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Pierre Gemayel

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{{#if: behandelt den libanesischen Politiker mit den Lebensdaten 1905–1984; für den ebenfalls politisch aktiven Enkel mit den Lebensdaten 1972–2006 siehe Pierre Gemayel junior.

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Datei:William Hawi, Chief of the Kataeb Security Council, and Pierre Gemayel.jpg
Pierre Gemayel (rechts) mit W. Hawi

Pierre Gemayel (arabisch بيير الجميّل Pyēr Dschumayyil, Libanesisch-Arabisch Pyēr Žmayyel; * 1. oder 6. November 1905 in Bikfaya; † 29. August 1984 ebenda) war ein libanesischer Politiker.

Jugend

Nach dem Studium an der Université Saint-Joseph in Beirut durchlief er eine Ausbildung als Apotheker. Während seines Besuchs der Olympischen Spiele 1936 in Berlin wurde er inspiriert von den nationalsozialistischen Jugendgruppen, von deren Disziplin er beeindruckt war.

Politische Karriere

Aus einer Familie stammend, die schon während des Osmanischen Reiches in der libanesischen Politik engagiert war, war Gemayels Weg vorgegeben, und auch er stieg in die Politik ein.

Gründung der Phalange

Nach seiner Rückkehr aus Deutschland 1936, wo ihn Adolf Hitler<ref name=":0">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> persönlich als Gast empfangen hatte, gründete er eine rechtsgerichtete Jugendbewegung. Im Jahr 1937 wurde daraus die Kata’ib oder Phalangistische Partei, Gemayel ihr Vorsitzender. Der Name war der spanischen Falange entlehnt.<ref name=":0" /> Die Partei wurde eine wichtige politische christliche Bewegung, besonders der Maroniten, im Libanon. Den Vorsitz hatte Pierre Gemayel bis 1980 inne.

Politischer Aufstieg

Im Jahr 1960 wurde Gemayel erstmals in das libanesische Parlament gewählt und hatte mehrmals Ministerposten in der Regierung inne. Er kandidierte 1964 und 1970 erfolglos für das Amt des Staatspräsidenten.

Familie

Gemayels Familie spielte eine bedeutende Rolle in der libanesischen Politik. Bei Ausbruch des libanesischen Bürgerkriegs (1975) wurde eine Miliz der Phalangisten gegründet, die einer seiner Söhne, Bachir Gemayel, leitete.

Dieser knüpfte während des Bürgerkriegs enge Beziehungen zu Israel und wurde im September 1982 kurz nach seiner Wahl zum libanesischen Staatspräsidenten durch ein Bombenattentat ermordet. Einen Tag später empfing Pierre Gemayel den israelischen Verteidigungsminister, Ariel Scharon, in Bikfaya zu einem Kondolenzbesuch. An diesem Tag hatten israelische Truppen erstmals Teile Beiruts besetzt. Laut Aussagen Scharons gegenüber der Kahan-Kommission dankte Pierre Gemayel ihm bei ihrem Gespräch für die israelische Unterstützung und äußerte die Hoffnung, dass die Beziehungen sich weiterentwickeln würden.<ref>zitiert nach Sharon v. TIME Inc., S. 565, Urteilsbegründung des Bezirksgerichts New York vom 12. November 1984, abgerufen am 12. Oktober 2012 (englisch)</ref><ref>mehr zu Pierre Gemayel und Israel bei Julie Flint: The Sharon files, in: The Guardian vom 28. November 2001, abgerufen am 12. Oktober 2012 (englisch)</ref> Pierre Gemayels älterer Sohn, Amin Gemayel. wurde eine Woche später zum Nachfolger Bachirs im Amt des libanesischen Staatspräsidenten gewählt.

Weblinks

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Einzelnachweise

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