Hypobromige Säure
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Struktur von Hypobromiger Säure | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Hypobromige Säure | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | HBrO | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
nur in Lösung beständige, schwach dissoziierte Säure<ref name="HoWi"/> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 96,91 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| pKS-Wert |
7,69<ref name="HoWi"/> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
löslich in Wasser<ref name="HoWi"/> | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Als Hypobromige Säure, veraltet auch Unterbromige Säure, wird die Sauerstoffsäure des Broms in der Oxidationsstufe +1 mit der Summenformel HBrO bezeichnet. Sie ist nur in Lösung beständig und kann nicht rein erhalten werden. Ihre Salze und Ester werden als Hypobromite bezeichnet.
Gewinnung und Darstellung
Hypobromige Säure wird durch Disproportionierung von molekularem Brom in Wasser erhalten.
- <math>\mathrm{Br_2 + H_2O \longrightarrow HBrO + HBr}</math>
Um das Gleichgewicht, das auf der linken Seite liegt, in die gewünschte Richtung zu verschieben, wird der entstehende Bromwasserstoff mit einem Überschuss Quecksilber(II)-oxid abgefangen:<ref name="HoWi">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012641-9.</ref>
- <math>\mathrm{2 \ Br_2 + 3 \ HgO + H_2O \longrightarrow HgBr_2 + 2 \ HgO + 2 \ HBrO}</math>
- HgBr2 und HgO bilden zusammen Quecksilberoxidbromid HgBr2·2 HgO.
Die hierbei entstehende Lösung der Hypobromigen Säure lässt sich nur bis zu einem Gehalt von 6 % anreichern.<ref>Eintrag zu Hypobromigsäure. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>
Eigenschaften
Hypobromige Säure bildet, ebenso wir ihre Salze, gelb gefärbte Lösungen von aromatischem Geruch.<ref name="HoWi"/> Die Säure und ihre Salze sind unbeständig und neigen zur Disproportionierung in Bromwasserstoffsäure und Bromsäure beziehungsweise in Bromid und Bromat. Herstellung und Aufbewahrung müssen daher bei 0 °C erfolgen.<ref name="HoWi"/>
- <math>\mathrm{3 \ HBrO \longrightarrow 2 \ HBr + HBrO_3}</math>
Sie ist eine schwache Säure und ein kräftiges Oxidationsmittel. In saurer Lösung beträgt das Normalpotential für das Paar HBrO/Br− +1,34 V.<ref name="HoWi"/>
Verwendung
Aufgrund ihrer oxidierenden Eigenschaft finden Hypobromitlösungen Anwendung als Bleich- und Oxidations- (Alkalihypobromite) und Desinfektionsmittel.<ref name="Eckard Amelingmeier, Michael Berger, Uwe Bergsträßer, Henning Bockhorn, Peter Botschwina">Eckard Amelingmeier, Michael Berger, Uwe Bergsträßer, Henning Bockhorn, Peter Botschwina: RÖMPP Lexikon Chemie, 10. Auflage, 1996-1999. Thieme, 2014, ISBN 978-3-13-199991-7, S. 1864 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Die besten Ergebnisse werden hierbei erzielt, wenn sie in Kombination mit der homologen Hypochlorigen Säure verwendet wird.<ref>Edwin L. Thomas, Paula M. Bozeman, M.Margaret Jefferson, Charles C. King: Oxidation of Bromide by the Human Leukocyte Enzymes Myeloperoxidase and Eosinophil Peroxidase. In: Journal of Biological Chemistry. Band 270, Nr. 7, 1995, S. 2906–2913, doi:10.1074/jbc.270.7.2906.</ref>
Einzelnachweise
<references/>Vorlage:Klappleiste/Anfang Hypobromige Säure | Bromige Säure | Bromsäure | Perbromsäure Vorlage:Klappleiste/Ende
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- Wikipedia:Keine GHS-Gefahrstoffkennzeichnung verfügbar
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- Halogensauerstoffsäure
- Bromverbindung