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Planungsgesellschaft Schnellbahnbau Hannover–Berlin

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Die Planungsgesellschaft Schnellbahnbau Hannover-Berlin mbH (Abk. PGS<ref name="pbde-1995-5"/> oder PGV H/B<ref name="pgs-1995">Planungsgesellschaft Hannover -Berlin mbH (Hrsg.): Schnellbahnverbindung Hannover - Berlin: Baumaßnahmen im Land Sachsen-Anhalt. Broschüre, Hannover, März 1995, Titelblatt, S. 5, 9.</ref>) war eine Projektgesellschaft zur Realisierung der Schnellfahrstrecke Hannover–Berlin.<ref name="pbde-1995-5">Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit (Hrsg.): Verkehrsprojekte Deutsche Einheit: Aufgaben - Wege zur Realisierung - Ergebnisse. Verkehrspolitische Arbeitsgruppe der SPD-Fraktion des Deutschen Bundestages. Gespräch mit Herrn Prof. Dr. S. Mängel, Sprecher der Geschäftsführung der Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit mbH (PB DE). Berlin, 1995, S. 5.</ref> Das Unternehmen wurde 1990 von beiden deutschen Staatsbahnen gegründet und im April 1996 mit der Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit zusammengeschlossen.

Teilweise wurde das Unternehmen auch als Planungsgesellschaft Schnellbahnbau Hannover–Berlin mbh – Abschnitt Oebisfelde–Staaken bezeichnet.<ref name="baukultur-1994-3-34" />

Geschichte

Am 28. Juni 1990 – nach mehr als zweijährigen Verhandlungen<ref name="etr-41-457">Friedrich Schrewe, Helmut Weber, Gernot Arnhold: Die Schnellbahnverbindung Hannover–Berlin im Werden. In: Eisenbahntechnische Rundschau. 41, Nr. 7/8, Juli/August 1992, S. 457–473.</ref> – unterzeichneten die Verkehrsminister der beiden noch getrennten deutschen Staaten, Horst Gibtner und Friedrich Zimmermann, in Bonn<ref name="duerr-reimers-1991-100">Heinz Dürr, Knut Reimers (Hrsg.): Hochgeschwindigkeitsverkehr. 1. Auflage. Hestra-Verlag, 1991, ISBN 3-7771-0234-2 (Jahrbuch des Eisenbahnwesens, Band 42), S. 100 f.</ref> die Grundsatzvereinbarung über den Bau einer zweigleisigen, elektrifizierten Eisenbahnschnellverbindung zur Verbesserung des Personen- und Güterverkehrs auf der Strecke zwischen Berlin und Hannover<ref name="baukultur-1994-3-34">Rudolf Seidel, Hans-Georg Kusznir: Die neue Eisenbahnbrücke bei Hämerten im Zuge der Schnellbahnverbindung Hannover–Berlin. In: Baukultur, Heft 3, 1994, S. 34–39, ISSN 0722-3099.</ref> (andere Quelle: Schnellbahnverbindung (SBV) Hannover–Berlin<ref name="bundesbahn-1991-10" />) entlang der bestehenden Lehrter Bahn<ref name="bundesbahn-1991-10" />. Die Vereinbarung regelte die Realisierung der Schnellfahrstrecke zwischen Oebisfelde und dem Bahnhof Berlin Friedrichstraße (ausschließlich).<ref name="bundesbahn-1991-10">Helmut Weber, Gernot Arnhold: Schnellverbindung Hannover–Berlin: Abschnitt Oebisfelde–Staaken ein Jahr nach Planungsstart. In: Die Bundesbahn 10/1991, S. 977 ff.</ref> Dabei wurde auch die Gründung der PGS zur Realisierung der Schnellfahrstrecke in diesem Abschnitt vereinbart. Die PGS wurde im August 1990 als privatrechtlich organisierte<ref name="pgs-1995"/> Tochtergesellschaft der beiden deutschen Bahnen gegründet.<ref name="baukultur-1994-3-34" /> Ihre konstituierende Sitzung fand am 22. August 1990 statt.<ref name="pshb-1991-01">Planungsgesellschaft Schnellbahnbau Hannover–Berlin (Hrsg.): Schnellbahn Hannover–Berlin. Broschüre (20 A4-Seiten) mit Stand von Dezember 1990, Berlin 1991.</ref>

Das Unternehmen war für Planung und Bau der Neubaustrecke zwischen Oebisfelde und Berlin-Staaken verantwortlich.<ref name="bmv-1993"/> Ihre Zuständigkeit umfasste damit die Realisierung der Neubaustrecke in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Die Deutsche Bundesbahn war mit 50,1, die Deutsche Reichsbahn mit 49,9 Prozent an der Gesellschaft beteiligt. Das Unternehmen unterhielt Büros in Hannover und Berlin.<ref name="taz-3391-22">Mit 250 Sachen von Berlin nach Hannover. In: Die Tageszeitung (Ost-Ausgabe), Nr. 3391, 26. April 1991, S. 22.</ref> Auch der Ausbau der Berlin-Lehrter Eisenbahn fiel in den Zuständigkeitsbereich der Gesellschaft.<ref name="bmv-1993">Bundesministerium für Verkehr (Hrsg.): Verkehrsprojekte Deutsche Einheit: Projekte, Planungen, Gesetze, Argumente. Bonn, August 1993, S. 122.</ref> Das Unternehmen wurde später ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG.<ref name="hb-1994-235-5">Bauzeitplan wird eng. Brüssel muß über Trasse durch Schutzgebiet entscheiden. In: Handelsblatt, Nr. 235, 6. Dezember 1994, S. 5.</ref>

Die Realisierung durch eine separate Projektgesellschaft war eine Besonderheit unter den Verkehrsprojekten Deutsche Einheit (VDE), die aus dem Start des Projektes noch zu DDR-Zeiten resultierte. Die übrigen VDE-Schiene-Vorhaben wurden dagegen von der Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit realisiert.<ref name="hb-1994-167-5">Planung mit Investitionsmaßnahmegesetz. 35 Großvoegel könnten ICE bremsen. In: Handelsblatt, Nr. 167, 30. August 1994, S. 5.</ref>

Die Gesellschaft wurde zum 1. April 1996 (nach anderen Angaben im Januar 1996<ref name="infob-1997-2-8">Erfolge innovativer Arbeit. In: Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit mbH (Hrsg.): Info-Brief, ZDB-ID 2668166-3, Heft 2/1997, 31. August 1997, S. 8.</ref>) mit der PBDE zusammengeschlossen.<ref name="tsp-1996-02-06">Bahn sichert sich wieder mehr Einfluss. Projektgesellschaft neu organisiert. In: Der Tagesspiegel, 6. Februar 1996.</ref> Die 1996 auslaufenden Verträge der Geschäftsführer wurden nicht verlängert.<ref name="infob-1996-1-1">Verkehrsprojekte: Deutsche Bahn faßt Management zusammen. In: Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit mbH (Hrsg.): Info-Brief, ZDB-ID 2668166-3, Heft 1/1996, S. 1.</ref>

Das Unternehmen beschäftigte zuletzt rund 60 Mitarbeiter.<ref name="infob-1996-2-11">Rund 210 Mitarbeiter steuern den Bahnbau. In: Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit mbH (Hrsg.): Info-Brief, ZDB-ID 2668166-3, Heft 2/1996, 15. Juli 1996, S. 11.</ref> Als Geschäftsführer fungierten Helmut Weber und Hans Dieter Weiß.<ref name="pgs-1995"/>

Einzelnachweise

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