Philippenhöhle
| Philippenhöhle
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Lage: | Wallersberg, Weismain, Fränkische Schweiz, Deutschland | |||||
| Geographische Lage: |
50° 2′ 35,7″ N, 11° 13′ 11,5″ O
{{#coordinates:50,043255|11,219852|primary
|
dim=200 | globe= | name=Philippenhöhle | region=DE-BY | type=mountain
}} |
|
| ||||||
| Katasternummer | C 40 | |||||
| Geologie | Dolomit | |||||
| Typ | Karsthöhle | |||||
| Gesamtlänge | 7 m | |||||
Die Philippenhöhle<ref name="hoppe">Hoppe (2011), S. 74.</ref> (auch bekannt als Philippenloch<ref name="urban39">Urban (2009), S. 39</ref>) ist eine natürliche Karsthöhle nahe der oberfränkischen Stadt Weismain im Landkreis Lichtenfels in Bayern.
Die Höhle befindet sich am nördlichen Rand der Fränkischen Schweiz. Sie hat den Schutzstatus eines Bodendenkmals und wird vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege unter der Denkmalnummer D-4-5933-0073 geführt.<ref name="blfd">Höhle bei Wallersberg, geodaten.bayern.de, abgerufen am 30. Dezember 2012</ref> Im Höhlenkataster Fränkische Alb (HFA) ist die Höhle als C 40 registriert.
Lage und Beschreibung
Die rund 7 m<ref name="hoppe" /> lange und 8 m breite<ref name="hoppe" /> Höhle befindet sich etwa 50 m<ref name="hoppe" /> über dem Niveau des Kleinziegenfelder Tals im Felshang unterhalb des Weismainer Ortsteils Wallersberg.<ref name="hoppe" /> Sie ist nach Süden hin geöffnet und liegt auf etwa 415 m ü. NN.<ref name="amtl.karte">Topografische Karte von Bayern - Wallersberg, geoportal.bayern.de, abgerufen am 30. Dezember 2012</ref>
Geschichte und Nutzung
Erstmals besiedelt wurde die Philippenhöhle vermutlich von Menschen der Blattspitzen-Gruppe in der Zeit zwischen 50.000 und 35.000 v. Chr. Der Beweis ist der Fund eines Blattspitzenfragments in einer Bodenschicht auf dem Vorplatz der Höhle.<ref name="hoppe" /> In dieser frühen Nutzungsphase dürfte die Philippenhöhle nur als Rastplatz umherziehender Jäger und Sammler gedient haben.<ref name="hoppe"/> Geringe Reste deuten auf eine Nutzung der Höhle auch in der Bronzezeit hin.<ref name="hoppe" /> Aus der Hallstattzeit, etwa von 1300 bis 500 v. Chr., wurden Keramikscherben in der Höhle gefunden, die auf eine längere dauerhafte Besiedlung hinweisen.<ref name="urban39" /> Anhand kleinerer Fundstücke ließ sich auch eine Nutzung der Höhle im Mittelalter nachweisen.<ref name="blfd" /> Eine wissenschaftliche Untersuchung der Höhle im Jahr 1916 ergab, dass ihre intensive Nutzung über mehrere Epochen und frühere Ausgrabungen die Fundschichten und Spuren der jeweils früheren Epochen weitgehend zerstörten.<ref name="hoppe" />
Literatur
- Michael Hoppe: Ein Streifzug durch die Vor- und Frühgeschichte Weismains. In: Günter Dippold (Hrsg.): Weismain – Eine fränkische Stadt am nördlichen Jura 1. Dechant Bau GmbH, Weismain 2011, ISBN 978-3-9814302-0-2
- Josef Urban In den Geschichtsbüchern geblättert: Stationen der Geschichte von Wallersberg, Mosenberg und Weihersmühle. In: Markus Hatzold: Festschrift der Freiwilligen Feuerwehr Wallersberg-Mosenberg, Weismain 2009, Umfang: 118 Seiten
Einzelnachweise
<references />