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Perbromsäure

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Struktur von Perbromsäure
Allgemeines
Name Perbromsäure
Andere Namen

Brom(VII)-säure

Summenformel HBrO4
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
PubChem 192513
ChemSpider 167074
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 144,91 g·mol−1
Löslichkeit

löslich in Wasser<ref name="Holleman-Wiberg"/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Als Perbromsäure wird die Sauerstoffsäure des Broms in der Oxidationsstufe +7 mit der Summenformel HBrO4 bezeichnet. Ihre Salze heißen Perbromate.

Darstellung

Das erste Mal wurde Perbromsäure durch den radioaktiven Zerfall eines Selenatsalzes mit radioaktivem 83Se hergestellt:

<math>\mathrm{^{83}SeO_4^{2-}\ \xrightarrow {\beta ^-} \ ^{83}BrO_4^-\ \xrightarrow {\beta ^-} \ ^{83}Kr + 2 \ O_2}</math>

Das durch β-Zerfall entstandene 83BrO4 zerfällt hierbei in einem weiteren β-Zerfall zu Krypton und Sauerstoff.

Im Gegensatz zur Perchlorsäure lässt sich Perbromsäure nicht durch thermische Disproportionierung von Bromsäure erhalten. Sie kann nur durch sehr starke Oxidationsmittel, wie molekulares Fluor oder Xenondifluorid, aus Bromat-haltigen Lösungen hergestellt werden, ebenso durch anodische Oxidation.<ref name="Holleman-Wiberg">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012641-9.</ref>

<math>\mathrm{BrO_3^- + \ F_2 + 2 \ OH^- \longrightarrow \ BrO_4^- + 2 \ F^- + 2 \ H_2O}</math>

Eigenschaften

Bis zu einer Konzentration von 6 mol/l kann Perbromsäure zersetzungsfrei konzentriert werden, es können aber auch höhere Konzentrationen hergestellt werden. Perbromsäure ist ein sehr starkes (Standardpotential für Perbromat → Bromat im Sauren: +1,853 V<ref name="Holleman-Wiberg" />), jedoch in verdünnter Lösung recht träges Oxidationsmittel. So werden in verdünnter Lösung beispielsweise Chloride und Bromide nur sehr langsam oxidiert, während ihre dreimolare Lösung rostfreien Stahl zügig oxidiert.

Perbromsäure ist bis zu einer Konzentration von 6 mol/l selbst bei 100 °C stabil. Höher konzentrierte Lösungen zersetzen sich jedoch schnell zu Bromsäure und Sauerstoff.<ref name="Holleman-Wiberg"/>

Verwendung

Durch Reaktion mit Natriumhydroxid kann Natriumperbromat gewonnen werden.<ref name="Kurt H. Stern">Kurt H. Stern: High Temperature Properties and Thermal Decomposition of Inorganic Salts with Oxyanions. CRC Press, 2000, ISBN 978-1-4200-4234-4, S. 224 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Hypobromige Säure | Bromige Säure | Bromsäure | Perbromsäure Vorlage:Klappleiste/Ende