Peter Neumann (Kirchenmusiker)
Peter Neumann (* 8. März 1940 in Karlsruhe;<ref>Neue Musikzeitung, Ausgabe März 2010.</ref> † 27. August 2025<ref>Nachruf auf Peter Neumann. Offizielle Internetpräsenz der Kartäuserkirche Köln. Abgerufen am 22. September 2025</ref> in Köln) war ein deutscher Kirchenmusiker und Hochschullehrer für Orgel an der Hochschule für Musik Köln.
Leben und Wirken
In Karlsruhe als Sohn eines Pfarrers geboren<ref name=":0" /> (gemeinsam mit Zwillingsbruder Martin), studierte Peter Neumann Kirchenmusik und Orchesterleitung in Karlsruhe, Heidelberg, Berlin und Paris. In Berlin wurde er von Michael Schneider im Orgelspiel unterrichtet. Nachdem Schneider 1965 eine Professur für Orgel in Köln angetreten hatte, wurde Neumann 1967 sein Assistent in Köln und besetzte danach die Kirchenmusikerstelle an der Kartäuserkirche in Köln. Als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes studierte er in Paris bei Gaston Litaize und kurzzeitig auch bei Olivier Messiaen. Im Fach Orchesterleitung wurde Neumann maßgeblich durch seinen Lehrer Sergiu Celibidache beeinflusst.
In Köln leitete er u. a. den Kölner Kammerchor sowie das Collegium Cartusianum.<ref name=":1">Markus Schwering: Bei ihm konnte man Musik lernen. In: ksta.de. 28. August 2025, abgerufen am 29. August 2025.</ref> Mit diesen Ensembles arbeitete er eng zusammen und führte viele geistliche Werke auf. Neumann konzentrierte sich dabei auf Werke der Alten Musik bis hin zur Romantik. So spielte er Werke von Claudio Monteverdi, Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Johannes Brahms und weiteren Komponisten auf Tonträgern ein. 1982 gewann Neumann mit dem Kölner Kammerchor den Gran Premio Città di Arezzo, wodurch der Chor auch im Ausland, speziell in Italien, bekannt wurde.
Bis März 2005 leitete er die von ihm gegründete<ref>Wir trauern vom 13. September 2025: Traueranzeige der ehemaligen Sängerinnen und Sänger, abgerufen am 15. September 2025.</ref> Kartäuserkantorei. Neben seiner Tätigkeit als Dirigent lehrte er als Professor für Orgel an der Hochschule für Musik Köln. 2015 wurde er mit der Bach-Medaille der Stadt Leipzig ausgezeichnet.<ref name=":0">Bach-Medaille 2015 an Peter Neumann verliehen. In: Leipziger Zeitung. 17. Juni 2015, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref>
Ende August 2025 starb Peter Neumann im Alter von 85 Jahren in einem Pflegeheim in Köln.<ref name=":1" />
Tondokumente (Auswahl)
- Mozart-Messen (Gesamteinspielung bei EMI, 1993–1998)
- Missa sacra von Robert Schumann („Diapason d'Or“)
- Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion (1999)
- Georg Friedrich Händel: Saul (1998), Susanna (1999), Theodora (2000), Belshazzar (2001), Athalia (2004), Joshua (2007), Alexanderfest und Ode für St. Cecilia (2008)
- Wolfgang Amadeus Mozart: Salzburger Kirchenmusik (2006, Missa in C, KV 337, Vesperae solennes de Confessore KV 339)
Weblinks
- Werke von und über Peter Neumann im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Kartäuserkantorei Köln mit Rückblick auf die 30 Jahre der Leitung durch Neumann
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Peter Neumann beim Kölner Kammerchor, Collegium Cartusianum ( vom 27. Januar 2022 im Internet Archive)
- Bernd Heyder: Schlüsselfigur der Alte Musik-Bewegung – zum Tod von Peter Neumann (Deutschlandfunk Musikjournal vom 1. September 2025)
Einzelnachweise
<references/>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Neumann, Peter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kirchenmusiker und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 8. März 1940 |
| GEBURTSORT | Karlsruhe |
| STERBEDATUM | 27. August 2025 |
| STERBEORT | Köln |