Paul Berthold (Politiker)
Ernst Hugo Paul Berthold (* 30. Juni 1855 in Berlin-Spandau; † 29. August 1917 in Blumenthal) war preußischer Landrat. Sein Wirken galt der Sozialpolitik.
Biografie
Berthold war der Sohn des Generalarztes Dr. Hugo Berthold (1824–1888)<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> und dessen Ehefrau Elisabeth.<ref name=":0" />
Er wuchs in Magdeburg und Hannover auf und legte dort die Reifeprüfung am Rats-Gymnasium ab. Seit Januar 1873 studierte er Jura und Volkswirtschaft, zunächst an der Georg-August-Universität Göttingen<ref name=":1">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>, vom Sommersemester 1874 bis Ende des Wintersemesters 1874/75 an der Universität Heidelberg<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> und anschließend wieder an der Georgia-Augusta in Göttingen.<ref name=":1" /> Die Prüfung legte er im Frühjahr 1876 am Oberlandesgericht Celle ab und wurde an Gerichten und Hannover und Harburg als Referendar beschäftigt. Danach bestand er 1881 in Berlin die Verwaltungsprüfung.
Nach einigen Stationen in der preußischen Verwaltung als Regierungs-Assessor – zunächst bei der Landdrostei Aurich,<ref>Handbuch über den kgl. Preußischen Hof und Staat für 1882/83, S. 449.</ref> dann bei der Regierung Merseburg<ref>Handbuch über den kgl. Preußischen Hof und Staat für 1883/84, S. 378.</ref> – übernahm er Ende Juni 1884 zunächst als Verwalter der erledigten Amtshauptmannstelle<ref>Amtsblatt der kgl. Regierung Merseburg 1884, Nr. 31 (02.08.1884), S. 294.</ref>, im Jahr 1885 nach Einführung der preußischen Landkreisverfassung in der seit 1866 preußischen Provinz Hannover das Amt des Landrats des neu eingerichteten Landkreises Blumenthal. Mit dieser Stellung war auch das Amt des Strandhauptmanns und Strandvogts für das Weserufer im Landkreis und die Mitgliedschaft im hannoverschen Provinzialausschuss verbunden. Berthold sorgte für den Aufbau von Verwaltungen in den zugehörigen Gemeinden. Er betreute die Bauern bei der Urbarmachung von Ödland und beim Schutz ihrer Außerdeichsländereien.
Durch das Wachstum einiger ortsansässiger Unternehmen (u. a. die Bremer Woll-Kämmerei) und die Nachbarschaft zur Bremer Vulcan stieg die Bevölkerungszahl im Kreis Blumenthal. Die dadurch hervorgerufenen Probleme ging er umfassend an. Er förderte die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse, gründete das dortige Kreiskrankenhaus (das spätere Klinikum Bremen-Nord)<ref>Homepage Klinikum Bremen-Nord, Seite 43 des PDF-Dokuments</ref> und den Spar- und Bauverein Blumenthal<ref>Paul Berthold: Der Spar- und Bauverein zu Blumenthal bei Bremen. Hannover: König & Ebhardt 1897.</ref> (heute Teil der Gewosie).<ref>Homepage der GEWOSIE: Unsere Genossenschaft - Geschichte</ref> Er erhielt trotz aller Besiedlungspläne den Forst Löh als Erholungsgebiet für die Bevölkerung.
Der Verband der Baugenossenschaften Deutschlands, von ihm mitbegründet, machte ihn zu seinem Vorsitzenden.
Bertholds Grab befand sich auf dem Blumenthaler Friedhof.<ref>Marie Pauline Thorbecke: Jugend in Haus Blomendal. Hg. vom Heimatverein Blumenthal. Bremen: als Ms. gedruckt [Friedrich Pörtner] 1954, S. 6.</ref>
Familie
Berthold heiratete 1881 in Berlin Anna Bock, Tochter des Generalmajors Eugen Bock.<ref name=":0">Universität zu Köln, Historisches Archiv: Zugang 17/II/2770 (Heiratsanzeige mit Herkunftsnachweisen von Marie Pauline Thorbecke geb. Berthold in der Personalakte Franz Thorbecke).</ref> Aus der Ehe stammen drei Kinder: Marie Pauline (1882–1971), verheiratet mit dem Geographen Franz Thorbecke; Hans-Hermann (* 1884), Marineoffizier und Marineflieger und Editha Marie Elisabeth (1887–1985), verheiratet mit dem Landrat und Abgeordneten Karl von Buchta.
Ehrungen
- Kaiser Wilhelm II verlieh ihm 1905 für sozialpolitische Verdienste den Wilhelm-Orden.
- Im Vegesacker Ortsteil Fähr-Lobbendorf wurde die Berthold-Straße nach ihm benannt.
- In Lüssum-Bockhorn ist die Landrat-Berthold-Straße nach ihm benannt.
- Die Bertholdshöhe trägt seinen Namen.
- 1961 wurde von der GEWOSIE für ihn ein Gedenkstein auf die Bahrsplate gestellt.
Literatur
- Diedrich Steilen: Paul Berthold, in: Otto Heinrich May (Hrsg.): Niedersächsische Lebensbilder, Bd. V. Hannover 1962, S. 53–62.
- Wilhelm Lührs: Berthold, Ernst Hugo Paul. In: Historische Gesellschaft Bremen, Staatsarchiv Bremen (Hrsg.): Bremische Biographie 1912–1962. Hauschild, Bremen 1969, S. 38 (Sp. 1) bis S. 39 (Sp. 1).
- Marie-Pauline Thorbecke: Jugend in Haus Blomendal. Hg. vom Heimatverein Blumenthal. Als Ms. gedruckt. Bremen: [Friedrich Pörtner] 1954.
Einzelnachweise
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- Landrat (Provinz Hannover)
- Person (Genossenschaftswesen)
- Person (Blumenthal, Bremen)
- Deutscher
- Geboren 1855
- Gestorben 1917
- Mann
- Träger des Wilhelm-Ordens