Zum Inhalt springen

Payr-Zeichen (Angiologie)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Das Payr-Zeichen ist ein klinisches Zeichen einer tiefen Beinvenenthrombose. Es ist nach dem Arzt Erwin Payr (1871–1946) benannt.

Durchführung und Bewertung

Der Untersucher drückt mit den Fingern auf die Fußsohle des betroffenen Beines. Ein plantarer Druckschmerz, insbesondere bei medio-plantaren Druck, kann Ausdruck einer tiefen Beinvenenthrombose sein.

Wie bei anderen klinischen Tests einer tiefen Beinvenenthrombose ist die Spezifität des Payr-Zeichens hoch, die Sensitivität jedoch gering.<ref>Malte Ludwig: Angiologie in Klinik und Praxis. Thieme, 1998, ISBN 3-13-110191-1, S. 187.</ref> Bei Verdacht auf Vorliegen einer Beinvenenthrombose wird diese mit einer farbkodierten Dopplersonografie nachgewiesen oder ausgeschlossen.<ref>{{#if: S2|S2-|}}Leitlinie Diagnostik und Therapie der Venenthrombose und der Lungenembolie{{#if: Deutschen Gesellschaft für Angiologie| der Deutschen Gesellschaft für Angiologie|}}. In: AWMF online {{#if: 2010|(Stand 2010)|}}</ref>

Andere klinische Zeichen einer tiefen Beinvenenthrombose sind das Meyer-Zeichen und das Homans-Zeichen.

Einzelnachweise

<references />