Philipp Draexler von Carin
Philipp Freiherr Draexler von Carin (* 10. März 1794 in Vöslau; † 4. Juni 1874 in Wien, ursprünglich Philipp Draexler, Dräxler oder Drechsler) war ein österreichischer Hofbeamter, Dichter und Kunstsammler. Er war Wappenkönig (Herold) des Ordens vom Goldenen Vlies und akademischer Rat der Akademie der bildenden Künste Wien.<ref>Zettelkatalog der Österreichischen Nationalbibliothek <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 27. Januar 2007 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Leben und Wirken
Philipp Draexler wurde in Vöslau geboren. Er studierte an der Universität Wien bei Heinrich Joseph Watteroth. 1816 schrieb er auf Wunsch seiner Kommilitonen während eines Spazierganges in Baden den Text zu Franz Schuberts erstem Auftragswerk, der heute verschollenen Kantate Prometheus für Solo, Chor und Orchester.<ref>Neue Schubert-Ausgabe <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 21. November 2007 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Das Werk wurde zu Ehren Watteroths am 24. Juli 1816 uraufgeführt, wobei Schubert selbst dirigierte.<ref>Clive, H. P.: Schubert and his world; Oxford University Press, 1997; S. 252 [1]</ref><ref>Kreissle von Hellborn, Heinrich: The Life of Franz Schubert, Volume 1; Longmans, Green, and co., 1869; S. 85 [2]</ref>
Draexler schlug eine Karriere bei Hofe ein, die ihm einen bedeutenden sozialen Aufstieg ermöglichte. 1853 wurde er mit dem Prädikat „von Carin“ in den Ritterstand erhoben, später in den Freiherrenstand. Als Kanzleidirektor des direkt dem Kaiser unterstellten Obersthofmeisteramtes zählte Draexler von Carin zu den einflussreicheren Beamten der Monarchie. In dieser Funktion hatte der k.k. Hofrat unter anderem die Oberleitung für den geplanten Umbau der Hofburg inne. Von ihm stammt ein Plan, auf dem Äußeren Burgplatz die Hofoper und das Hofschauspielhaus zu errichten.<ref>Gottfried, Margaret: Das Wiener Kaiserforum: Utopien zwischen Hofburg und MuseumsQuartier; Böhlau Verlag Wien 2001</ref>
In den fünfziger und sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts gehörte Draexler von Carin zu den größten Kunstkennern Wiens und machte sich als Kunstsammler und Mäzen einen Namen.<ref>Springer, Elisabeth: Geschichte und Kulturleben der Wiener Ringstrasse; 1979</ref> Teile seiner ehemaligen Sammlung befinden sich heute in verschiedenen internationalen Museen, wie etwa dem Louvre.<ref>Prints and Drawings, Louvre Museum (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>
Philipp Draexler von Carin wurde auf dem Schmelzer Friedhof in Wien beigesetzt.
Ehrungen und Auszeichnungen
- Wappenkönig (Herold) des Ordens vom Goldenen Vlies
- Komtur des portugiesischen Ordens der Christusritter
- Kommandeur des Königlich-belgischen Leopoldsordens
- Ritter II. Klasse des Österreichisch-kaiserlichen Ordens der Eisernen Krone
- Ritter des Österreichisch-kaiserlichen Leopold-Ordens
- Ritter des Verdienstordens der Bayerischen Krone
- Ritter des Königlich-sächsischen Albrechts-Ordens
- Ritter des kurhessischen Wilhelmsordens
- Ritter des toskanischen Ordens des heiligen Josephs (ital. Ordine Gran Ducale Toscano del Merito sotto il titolo di San Giuseppe)
- Ritter zweiter Klasse des Kaiserlich-russischen Ordens der Heiligen Anna mit Krone und Brillanten (russ. Орденъ Святой Анны / Orden Swjatoi Anny)
- Ritter zweiter Klasse des preußischen Roten Adlerordens
- Erzherzoglich Österreichischer Herold
- Unterstabelmeister<ref>Bericht über das Museum Francisco-Carolinum, 1865; S. 60 [3]</ref>
Wissenswertes
Der Dräxler-Brunnen bei Hohenpölz in Franken ist nach Philipp Draexler von Carin bekannt.<ref>Gistel, Johannes: System der deutschen Katarakten; Schorner, 1857; S. 76 [4]</ref>
Literatur
- Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. Band 2, 1860. S. 565 [5]
- Almanacco di Corte per l'Anno 1859. Parma, Tipografia Reale [6]
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Draexler von Carin, Philipp |
| ALTERNATIVNAMEN | Draexler von Carin, Philipp Freiherr |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Hofbeamter |
| GEBURTSDATUM | 10. März 1794 |
| GEBURTSORT | Vöslau |
| STERBEDATUM | 4. Juni 1874 |
| STERBEORT | Wien |
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- Hofbeamter
- Beamter (Kaisertum Österreich)
- Person am Wiener Hof
- Träger des portugiesischen Christusordens (Komtur)
- Träger des Leopoldsordens (Kommandeur)
- Träger des Ordens der Eisernen Krone (II. Klasse)
- Träger des ö.k. Leopold-Ordens (Ritter)
- Träger des Verdienstordens der Bayerischen Krone (Ritter)
- Träger des Ordens der Heiligen Anna
- Träger des Roten Adlerordens 2. Klasse
- Ritter des Wilhelmsordens
- Träger des Albrechts-Ordens
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- Amtsträger des Ordens vom Goldenen Vlies
- Freiherr
- Geboren 1794
- Gestorben 1874
- Mann