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Phan Thị Kim Phúc – Wikipedia Zum Inhalt springen

Phan Thị Kim Phúc

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Phan Thi Kim Phuc)
The Terror of War
1972
Fotografie

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(bitte Urheberrechte beachten)

Phan Thị Kim Phúc, O.Ont (* 2. April 1963 in Trảng Bàng, Provinz Tây Ninh, Vietnam) ist ein Opfer des Vietnamkrieges. Sie erlitt bei einem Napalm-Angriff südvietnamesischer Flugzeuge<ref name="kimfound">One moment, please... Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. April 2025; abgerufen am 16. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Die Geschichte hinter dem Foto | Zeithistorische Forschungen. Abgerufen am 16. Mai 2025.</ref> am 8. Juni 1972 schwere Verbrennungen. Während die damals Neunjährige nackt aus dem Ort Trảng Bàng floh, wurde sie fotografiert.

Das Foto (mit dem Titel The Terror of War<ref>Christopher H. Sterling (Herausgeber): Encyclopedia of Journalism, SAGE Publications, 2009, S. 1067, Eintrag Huynh Cong (Nick) Ut</ref>) ist neben der Erschießung von Nguyễn Văn Lém eines der bekanntesten Fotos aus dem Vietnamkrieg (Zweiter Indochinakrieg) und wurde zum Pressefoto des Jahres 1972 gewählt. Der Pressefotograf Nick Út wurde dafür mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Laut dem im Januar 2025 erschienenen Dokumentarfilm The Stringer: Wer steckt hinter dem Foto? wurde das Foto nicht von Út gemacht, sondern von einem lokalen Freelancer;<ref>Danja Nüesch: Autorenschaft angezweifelt - Skandal um «Napalm-Mädchen»-Foto: Wer ist der Autor des Bildes? In: srf.ch. 27. Januar 2025, abgerufen am 27. Januar 2025.</ref> die Behauptung wurde aber von der Bildagentur Associated Press angefochten.<ref>Investigating claims around ‘The Terror of War’ photograph. Abgerufen am 18. Mai 2025.</ref> Im Mai 2025 entzog die World Press Photo Nick Út die Anerkennung für das Foto.<ref name="heise_250516">Thomas Hoffmann: World Press Photo entzieht Nick Út Anerkennung für "Napalm Girl". In: Heise online. 16. Mai 2025.Vorlage:Abrufdatum</ref>

Leben nach dem Angriff

Datei:Karte Trangbang.jpg
Karte Vietnams

Nick Út brachte Kim in ein Krankenhaus.<ref>The Digital Journalist. Abgerufen am 16. Mai 2025.</ref> Sie war so stark verletzt, dass man nicht annahm, dass sie überleben würde. 30 % ihrer Körperoberfläche waren verbrannt, fast ihr ganzer Rücken, der Nacken und ihr linker Arm. Erst nach zwei Jahren, nach 17 Operationen binnen 14 Monaten, Hauttransplantationen und Therapie konnte sie 1973 nach Hause zurückkehren.<ref name="kimfound" /><ref>Sven Felix Kellerhoff, 17 Operationen waren nötig, um das „Napalm-Mädchen“ Kim Phúc zu retten, In: Die Welt vom 7. Juni 2021</ref> Ihre vorläufig letzte Operation hatte sie 2022 in Miami.<ref>Rebecca Ratcliffe, Rebecca Ratcliffe South-east Asia correspondent: ‘Napalm girl’ Phan Thi Kim Phuc receives final burn treatment after 50 years. In: The Guardian. 1. Juli 2022, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 16. Mai 2025]).</ref>

Jahrelang wurde Kim Phuc in Vietnam von der Regierung für die kommunistische Propaganda als Kriegsopfer des Vietnamkriegs vorgeführt.<ref name=":0">Kim Son Hoang: Das Napalm Girl, das kein Opfer mehr sein will. In: Der Standard. 8. Juni 2022, abgerufen am 11. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Erst 1982 konnte sie sich wieder vollständig bewegen, nachdem sie in der Unfallklinik Ludwigshafen operiert worden war.<ref>So geht es dem Napalm-Mädchen heute. 6. Juni 2012, abgerufen am 16. Mai 2025.</ref> Der damalige vietnamesische Premierminister Phạm Văn Đồng sorgte dafür, dass sie in relativer Ruhe ihr Medizinstudium fortsetzen konnte. Dies tat sie 1986 in Kuba. Dort heiratete sie 1992 den vietnamesischen Kommilitonen Bùi Huy Toàn. Auf dem Flug ihrer Hochzeitsreise nach Moskau nutzten die beiden den Zwischenstopp in Neufundland und beantragten politisches Asyl in Kanada, das ihnen gewährt wurde.<ref>Kim Phuc Phan Thi. In: Lest We Forget. 22. Juli 2014, abgerufen am 8. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Heute lebt sie mit ihrem Mann Toàn und ihren 1994 und 1997 geborenen Söhnen in Toronto. Bereits 1982 war sie vom Caodaismus zum Christentum konvertiert. Im Oktober 2015 begann für Phúc eine Behandlung in einer Spezialklinik für Brandverletzte in Miami, nachdem ihr die Hautärztin Jill Waibel eine kostenlose Laserbehandlung offerierte, um die Schmerzen durch die Spannungen der vernarbten Haut zu lindern.<ref>Kim Phuc kann wieder hoffen. 26. Oktober 2015, abgerufen am 18. April 2020.</ref>

Über sich selbst sagte Kim Phuc, als sie 2022 den Papst traf: „Ich bin nicht mehr ein Opfer des Krieges. Ich bin Mutter, Großmutter und eine Überlebende, die zum Frieden aufruft.“<ref name=":0" />

Nachwirkungen

In Deutschland berichtete insbesondere der Stern-Reporter Perry Kretz über ihr Schicksal. Kim Phúc besuchte Deutschland 1984 auf Einladung des Stern und 1992 auf Einladung des ZDF.<ref>Andreas Margara: Geteiltes Land, geteiltes Leid. Geschichte der deutsch-vietnamesischen Beziehungen von 1945 bis zur Gegenwart, Berlin 2022, S. 128, ISBN 978-3-947729-62-3</ref>

1996 traf sie auf einem Vietnam-Veteranentreffen den Offizier John Plummer, der behauptete, am Luftangriff auf ihr Dorf beteiligt gewesen zu sein, und drückte ihm ihre Vergebung aus. Später wurde jedoch nachgewiesen, dass Plummer in keiner Weise am Luftangriff beteiligt gewesen war.<ref>Die Geschichte hinter dem Foto | Zeithistorische Forschungen. Abgerufen am 16. Mai 2025.</ref><ref>Faas/Fulton, S. 5</ref><ref name="kimfound" />

Wegen ihres Einsatzes für Aussöhnung und Frieden wurde sie am 10. November 1994 zur ehrenamtlichen UNESCO-Botschafterin des guten Willens (Goodwill Ambassador) berufen. Am 22. Oktober 2004 erhielt sie die Ehrendoktorwürde in Rechtswissenschaften von der York University in Toronto für ihren weltweiten Einsatz für die Kinder unter den Kriegsopfern. Am 11. Februar 2019 wurde sie mit dem Dresden-Preis geehrt.<ref>Dresden-Preis für Napalm-Mädchen | MDR.DE. 2. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 2. April 2019; abgerufen am 8. Juni 2022.</ref>

Kim Phuc Foundation

1997 gründete sie in den USA die „Kim Phuc Foundation“, die sich für medizinische und psychologische Hilfe für Kinder einsetzt, die Kriegsopfer wurden. Später wurde daraus die „Kim Phuc Foundation International“.<ref>The KIM Foundation International : Healing Children of War. Abgerufen am 8. Juni 2022.</ref>

Dokumentarfilm

Literatur

Weblinks

Commons: Phan Thi Kim Phuc – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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