Paul Krüger (Politiker, 1950)
Paul Krüger (* 7. März 1950 in Güstrow)<ref name=":1">Paul Krüger im Munzinger-Archiv, abgerufen am 17. Januar 2023 (Artikelanfang frei abrufbar)</ref> ist ein deutscher Politiker (CDU). Er war von 1993 bis 1994 Bundesminister für Forschung und Technologie sowie von 2001 bis 2015 Oberbürgermeister von Neubrandenburg.
Ausbildung und Beruf
Der Sohn eines Landwirtes und einer Hausfrau absolvierte nach dem Besuch der Polytechnischen Oberschule (POS) in Roggow von 1966 bis 1968 eine Ausbildung zum Dreher in Neubrandenburg. In diesem Beruf war er bis 1969 in Teterow und Warnemünde tätig. 1969 begann er dann ein Maschinenbau-Studium an der Ingenieurhochschule Wismar, welches er 1975 als Diplom-Ingenieur beendete.<ref name=":1" /> Schon seit 1973 war er als Ingenieur tätig, ab 1980 als Gruppenleiter für Organisation und Softwareentwicklung in einem Maschinenbaubetrieb in Neubrandenburg. 1986 erfolgte seine Promotion zum Dr.-Ing.<ref name=":1" /> in Wismar mit der Arbeit Konstruktionstechnologische Fertigungsvorbereitung .<ref name=":0">Paul Krüger. In: bundeskanzler-helmut-kohl.de. Abgerufen am 17. Januar 2023.</ref>
Familie
Paul Krüger ist katholisch, verheiratet und hat zwei Kinder.<ref>MdB: Dr. Paul Krüger. In: das BlogMagazin. 7. September 2009, abgerufen am 17. Januar 2023.</ref>
Partei
Seit 1989 ist er Mitglied der CDU (bis 1990 der DDR).<ref>Paul Krüger - Munzinger Biographie. Abgerufen am 21. April 2026.</ref> 1990 wurde er in den CDU-Kreisvorstand von Neubrandenburg sowie in den CDU-Landesvorstand von Mecklenburg-Vorpommern gewählt.<ref>33 Jahre Deutsche Einheit 15. Scheidegger Friedenspreis Dienstag, 3. Oktober 2023 um 19:00 Uhr im Kurhaus Scheidegg. In: Scheidegg Scheffau. Abgerufen am 21. April 2026.</ref> Von 2003 bis zu seinem Rückzug 2017 war Krüger stellvertretender Landesvorsitzender seiner Partei in Mecklenburg-Vorpommern.<ref name=":0" />
Abgeordneter
Krüger war von März bis Oktober 1990 für den Wahlkreis 11 (Neubrandenburg) Mitglied der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR. Hier war er Mitglied im Präsidium sowie Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/DA-Fraktion.<ref>Protokolle der CDU/DA-Fraktion in der Volkskammer der DDR (März – September 1990). 11. März 2025, abgerufen am 21. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 3. Oktober 1990 wurde er dann Mitglied des Deutschen Bundestages, dem er bis zur Niederlegung seines Mandates am 14. August 2001 angehörte. Im Bundestag war er von März bis Mai 1993 Vorsitzender der Arbeitsgruppe Treuhandanstalt.<ref name=":0" /> Von 1994 bis 1998 war er stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion<ref>Paul Krüger. In: Der Spiegel. Nr. 52, 1994 (online).</ref> und von 1998 bis 2001 Vorsitzender des Ausschusses für die Angelegenheiten der Neuen Länder.
Paul Krüger ist 1998 über die Landesliste Mecklenburg-Vorpommern und davor stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Neubrandenburg – Altentreptow – Waren – Röbel in den Deutschen Bundestag eingezogen.
Öffentliche Ämter
Am 13. Mai 1993 wurde Paul Krüger vom damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl als Bundesminister für Forschung und Technologie in die Bundesregierung berufen.<ref name=":0" /><ref>Gigant in Fesseln. In: Der Spiegel. Nr. 50, 1994 (online).</ref> Nach der Bundestagswahl 1994 wurde sein Ministerium jedoch mit dem Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft zum Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie zusammengelegt und dessen Leitung Jürgen Rüttgers übertragen.<ref>Bundesministerium für Forschung und Technologie (Bestand). In: archivportal-d.de. Abgerufen am 17. Januar 2023.</ref> Krüger schied daher am 17. November 1994 aus der Bundesregierung aus.
2001 trat Krüger als Vorschlag der CDU zur Oberbürgermeisterwahl der Stadt Neubrandenburg an. In der Hauptwahl erreichte er 47,7 Prozent der Stimmen.<ref>CDU erzielt Achtungserfolge. In: Die Welt. 24. April 2001, abgerufen am 17. Januar 2023.</ref> Die folgende Stichwahl am 6. Mai 2001 gewann er gegen den PDS-Kandidaten Torsten Koplin mit 65,3 Prozent der Stimmen<ref>Wahl des Oberbürgermeisters in der kreisfreien Stadt Neubrandenburg 2001. In: Stadt Neubrandenburg. Abgerufen am 21. April 2026.</ref> und wurde erster direkt gewählter Oberbürgermeister Neubrandenburgs.<ref name=":0" /> Bei der Oberbürgermeisterwahl 2008 wurde er in seinem Amt bestätigt; in der Hauptwahl am 18. Mai 2008 erzielte er als Erstplatzierter 26,8 Prozent der Stimmen, bei der Stichwahl am 1. Juni 2008 setzte er sich gegen den Einzelbewerber Hans-Joachim Schröder mit 52,3 Prozent der Stimmen durch.<ref>Wahl des Oberbürgermeisters in der kreisfreien Stadt Neubrandenburg 2008. In: Landesamt für innere Verwaltung. Abgerufen am 28. April 2026.</ref> Im März 2015 trat er mit Erreichen des 65. Lebensjahres in den Ruhestand.<ref>Dr. Paul Krüger gratuliert Silvio Witt. In: Stadtanzeiger. 25. März 2015, abgerufen am 28. April 2026.</ref>
Kabinette
Ehrungen
Paul Krüger wurde mit dem Bundesverdienstkreuz I. Klasse geehrt.
Weblinks
- Lebenslauf bei der CDU Neubrandenburg
- Biografie beim Deutschen Bundestag
- Literatur über Paul Krüger in der Landesbibliographie MV
- Biografie von Paul Krüger. In: Wilhelm H. Schröder: Die Abgeordneten der 10. Volkskammer der DDR (Volkparl)
Einzelnachweise
<references />
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Franz Josef Strauß (CSU, 1955–1956) | Siegfried Balke (CSU, 1956–1962) | Hans Lenz (FDP, 1962–1965) | Gerhard Stoltenberg (CDU, 1965–1969) | Horst Ehmke (SPD, 1972–1974) | Hans Matthöfer (SPD, 1974–1978) | Volker Hauff (SPD, 1978–1980) | Andreas von Bülow (SPD, 1980–1982) | Heinz Riesenhuber (CDU, 1982–1993) | Matthias Wissmann (CDU, 1993) | Paul Krüger (CDU, 1993–1994) | Jürgen Rüttgers (CDU, 1994–1998) | Edelgard Bulmahn (SPD, 1998–2005) | Annette Schavan (CDU, 2005–2013) | Johanna Wanka (CDU, 2013–2018) | Anja Karliczek (CDU, 2018–2021) | Bettina Stark-Watzinger (FDP, 2021–2024) | Cem Özdemir (Grüne, 2024–2025) | Dorothee Bär (CSU, seit 2025) Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
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Helmut Kohl (CDU) | Hans-Dietrich Genscher (FDP) | Jürgen Möllemann (FDP) | Klaus Kinkel (FDP) | Wolfgang Schäuble (CDU) | Rudolf Seiters (CDU) | Manfred Kanther (CDU) | Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) | Theo Waigel (CSU) | Günter Rexrodt (FDP) | Ignaz Kiechle (CSU) | Jochen Borchert (CDU) | Norbert Blüm (CDU) | Gerhard Stoltenberg (CDU) | Volker Rühe (CDU) | Hannelore Rönsch (CDU) | Angela Merkel (CDU) | Gerda Hasselfeldt (CSU) | Horst Seehofer (CSU) | Günther Krause (CDU) | Matthias Wissmann (CDU) | Klaus Töpfer (CDU) | Christian Schwarz-Schilling (CDU) | Wolfgang Bötsch (CSU) | Irmgard Adam-Schwaetzer (FDP) | Heinz Riesenhuber (CDU) | Paul Krüger (CDU) | Rainer Ortleb (FDP) | Karl-Hans Laermann (FDP) | Carl-Dieter Spranger (CSU) | Friedrich Bohl (CDU)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Krüger, Paul |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (DA, CDU), MdV, MdB und Bundesforschungsminister |
| GEBURTSDATUM | 7. März 1950 |
| GEBURTSORT | Güstrow |
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- Forschungsminister (Bundesrepublik Deutschland)
- Abgeordneter der Volkskammer
- Bundestagsabgeordneter (Mecklenburg-Vorpommern)
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- CDU-Mitglied
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