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Personen der Etter-Rose-Hampel-Gruppe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Liste der Personen der Etter-Rose-Hampel-Gruppe ist eine Ergänzung zum Artikel über die Etter-Rose-Hampel-Gruppe, ein Zusammenschluss von Widerstandskämpfern gegen den Nationalsozialismus in Hamburg.

C

  • Wilhelm Clasen (30. Januar 1883 bis 3. Mai 1945), SPD-Mitglied seit 1918, war der Stiefvater von Barbara Dollwetzel und wurde am 16. Juni 1943 mit der ganzen Familie verhaftet. Am 31. Mai 1944 überführte man ihn aus dem Polizeigefängnis Fuhlsbüttel als Polizeihäftling in das KZ Neuengamme. Er starb beim Untergang der Cap Arcona.<ref name="HamburgSPD">SPD Landesorganisation Hamburg: Für Freiheit und Demokratie: Hamburger Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Verfolgung Widerstand 1933–1945. Books on Demand, 2003, S. 40; books.google.de</ref>
  • Clara Clasen war die Witwe des am 25. September 1933 im KZ Fuhlsbüttel ermordeten Max Dollwetzel und die Mutter von Barbara Dollwetzel. Sie war aktiv in der Internationalen Arbeiterhilfe und der Roten Hilfe. Am 16. Juni 1943 wurde sie mit der ganzen Familie verhaftet. Am 20. April 1944 erfolgte ihre Überstellung von Fuhlsbüttel in das KZ Ravensbrück, dort überlebte sie gemeinsam mit ihrer Tochter.<ref name="HamburgSPD" />

D

  • Barbara Dollwetzel (29. Januar 1920 bis 21. April 2013), später Barbara Reimann, Tochter von Max Dollwetzel und Clara Clasen, war eine Freundin von Max Kristeller und schloss sich um 1936 der Gruppe an. Sie wurde am 16. Juni 1943 auf ihrer Arbeitsstelle verhaftet, wie am selben Tag auch ihre Mutter, deren Ehemann und ihre Patentante Wilhelmine Hundert. Am 20. April 1944 erfolgte die Überstellung von Fuhlsbüttel in das KZ Ravensbrück, dort hat sie gemeinsam mit ihrer Mutter überlebt.<ref name="Streiflichter/423,431">Ursel Hochmuth, Gertrud Meyer: Streiflichter aus dem Hamburger Widerstand. 1933–1945. S. 423, 431</ref><ref name="Buchbesprechung">Franziska Bruder, Heike Kleffner (Hrsg.): … die Erinnerung darf nicht sterben. Barbara Reimann – Eine Biografie aus acht Jahrzehnten Deutschland. Unrast Verlag 2001, ISBN 3-89771-802-2; Buchbesprechung. unrast-verlag.de</ref>

E

Datei:Erika-Etter-Kehre, Neuallermöhe.JPG
Erika-Etter-Kehre in Hamburg-Allermöhe
  • Marie Engler, wurde am 1. April 1944 nach dem Einsatz des Provokateurs Herbert Lübbers verhaftet.<ref name="Streiflichter/432">Ursel Hochmuth, Gertrud Meyer: Streiflichter aus dem Hamburger Widerstand. 1933–1945. S. 432.</ref>
  • Otto Engler, wurde am 1. April 1944 nach dem Einsatz des Provokateurs Herbert Lübbers verhaftet.<ref name="Streiflichter/432" />
  • Erika Etter (22. September 1922 bis 21. April 1945), geborene Schulz, Tochter von Adolf und Charlotte Schulz, ermordet bei einem Verbrechen der Endphase im KZ Neuengamme. Sie wurde am 17. Mai 1944 nach dem Einsatz des Provokateurs Herbert Lübbers verhaftet.<ref name="Streiflichter/432" /><ref>Erika Etter. Biografien-Datenbank: Frauen aus Hamburg der Landeszentrale für politische Bildung.</ref>
  • Werner Etter (16. September 1913 bis 19. Februar 1945), hingerichtet im Zuchthaus Brandenburg. Er wurde am 21. März 1944 verhaftet nach dem Einsatz des Provokateurs Herbert Lübbers.<ref name="Streiflichter/432" /><ref>Werner Etter. Stolpersteine-Hamburg.de</ref>

G

  • Hannes Gehrke, gehörte zum anfänglichen Stamm der Gruppe<ref name="Streiflichter/423">Ursel Hochmuth, Gertrud Meyer: Streiflichter aus dem Hamburger Widerstand. 1933–1945. S. 423.</ref>
  • Ursula Gehrke, schloss sich um 1937 der Gruppe an, wurde am 11. Januar 1945 in einem Evakuierungsort in Oberschlesien verhaftet und wurde in das Polizeigefängnis Fuhlsbüttel überstellt. Im April 1945 überlebte sie den „Evakuierungsmarsch“ in das Arbeitserziehungslager Kiel-Hassee.<ref name="Streiflichter/423,431" />

H

Datei:Wilhelmine-Hundert-Weg.JPG
Wilhelmine-Hundert-Weg in Hamburg-Allermöhe
  • Willi Hase, wurde am 21. März 1944 verhaftet nach dem Einsatz des Provokateurs Herbert Lübbers.<ref name="Streiflichter/432" />
  • Ernst Hampel (16. September 1919 bis 20. April 1945), hingerichtet im Zuchthaus Brandenburg; gehörte zum anfänglichen Stamm der Gruppe, wurde am 3. Juni 1943 an seinem Truppenstandort in Rendsburg verhaftet.<ref name="Streiflichter/423" />
  • Hugo Hecht (21. Januar 1905 bis 1945, genaues Todesdatum unbekannt), wurde am 17. Januar 1945 aus dem KZ Auschwitz in das KZ Groß-Rosen überführt und gilt seither als verschollen. Er schloss sich um 1937 der Gruppe an, wurde am 14. Mai 1943 verhaftet. Am 31. Mai 1944 überführte man ihn als Polizeihäftling in das KZ Neuengamme, Ende Juli erfolgte zunächst die Rückführung nach Fuhlsbüttel und am 7. August 1944 die Überstellung in das KZ Auschwitz.<ref>Ursel Hochmuth, Gertrud Meyer: Streiflichter aus dem Hamburger Widerstand. 1933–1945. S. 423, 431 f.</ref>
  • Wilma Hecht, schloss sich um 1937 der Gruppe an<ref name="Streiflichter/423" />
  • Franz Heitgres, Ehemann von Minka Heitgres, schloss sich um 1937 der Gruppe an, wurde am 10. Mai 1943 verhaftet.<ref>Ursel Hochmuth, Gertrud Meyer: Streiflichter aus dem Hamburger Widerstand. 1933–1945, S. 423, 430</ref>
  • Minka Heitgres, Ehefrau von Franz Heitgres, schloss sich um 1937 der Gruppe an, wurde am 10. Mai 1943 verhaftet, Anfang Juli 1943 wieder entlassen.<ref>Ursel Hochmuth, Gertrud Meyer: Streiflichter aus dem Hamburger Widerstand. 1933–1945. S. 423, 430</ref>
  • Karl Hellbach (jun.), gehörte zum anfänglichen Stamm der Gruppe, wurde am 11. Mai 1943 verhaftet, er war zu dieser Zeit Soldat auf Fronturlaub.<ref name="Streiflichter/423,431" />
  • Karl Hellbach (sen.), wurde am 11. März 1944 verhaftet nach dem Einsatz des Provokateurs Herbert Lübbers.<ref name="Streiflichter/432" />
  • Magdalene Hellbach, Ehefrau von Karl Hellbach (sen.) und Mutter von Karl Hellbach (jun.). Sie wurde am 11. März 1944 verhaftet nach dem Einsatz des Provokateurs Herbert Lübbers.<ref name="Streiflichter/432" />
  • Wilhelmine Hundert (4. Juli 1887 bis April 1945), ermordet nach der Überführung aus dem KZ Ravensbrück in ein Arbeitskommando nach Oranienburg. Sie war die Patentante von Barbara Dollwetzel und wurde am 16. Juni 1943 mitsamt dieser, deren Mutter und Stiefvater verhaftet.<ref name="Streiflichter/423,431" /><ref name="Buchbesprechung" />

J

  • Ludwig Jörn, schloss sich um 1936 der Gruppe an.<ref name="Streiflichter/423" />

K

  • Max Kristeller, gehörte zum anfänglichen Stamm der Gruppe, wurde am 5. Mai 1943 als angeblicher Anführer der Gruppe der Nichtvorbestraften verhaftet. Er saß 16 Monate im Polizeigefängnis Fuhlsbüttel ein, davon 13 Monate in verschärfter Einzelhaft. Am 7. August 1944 erfolgte seine Deportation in das KZ Auschwitz und wurde dort zum Arbeitsdienst selektiert. Er erlebte die Befreiung im KZ Ebensee.<ref>Ursel Hochmuth, Gertrud Meyer: Streiflichter aus dem Hamburger Widerstand. 1933–1945. S. 423, 430, 432.</ref> Nach dem Krieg eröffnete er in Hamburg die Kunsthandlung Kristeller.

L

  • Ada Löwe, Verlobte von Ernst Hampel, gehörte zum anfänglichen Stamm der Gruppe, wurde am 25. September 1943 im Evakuierungsort Gößweinstein verhaftet. Nach der vorübergehenden Inhaftierung in Fuhlsbüttel wurde sie wie Clara Clasen und Barbara Dollwetzel nach Ravensbrück deportiert und dort im April 1945 von alliierten Kräften befreit.<ref name="Streiflichter/423,431" />
  • Max Löwe, Vater von Ada Löwe (30. Mai 1889 bis 24. November 1944), im KZ Stutthof ermordet. Er wurde am 25. September 1943 im Evakuierungsort Gößweinstein verhaftet. Am 31. Mai 1944 überführte man ihn als Polizeihäftling in das KZ Neuengamme, Ende Juli erfolgte zunächst die Rückführung nach Fuhlsbüttel und am 7. August 1944 die Deportation in das KZ Auschwitz.<ref>Ursel Hochmuth, Gertrud Meyer: Streiflichter aus dem Hamburger Widerstand. 1933–1945. S. 431 f.</ref>

M

  • Luise Muhs, geborene Schönfeld, Tochter von Richard Schönfeld (sen.), wurde am 21. März 1944 verhaftet nach dem Einsatz des Provokateurs Herbert Lübbers.<ref name="Streiflichter/432" />

R

  • Carl Rose, gehörte zum anfänglichen Stamm der Gruppe<ref name="Streiflichter/423" />
  • Elisabeth Rose (8. November 1919 bis 2. Februar 1945), im Strafgefängnis Plötzensee hingerichtet; gehörte zum anfänglichen Stamm der Gruppe, wurde am 3. Juni 1943 verhaftet.<ref name="Streiflichter/423" />

S

  • Richard Schönfeld sen. (4. November 1885 bis 18. Januar 1945), starb als Polizeihäftling im KZ Neuengamme. Er wurde am 28. März 1944 nach dem Einsatz des Provokateurs Herbert Lübbers verhaftet.<ref name="Streiflichter/432" />
  • Richard Schönfeld jun., wurde am 15. Mai 1943 verhaftet.<ref name="Streiflichter/423" />
  • Walter Schönfeld, gehörte zum anfänglichen Stamm der Gruppe und fiel als Soldat im Zweiten Weltkrieg.<ref name="Streiflichter/423" />
  • Adolf Schulz (2. September 1886 bis 14. März 1945), Vater von Erich Schulz und Erika Etter, wurde am 8. März 1944 nach dem Einsatz des Provokateurs Herbert Lübbers verhaftet. Er starb an Haftfolgen in der Untersuchungshaftanstalt Hamburg, nachdem er aus dem KZ Neuengamme dorthin verlegt wurde.<ref name="Streiflichter/432" />
  • Charlotte Schulz, Frau von Adolf Schulz und Mutter von Erich Schulz und Erika Etter, wurde am 21. März 1944 nach dem Einsatz des Provokateurs Herbert Lübbers verhaftet. Sie ist die einzig Überlebende der Familie Schulz-Etter.<ref name="Streiflichter/432" />
  • Erich Schulz (5. August 1920 bis April 1945), Sohn von Charlotte und Adolf Schulz, Bruder von Erika Etter. Er wurde am 28. März 1944 nach dem Einsatz des Provokateurs Herbert Lübbers verhaftet, am 12. April 1945 aus dem Wehrmachtsgefängnis Altona zur Bewährungskompanie Weichsel entlassen und ist dort nach dem 15. April 1945 verschollen.<ref name="Streiflichter/432" />
  • Margarethe Spethmann, Verlobte von Emil Tippmann, wurde am 20. März 1944 verhaftet nach dem Einsatz des Provokateurs Herbert Lübbers.<ref name="Streiflichter/432" />
  • Friedrich Stoltenberg (14. Januar 1895 bis 6. April 1945) wurde am 20. März 1944 verhaftet nach dem Einsatz des Provokateurs Herbert Lübbers. Er starb an Haftfolgen in der Untersuchungshaftanstalt Hamburg, nachdem er aus dem KZ Neuengamme dorthin verlegt wurde.<ref name="Streiflichter/432" />

T

  • Emil Tippmann, Verlobter von Margarethe Spethmann, wurde am 20. März 1944 verhaftet nach dem Einsatz des Provokateurs Herbert Lübbers.<ref name="Streiflichter/432" />

V

  • Senta Vogt, verhaftet nach dem Einsatz des Provokateurs Herbert Lübbers am 7. März 1944.<ref name="Streiflichter/432" />

Literatur

  • Ursel Hochmuth, Gertrud Meyer: Streiflichter aus dem Hamburger Widerstand. 1933–1945. Röderberg-Verlag, Frankfurt 1980, Nachdruck der Ausgabe 1969, ISBN 3-87682-036-7.

Einzelnachweise

<references />