Phenylthiocarbamid
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Strukturformel von Phenylthiocarbamid | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Phenylthiocarbamid | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C7H8N2S | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose Kristalle<ref name=roempp>Eintrag zu Phenylthioharnstoff. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 152,22 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||||||||
| Dichte |
1,3 g·cm−3<ref name=roempp/> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
145–150 °C<ref name="sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Phenylthiocarbamid (PTC), auch als Phenylthioharnstoff (PTH)<ref name=":0">Schmecker, Zungenroller und so weiter. In: http://rmg.zum.de/wiki/Hauptseite. Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt, 1. Mai 2008, abgerufen am 21. Juni 2024.</ref><ref name=":1">Rainer Kleinert: Abiturhilfe Genetik. In: Biologie, Oberstufe: Genetik. (Hrsg.): Abiturhilfe. Band, Nr. 692. Mentor Verlag, München 1998.</ref> bekannt, ist eine chemische Verbindung und ein Bitterstoff. Strukturell ist Phenylthiocarbamid eine von Thioharnstoff abgeleitete Verbindung.
Eigenschaften
Phenylthiocarbamid kann von 70 % der Europäer bis zu 1000-mal besser wahrgenommen werden als von den restlichen 30 %. Dafür verantwortlich ist das individuelle Expressionsmuster von Varianten eines Genes für einen bestimmten Bittergeschmacksrezeptor. So wird vom Großteil der Menschen PTC bei einer Konzentration von 0,1 mM bis 10 mM (mmol/ℓ; das entspricht 15 ppm bis 1500 ppm) als äußerst „widerlich“ empfunden. Der Rest kann bei dieser Konzentration PTC noch nicht schmecken. Die Erbanlage für das Schmecken von PTC wird dominant vererbt.<ref>William S. Klug, Michael R. Cummings, Charlotte A. Spencer: Genetik S. 79.</ref> Da die Schmeckfähigkeit von PTC weder alters-, rassen- noch geschlechtsabhängig ist, eignet sie sich gut zum Aufstellen von Stammbäumen.<ref name=":0" /><ref name=":1" />
Verwendung
Phenylthiocarbamid wird benutzt für die Synthese von Vulkanisationsbeschleunigern, Farbstoffen, Rattengiften und anderen organischen Verbindungen. Es wird weiterhin bei Untersuchungen zum menschlichen Genom eingesetzt. Phenylthiocarbamid ist ein selektiver Agonist für den Bitterrezeptor T2R38.<ref>B. Bufe, P. A. Breslin, C. Kuhn, D. R. Reed, C. D. Tharp, J. P. Slack, U. K. Kim, D. Drayna, W. Meyerhof: The molecular basis of individual differences in phenylthiocarbamide and propylthiouracil bitterness perception. In: Current biology : CB. Band 15, Nummer 4, Februar 2005, S. 322–327, doi:10.1016/j.cub.2005.01.047, PMID 15723792, PMC 1400547 (freier Volltext).</ref>
Sicherheitshinweise
Phenylthiocarbamid ist ein hochgiftiges Nervengift.
Einzelnachweise
<references/>
- Seiten mit Skriptfehlern
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- Giftiger Stoff bei Verschlucken
- Sensibilisierender Stoff
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- Thioharnstoff
- Aminobenzol