Mainz - ARD | Das Erste. Abgerufen am 7. Oktober 2025.</ref>
Weblinks
- Website der Plukon Food Group
- About Plukon
- Deutsche Website der Plukon Food Group
- Friki (Markenauftritt in Deutschland für Fleisch aus der Haltungsstufe 2)
- Stolle (Markenauftritt in Deutschland für Fleisch aus der Haltungsstufe 2)
- FairMast (Markenauftritt in Deutschland für Fleisch aus der Haltungsstufe 3)
Einzelnachweise
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