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Peterskirchen (Tacherting)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Peterskirchen
Gemeinde Tacherting
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Peterskirchen 48° 6′ N, 12° 29′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 48° 5′ 39″ N, 12° 28′ 30″ O
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Höhe: 510 m ü. NHN
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 83342
Vorwahlen: 08621, 08622

Peterskirchen ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Tacherting im Landkreis Traunstein in Bayern.

Lage

Peterskirchen liegt im Schnittpunkt der Staatsstraße St 2091 (TrostbergKraiburg am Inn) und der Kreisstraße TS 20 (Schnaitsee – Wiesmühl a.d.Alz) in waldreicher Höhenlage.

Datei:TSTachertingPeterskirchen2.jpg
Blick auf Peterskirchen

Geschichte

Im 8. Jahrhundert n. Chr. soll sich die erste Kirche in Peterskirchen befunden haben, die Gegend war damals waldreich und wenig bewohnt. Im Mittelalter wurde Peterskirchen zur Pfarrei erhoben. Am 1. Juli 1972 wurde Peterskirchen der Gemeinde Tacherting zugeordnet.<ref></ref>

Johann Philipp Cajetan Graf von Lamberg, Pfarrer zu Peterskirchen und Trostberg, Stiftspropst zu Straubing<ref>Thomas Paringer: Die bayerische Landschaft: Zusammensetzung, Aufgaben und Wirkungskreis der landständischen Vertretung im Kurfürstentum Bayern (1715-1740). Kommission für bayerische Landesgeschichte (KBL), 2007, ISBN 978-3-7696-6877-3 (google.com [abgerufen am 13. Februar 2023]).</ref> und kurfürstlich bayerischer Wirklicher Geheimer Rat<ref>Historischer Verein von und für Oberbayern: Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte. Franz, 1844 (google.com [abgerufen am 13. Februar 2023]).</ref>, ließ gegen Mitte des 18. Jahrhunderts den Alten Pfarrhof, einen zweigeschoßigen Mansarddachbau, barock umgestalten. In den 1960er Jahren gründete dort der Künstler und Philosoph Fritz Schranz mit einigen Freunden die „Künstlerkolonie Peterskirchen“. Seine Lebenspartnerin Gottliebe Gräfin Lehndorff, die Mutter der Schauspielerin Veruschka von Lehndorff und Witwe des Mitglieds im Widerstandskreis vom 20. Juli 1944 Heinrich Graf von Lehndorff, hatte den Alten Pfarrhof erworben. In dem denkmalgeschützten Gebäude veranstaltete Fritz Schranz fast 30 Jahre seine Aktionen und seine Kurse für Kunst und Philosophie. Zahlreiche Künstler waren in der Zeit der Studentenbewegung zu Gast oder arbeiteten dort: unter anderem Rainer Werner Fassbinder, Ingrid Caven und Hanna Schygulla<ref>Hanna Schygulla | Copernico. Geschichte und kulturelles Erbe im östlichen Europa. Abgerufen am 11. Februar 2023.</ref>, die 13 Jahre dort lebte. Friedrich Gulda lebte auf dem Gelände zwei Wochen in einem Wohnwagen und studierte Konzerte ein. Peterskirchen wurde zu einem Diskussionsforum und die süddeutsche Kunstszene ging ein und aus, unter andern Peter Zadek, Uschi Obermaier, Rainer Langhans, Thomas Bernhard, der Schauspieler Hanns Zischler sowie Filmproduzenten und schweizerische Filmdirektoren.<ref>Festival der Existenz. In: Die Zeit vom 25. Februar 1983</ref><ref>Antje Vollmer: Doppelleben: Heinrich und Gottliebe von Lehndorff im Widerstand gegen Hitler, Band 309 von Die Andere Bibliothek, Aufbau Verlag, 2014, ISBN 978-3-8477-5309-4</ref>

Baudenkmäler

Siehe: Liste der Baudenkmäler in Peterskirchen

Bodendenkmäler

Persönlichkeiten

Bonaventura von Rauch (1740–1814), preußischer Generalmajor

Weblinks

Commons: Peterskirchen (Tacherting) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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