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Peter Hahne (Fernsehsendung)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Vorlage:Medienbox/Kopf
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Genre Talkshow
Erscheinungsjahre 2010–2017
Länge 30 Minuten
Ausstrahlungs­turnus wöchentlich
Produktions­unternehmen
Premiere 27. Juni 2010 auf ZDF
Moderation Peter Hahne

Peter Hahne war eine Talkshow im ZDF. Moderator war Peter Hahne. Die Sendung wurde am 27. Juni 2010 erstmals gesendet.<ref>ZDF-Premiere: Peter Hahnes neue Talkshow ist gefährlich nett, welt.de, 27. Juni 2010</ref> Sie wurde im studio4A am Pariser Platz in Berlin aufgezeichnet.<ref>vgl. z. B. Neues Talkformat im ZDF: Peter Hahne will lächelnd Biss zeigen, stern.de, 27. Juni 2010.</ref> Produziert wurde die Sendung von Gruppe 5 Filmproduktion.<ref>vgl. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Talkshow, docstation.de (Memento des Vorlage:IconExternal vom 26. Dezember 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.docstation.de.</ref> Nach mehr als 265 Ausgaben lief die letzte Sendung im Dezember 2017.<ref>Peter Hahne geht in Rente: ZDF-Talkshow endet im Dezember wunschliste.de, 3. November 2017.</ref>

Konzept

Die Sendung war auf eine Dauer von 30 Minuten ausgelegt. Hahne sprach vor einem Fenster mit Blick auf das Brandenburger Tor mit Gästen aus Politik, Gesellschaft und Kultur über „gesellschaftlich relevante Themen“.<ref>Trostpreis: Peter Hahne bekommt Talkshow im ZDF, dwdl.de, 22. Januar 2010.</ref> Hahne selbst bezeichnete das Konzept seiner Talkshow als „anspruchsvollen Boulevard“.<ref>Indra Kley: Peter Hahne – Die Ruhe vor der Show, nw-news.de, 26. Juni 2010 (archivierte Webseite).</ref>

Hintergrund

In den Medien wurde das Format teilweise als ZDF-interne Kompensation im Rahmen der senderinternen Parteiproporzes gedeutet.<ref>Vgl. Farbenlehre – Trostpreis: Peter Hahne bekommt Talkshow im ZDF. dwdl.de, 22. Januar 2010.</ref><ref>Vgl. ZDF-Talkmaster Peter Hahne: „Wir wissen doch, wie knallhart die Branche ist“. Spiegel Online, 26. Juni 2010.</ref> Nachdem Bettina Schausten die Leitung des ZDF-Hauptstadtstudios in Berlin übernommen hatte, wäre es demzufolge üblich gewesen, den Stellvertreter aus dem sozialdemokratischen Lager des Senders zu ernennen. Hahne gehört diesem nicht an. Er wechselte nach dem Auslaufen seines Vertrages am 1. April 2010 in die ZDF-Programmdirektion. Im gleichen Umfeld wurde die neue Sendung ins Leben gerufen. Einige Medien bezeichneten die Einrichtung der Talkshow für Hahne am Sonntagmittag als „Wegloben“ und „Entmachtung“ Hahnes.<ref>Vgl. ZDF – Peter Hahne bekommt eigene Talksendung. Spiegel Online, 22. Januar 2010.</ref><ref>Vgl. Menscheln beim Wertepatron: Peter Hahne moderiert ab 27. Juni den sonntäglichen Nachmittagstalk "Peter Hahne" im ZDF (immer 13.00 Uhr) nwz-inside.de, 11. Juni 2010.</ref>

Sendeplatz

Die Ausstrahlung erfolgte zunächst nach den Nachrichten im Anschluss an den ZDF-Fernsehgarten.<ref>Menscheln beim Wertepatron: Peter Hahne moderiert ab 27. Juni den sonntäglichen Nachmittagstalk "Peter Hahne" im ZDF (immer 13.00 Uhr), Weser-Kurier, 11. Juni 2010</ref> Damit konnte die Sendung von dem hohen Quotenniveau des Fernsehgartens von rund 20 Prozent profitieren.<ref>ZDF-Talk mit Peter Hahne startet am 27. Juni, wuv.de, 9. Juni 2010.</ref> In der Vergangenheit bezeichnete Hahne die Zuschauer des Fernsehgartens ausdrücklich als wichtige Zielgruppe seiner Sendung:

„Das ZDF hat um diese Zeit mit dem ‚Fernsehgarten‘ eine Riesenquote. Die Kunst wird sein, möglichst viele dieser Zuschauer dazu zu bringen, sich ‚Peter Hahne‘ anzusehen. Wir wollen sie nicht künstlich betroffen machen, sondern thematisieren, was sie wirklich betrifft.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Der Tagesspiegel<ref>Talkshow-Premiere „Ich bin Hans im Glück“ Der Tagesspiegel, 26. Juni 2010.</ref>

Von 2013 bis Mai 2016 wurde die Talkshow nach dem sonntäglichen Fernseh-Gottesdienst übertragen.<ref>Alexander Krei: ZDF: Reihenweise Tiefpunkte für "Peter Hahne", dwdl.de, 13. Juli 2013.</ref><ref name="DF">Letzte Sendung: ZDF verabschiedet Peter Hahne, digitalfernsehen.de, 6. November 2017</ref> Seit dem 7. Mai 2016 war die Sendung bereits am Samstag um 19:30 Uhr bei Phoenix zu sehen.<ref name="pro">ZDF verbannt Peter Hahne ins Nachtprogramm, pro, 23. Februar 2016</ref> Im ZDF rückte sie auf den Talkplatz in der Nacht von Sonntag auf Montag gegen 0:20 Uhr.<ref name="pro" /> Am 27. November 2017 wurde die letzte Sendung im ZDF ausgestrahlt.<ref name="DF" /><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Durchgezappt: Bye-bye, Peter Hahne (Memento des Vorlage:IconExternal vom 3. Februar 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ardmediathek.de, Zapp, 22. November 2017, verfügbar bis 22. November 2018</ref>

Kritiken

In den ersten Monaten waren die Äußerungen deutscher Medienjournalisten zu dem umgesetzten Sendungskonzept und der Moderationsleistung Hahnes überwiegend negativ. Hahne wurden hierbei insbesondere mangelnde Distanz und Kritikfähigkeit vorgeworfen:

„Theologin trifft auf Theologen. Da ist Sympathie nicht ausgeschlossen. Erst recht nicht, wenn man jahrelang zusammen im Rat der EKD gesessen hat. Und so ist es dann auch nicht verwunderlich, dass Hahne Margot Käßmann als ‚Bischöfin der Herzen‘ anpreist, ihre auch heute noch überaus große Popularität in der Bevölkerung hervorhebt und per Einspieler noch einmal auf ihren Aufstieg als Bischöfin verweist. Eine gebotene journalistische Distanz zum Interviewpartner sieht anders aus. […] Für Hahne muss deshalb jetzt vor allem der journalistische Grundsatz gelten, die Distanz zu seinen Gästen zu wahren, um sich selbst nicht unglaubwürdig zu machen.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Welt Online zur Premierensendung mit Margot Käßmann<ref>ZDF-Premiere – Peter Hahnes neue Talkshow ist gefährlich nett. Abgerufen am 20. September 2009.</ref>

„Als ersten Gast hat sich der Dauergrinser die ehemalige Bischöfin Margot Käßmann eingeladen. […] Hahne und Käßmann – die beiden erinnern schon sehr an die großen Scheinpriester der Filmgeschichte: Burt Lancaster als Elmer Gantry in ‚Gott ist im Geschäft‘ und Robert Mitchum als Harry Powell in ‚Die Nacht des Jägers‘. Zwei geschäftstüchtige Wanderprediger, die mit Heilsversprechen ihr Geld machen.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />taz.de zur Premierensendung mit Margot Käßmann<ref>Das Duo des Grauens: Peter Hahne und Margot Kässmann. Abgerufen am 20. September 2009.</ref>

„Wenn Peter Hahne sich nicht als Fortsetzung des evangelischen Gottesdienstes im ZDF, nicht als mittägliches Aufpolstern seiner ‚Bild am Sonntag‘-Kolumne ins Nirwana öffentlicher Aufmerksamkeit senden will, dann sehen sich Talker und Redaktion die Premiere noch einmal ganz genau an. Peter Hahne kann mehr, als er mit ‚Peter Hahne‘ anbieten will. Andernfalls übernimmt die Pastorin.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Der Tagesspiegel zur Premierensendung mit Margot Käßmann<ref>Peterchens Talkfahrt. Abgerufen am 21. September 2009.</ref>

„Irgendjemand muss zum Beispiel jetzt endlich mal irgendwas gegen diese ganze Kinderpornographie im Internet tun. Peter Hahne findet, sowas müsste verboten sein. Gut, es ist verboten, aber das ist ja nicht der Punkt. Es soll weg sein. Sofort. […] Aber schon das Wort ‚Netzsperren‘ geht dem ZDF-Mann Peter Hahne nicht über die Lippen. […] es schien doch, als sitze Frau Guttenberg ein glühender Fan gegenüber, ein Verehrer. Er hatte aus seiner Sendung eine Werbesendung für ihr Buch, ihr Anliegen, sie selbst gemacht, nickte eifrig und, nun ja, grinste. Er hatte keine kritischen Nachfragen, als sie behauptete, dass das Geschäft mit Kinderpornographie ein ‚lukratives Geschäft‘ sei, obwohl viel dagegen spricht. Und er schaffte es, auf ganz eigene Art das Internet als Wurzel allen Übels auszumachen. […] Ganz abgesehen davon, dass es keine gute Voraussetzung für ein Fernsehgespräch ist, wenn der Moderator in der Rolle eines Jubelpersers auftritt […]: Hahne hat in der Sendung systematisch fast jede Gelegenheit gemieden, die Zuschauer aufzuklären, klüger zu machen. Er hat sie nur in ihren Gefühlen bestärkt. Dass ein Mann wie Peter Hahne mit seiner Ratiophobie vom ZDF als Journalist eingesetzt wird, ist ein fortdauerndes Ärgernis.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Stefan Niggemeier via faz.net zur Sendung mit Stephanie zu Guttenberg<ref>Peter Hahne ist gegen Kinderpornographie und lästige Details. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. September 2010; abgerufen am 20. September 2009.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/faz-community.faz.net</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />