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Pen & Pixel

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Pen & Pixel ist eine Grafikdesignfirma aus Houston, Texas. Berühmt und berüchtigt wurde sie dadurch, dass sie die Cover zahlreicher Hip-Hop-Alben gestaltete, und so die Optik des Hip-Hops der 1990er mitbestimmten. Das Unternehmen ist eng mit dem verbreiteten Aufkommen der Bling-Bling-Ästhetik verbunden. Das Billboard-Magazin bezeichnete 2000 Pen & Pixel zusammen mit DJ Screw als die beiden Leuchttürme der Houstoner-Hip-Hop-Szene.<ref name="tye">Brad Tyer: Houston: A Hot Spot for Hip Hop, Billboard September 23, 2000 Vol. 112, No. 39 {{#invoke:URIutil|{{#ifeq:1|1|linkISSN|targetISSN}}|0006-2510|0}}{{#ifeq:1|0|[!] }}{{#ifeq:0|1

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}} S. 34</ref> Andere Unternehmen, die ähnlichen Einfluss auf die Hip-Hop-Ästhetik nahmen, waren Phunky Phat Graphics und Street Level Graphics.<ref name="wes66">Alonzo Westbrook: Hip hoptionary: the dictionary of hip-hop terminology Random House Digital, Inc., 2002, ISBN 0767909240, S. 66</ref>

Geschichte

Direktor des 1992 gegründeten Unternehmens sind Aaron Brauch und Shawn Brauch, der vorher Art-Director für das Raplabel Rap-A-Lot war. Pen & Pixel ist insbesondere für Künstler des Dirty South aktiv, zu frühen Kunden gehörten Master P und Tony Draper<ref name="gre"/>, später kamen beispielsweise Lyle Lovett, Selena, Dr. Dre, Three 6 Mafia. Es war offizielles Designstudio von No Limit Records und gestaltete zudem fast alle Veröffentlichungen von Cash Money, Hypnotize Minds und Suave House.<ref name="tye"/> Insgesamt designte Pen & Pixel mehrere tausend CD-Cover, zusammen mit den zahlreichen Imitatoren des Stils dominierte der von Pen & Pixel kreierte Stil die Hip-Hop-Magazine der späten 1990er.<ref name="msj">msjacks: Pen & Pixel: the aesthetic of an era, The Bitter Buffalo, 19. Mai 2010</ref>

Pen & Pixel waren eine der ersten Firmen im Hip Hop, die konsequent Photoshop einsetzten, und dabei alle Möglichkeiten nutzten, die das Programm bot.<ref name="msj"/> Das Spin-Magazin beschrieb den Pen&Pixel-Stil 1997 als computergenerierte Bilder jenseits von Gut und Böse, die sich unter anderem durch die große Zahl verschiedener Motive von ähnlichen Firmen abhob.<ref name="gre">Tony Green: Pixel Visions in: Spin, November 1997 Vol. 13, No. 8 {{#invoke:URIutil|{{#ifeq:1|1|linkISSN|targetISSN}}|0886-3032|0}}{{#ifeq:1|0|[!] }}{{#ifeq:0|1

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}} S. 46</ref> Für den Rolling Stone war das Albumcover für Snoop Doggs Album Da Game Is to Be Sold der Idealtyp eines massenproduzierten Ghetto-object d'art.<ref name="pr">P.R.: Snoop Dogg in: Nathan Brackett, Christian David Hoard (Hg.): The new Rolling Stone album guide, Christian David HoardSimon and Schuster, 2004, ISBN 0743201698, S. 755</ref> Durch die Ausrichtung auf vergleichsweise günstige Computergrafiken nimmt Pen & Pixel besonders für Independent-Firmen eine wichtige Rolle ein.<ref name="gre" />

Das Vibe-Magazin nahm 2005 ein Juvenile-Cover von Pen & Pixel in die Liste von 10 unvergesslichen CD-Covern auf. Insbesondere das im Himmel schwebende Gesicht des Künstlers beeinflusste zahlreiche Cover, die danach kamen.<ref name="lin138">Amy Linden Deep Cover Vibe Juni 2005 Vol. 13, No. 7 {{#invoke:URIutil|{{#ifeq:1|1|linkISSN|targetISSN}}|1070-4701|0}}{{#ifeq:1|0|[!] }}{{#ifeq:0|1

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}} S. 138</ref> Spin nennt als Beispiele einen Lowrider, der auf den Grund eines Sees gesetzt wurde, Rapper neben der Sphinx in Versace-Kleidung neben einem Zuhälter in G-String-Tanga, oder zwei Rapper, die auf dem Mond Domino spielen.<ref name="gre"/> Im Sommer 2001 gestaltete Pen & Pixel eine Cover der Houstoner Rap-Gruppe Inner City Hustlers mit einem Bild des explodierenden World Trade Centers. Nach den Anschlägen vom 11. September brachte ihnen dies den Besuch des FBIs und die Rücknahme aller Cover ein.<ref name="cha56">Jeff Chang: Don't Rock the Casbah Spin, Dezember 2001 Vol. 17, No. 12 {{#invoke:URIutil|{{#ifeq:1|1|linkISSN|targetISSN}}|0886-3032|0}}{{#ifeq:1|0|[!] }}{{#ifeq:0|1

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}} S. 56</ref>

Dem Spin-Magazin nannte das Unternehmen auch seine Grenzen, Ideen die ihnen vorgeschlagen wurden, die sie aber nicht umsetzten, waren eine Schwangere mit Gewehr, rassistische Gewalt, ein Jeep der aus dem Schritt einer Frau fällt, oder gekreuzigte Figuren. Während sie auch keine explodierten Autos von Konkurrenzrappern des Künstlers zeigen wollten, haben ihnen zwei Rapper erfolgreich dieses Motiv untergejubelt.<ref name="ano">Anonym: Five Things Pen & Pixel will not put on an album cover Spin, Dezember 1999 Vol. 15, No. 12 {{#invoke:URIutil|{{#ifeq:1|1|linkISSN|targetISSN}}|0886-3032|0}}{{#ifeq:1|0|[!] }}{{#ifeq:0|1

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}} S. 153</ref> Während Pen & Pixel damit begann, CD-Cover herzustellen, dehnten sie das Programm auf das gesamte Umfeld der Produktion aus: von der Herstellung der eigentlichen CDs, über die Produktion von Werbeflyern, Videos und des Merchandises.<ref name="tye"/>

Weblinks

Anmerkungen

<references />