Pentamethylarsen
| Strukturformel | ||||||||||
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| Strukturformel von Pentamethylarsen | ||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||
| Name | Pentamethylarsen | |||||||||
| Andere Namen |
Pentamethylarsoran | |||||||||
| Summenformel | C5H15As | |||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose Flüssigkeit<ref name="HoWi">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012641-9.</ref> | |||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||
| Molare Masse | 150,1 g·mol−1 | |||||||||
| Schmelzpunkt |
−7 bis −6 °C<ref name="ChemBer">Karl-Heinz Mitschke, Hubert Schmidbaur: Pentamethylarsen. In: Chemische Berichte. 1973, 106, 11, S. 3645–3651.</ref> | |||||||||
| Siedepunkt |
> 100 °C (Zersetzung)<ref name="ChemBer" /> | |||||||||
| Löslichkeit |
gut löslich in Kohlenwasserstoffen und Ethern<ref name="ChemBer" /> | |||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||
Pentamethylarsen oder Pentamethylarsoran ist eine metallorganische Verbindung des Arsens und bei Raumtemperatur eine farblose, giftige Flüssigkeit.
Geschichte
Pentamethylarsen wurde erstmals 1973 von Karl-Heinz Mitschke und Hubert Schmidbaur (Universität Würzburg) synthetisiert.<ref name="ChemBer" />
Gewinnung und Darstellung
Ausgangsstoff für die Synthese von Pentamethylarsen ist Trimethylarsin. Aus diesem wird durch Reaktion mit Chlor Trimethylarsendichlorid gewonnen. Wird dieses mit Methyllithium in Diethylether umgesetzt, entsteht Pentamethylarsen.<ref>Kirk-Othmer Encyclopedia of Chemical Technology. 1. Auflage. Wiley, 2001, ISBN 978-0-471-48494-3, doi:10.1002/0471238961.arsedoak.a01.pub2.</ref>
- <math>\mathrm{Me_3As + Cl_2 \longrightarrow Me_3AsCl_2}</math>
- <math>\mathrm{Me_3AsCl_2 + 2\ MeLi \longrightarrow Me_5As + 2\ LiCl}</math>
Eigenschaften
Pentamethylarsen ist eine farblose, leichtflüchtige Flüssigkeit, die sich ab 100 °C zersetzt. Bei der Zersetzung entstehen Trimethylarsin, Methan und Ethen sowie geringe Mengen Ethan. Die Reaktion erfolgt dabei überwiegend über ein instabiles Ylid, das zu kleineren Molekülen zerfällt.<ref name="ChemBer" />
Die Verbindung ist nur wenig luftempfindlich, reagiert aber mit Wasser, Methanol und Ethanol. Unter Methanabspaltung entstehen dabei Tetramethylarsoniumsalze, entweder Tetramethylarsoniumhydroxid oder entsprechende Alkoholate.
- <math>\mathrm{Me_5As + H_2O \longrightarrow Me_4AsOH + CH_4}</math>
Wie nach dem VSEPR-Modell zu erwarten, ist Pentamethylarsen trigonal-bipyramidal gebaut.<ref>Tim M. Greene, Anthony J. Downs, Colin R. Pulham, Arne Haaland, Hans Peter Verne, Hans Vidar Volden, Tatjana V. Timofeeva: Molecular Structures of Pentamethylarsenic(V) and Trimethyldichloroarsenic(V) by Gas Electron Diffraction and ab Initio Calculations: Molecular Mechanics Calculations on Pentamethylarsenic(V), Pentaphenylarsenic(V), and Related Compounds. In: Organometallics 1998, 17, 24, S. 5287–5293; doi:10.1021/om980520r.</ref>
Einzelnachweise
<references />
Literatur
- Karl-Heinz Mitschke, Hubert Schmidbaur: Pentamethylarsen. In: Chemische Berichte. 1973, 106, 11, S. 3645–3651, doi:10.1002/cber.19731061124.
- Christoph Elschenbroich: Organometallchemie. 6. Auflage, Teubner Wiesbaden, 2008, ISBN 978-3-8351-0167-8, S. 202–203.
- Seiten mit Skriptfehlern
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- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Gehört zu einer als gefährlich eingestuften Stoffgruppe (CLP-Verordnung)
- Giftiger Stoff bei Einatmen
- Giftiger Stoff bei Verschlucken
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
- Wikipedia:P-Sätze fehlen
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Arsenorganische Verbindung
- Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 19
- Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 72
- Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 75
- Alkylverbindung