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Paul Außerleitner

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Paul Außerleitner Vorlage:SportPicto
Nation Deutsches Reich NSDatei:Flag of the German Reich (1935–1945).svg Deutsches Reich
Osterreich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Österreich
Geburtstag 3. Februar 1925
Geburtsort Krasnitz, Steiermark<ref name="Fußnote">Sämtliche historischen Zeitungsberichte nennen Krasnitz in der Steiermark. Es ist nicht genau bekannt, welcher Ort hiermit gemeint ist. Bekannte Ortschaften in der Steiermark mit ähnlicher Schreibweise wären Graßnitz oder Graschnitz. Andere Ortschaften wie Grasnitz, Krasnitz oder Kraßnitz existieren, liegen jedoch allesamt nicht in der Steiermark.</ref>, Österreich
Sterbedatum 10. Jänner 1952
Sterbeort St. Johann im PongauÖsterreich
Karriere
Verein SC Bischofshofen
Nationalkader seit 1942
Karriereende 1952
Medaillenspiegel
Nationale Medaillen 1 × Goldmedaille 0 × [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: 0 × Bronzemedaille
 Österreichische Meisterschaften
Gold 1949 Villach Einzel
 

Paul Außerleitner (* 3. Februar 1925<ref name=":0">Sportler, Trainer und FIS-Funktionäre des SCB - Skiclub Bischofshofen. 2. August 2022, abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref> in Krasnitz, Steiermark;<ref name="Fußnote"/><ref name="IBN, 11.01.1952">Paul Außerleitner verstorben. In: Innsbrucker Nachrichten, 11. Jänner 1952, S. 5 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/ibn</ref> † 10. Jänner<ref name="TNA, 11.01.1952">Paul Außerleitner †. In: Tiroler Nachrichten / Tiroler Nachrichten. Tagblatt der österreichischen Volkspartei, 11. Jänner 1952, S. 5 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/tna</ref> – des Öfteren wird fälschlicherweise auch der 9. Jänner genannt<ref name=":0" /> – 1952 in St. Johann im Pongau) war ein österreichischer Skispringer. Er gilt als einer der Pioniere des Skispringens in Österreich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Leben, Karriere und Tod

Paul Außerleitner wurde am 3. Februar 1925 in Krasnitz<ref name="Fußnote"/> in der Steiermark geboren und kam bereits in frühester Jugend – laut anderen Quellen im Alter von zehn Jahren mit seinen Eltern<ref name="IBN, 11.01.1952"/> – nach Mühlbach am Hochkönig.<ref name="WKU, 11.01.1952"/> Bis zu seinem frühen Ableben lebte er in Mühlbach am Hochkönig,<ref name="DKV, 11.01.1952">Paul Außerleitner gestorben. In: Das kleine Volksblatt, 11. Jänner 1952, S. 13 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/dkv</ref> war jedoch vorwiegend in Bischofshofen tätig, wo sich auch sein Skiklub befand. Ab dem Jahr 1946 wirkte er als Krankenkassenkontrollor in Bischofshofen.<ref name="DKV, 11.01.1952"/>

Mit zehn Jahren begann er mit dem Skifahren und versuchte sich ebenso früh mit dem Springen, auf das er sich bald fokussierte.<ref name="DKV, 11.01.1952"/> Der gelernte Schlosser zählte zu den besten Freunden sowie zu einem Schüler von Sepp Bradl, der ebenfalls aus Mühlbach stammt.<ref name="WKU, 11.01.1952">Zum Tode Paul Außerleitners – Oesterreich verlor großen Skisportler. In: Wiener Kurier. Herausgegeben von den amerikanischen Streitkräften für die Wiener Bevölkerung, 11. Jänner 1952, S. 5 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wku (Achtung: Einige Tippfehler im Artikel.)</ref><ref name="IBN, 11.01.1952"/><ref name="DKV, 11.01.1952"/>

1942 gewann Außerleitner den deutschen Jugendmeistertitel im Skispringen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte er zum Österreichischen Nationalkader. 1948 wurde er in Radstadt Salzburger Landesmeister und zählte ab diesem Jahr zur österreichischen Spitzenklasse,<ref name="SAN, 11.01.1952">Paul Außerleitner †. In: Salzburger Nachrichten. Herausgegeben von den amerikanischen Streitkräften für die österreichische Bevölkerung / Salzburger Nachrichten. Unabhängige demokratische Tageszeitung, 11. Jänner 1952, S. 8 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/san</ref> bevor er 1949 ASKÖ-Bundesmeister auf der Bergiselschanze in Innsbruck.<ref name="WKU, 11.01.1952"/><ref name="IBN, 11.01.1952"/> Im selben Jahr gewann er zudem den österreichischen Staatsmeistertitel im Sprunglauf in Villach.<ref name="WKU, 11.01.1952"/><ref name="IBN, 11.01.1952"/> Aufgrund einer Knöchelverletzung fiel er Anfang der 1950er-Jahre über einen längeren Zeitraum aus.<ref name="DKV, 11.01.1952"/><ref name="WKU, 11.01.1952"/>

Neben seinen sportlichen Aktivitäten setzte er sich in Bischofshofen auch nachhaltig als Organisator und Betreuer für die Wiederbelebung des Skispringens ein. Außerdem war der als klein und blond beschriebene Außerleitner zuletzt als Jugendtrainer der Salzburger Springer tätig.<ref name="SAN, 11.01.1952"/>

Außerleitner verletzte sich am 5. Jänner 1952 im Training für das Dreikönigsspringen schwer; er erlitt eine Halsverrenkung und verlor sofort das Bewusstsein.<ref name="TNA, 08.01.1952">Außerleitner nicht mehr in Lebensgefahr. In: Tiroler Nachrichten / Tiroler Nachrichten. Tagblatt der österreichischen Volkspartei, 8. Jänner 1952, S. 5 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/tna</ref> In der Folge schwebte er mehrere Stunden in Lebensgefahr und erhielt zahlreiche Bluttransfusionen – dem Aufruf zur Blutspende kamen zahlreiche Bischofshofener Sportler nach.<ref name="TNA, 08.01.1952"/><ref name="SAN, 08.01.1952">Außerleitner außer Lebensgefahr. In: Salzburger Nachrichten. Herausgegeben von den amerikanischen Streitkräften für die österreichische Bevölkerung / Salzburger Nachrichten. Unabhängige demokratische Tageszeitung, 8. Jänner 1952, S. 8 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/san</ref><ref name="AZE, 08.01.1952">Artikel in: Arbeiter-Zeitung, 8. Jänner 1952, S. 8 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze</ref> Am 8. Jänner 1952 berichteten die österreichischen Medien, dass keine akute Lebensgefahr mehr bestehe und Außerleitner wieder bei Bewusstsein sei.<ref name="TNA, 08.01.1952"/><ref name="SAN, 08.01.1952"/><ref name="AZE, 08.01.1952"/> Zu dieser Zeit wurde jedoch bereits über eine mögliche zukünftige Lähmung berichtet, da Außerleitner Lähmungserscheinungen infolge einer Rückenmarksverletzung zeigte.<ref name="TNA, 08.01.1952"/><ref name="AZE, 08.01.1952"/><ref>Bleibt Paul Außerleitner gelähmt?. In: Das kleine Volksblatt, 9. Jänner 1952, S. 14 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/dkv</ref> Wenig später verschlechterte sich der Zustand Außerleitners, bei dem auch ein Bruch der Wirbelsäule diagnostiziert worden war,<ref>Skispringer Außerleitner gestorben. In: Weltpresse. Unabhängige Nachrichten und Stimmen aus aller Welt / Weltpresse, 10. Jänner 1952, S. 9 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/dwp</ref> weiter,<ref>Außerleitner noch nicht außer Gefahr. In: Das kleine Volksblatt, 10. Jänner 1952, S. 12 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/dkv</ref> sodass er am 10. Jänner 1952 gegen 2 Uhr früh im Alter von 26 Jahren im Krankenhaus von St. Johann im Pongau<ref name="SAN, 11.01.1952"/> an den Folgen des Sturzes starb.<ref name="TNA, 11.01.1952"/>

Ihm zu Ehren wurde nur zwei Tage nach seinem Tod die Hochkönigschanze in Bischofshofen, auf der seit 1953 jedes Jahr das Finale der Vierschanzentournee stattfindet, in Paul-Außerleitner-Schanze umbenannt.<ref name="SAN, 14.01.1952">Ski-Salzburg nahm Abschied. In: Salzburger Nachrichten. Herausgegeben von den amerikanischen Streitkräften für die österreichische Bevölkerung / Salzburger Nachrichten. Unabhängige demokratische Tageszeitung, 14. Jänner 1952, S. 5 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/san</ref> Am selben Tag fand in Mühlbach am Hochkönig im Beisein hunderter Trauergäste die Beerdigung Außerleitners statt.<ref name="DKV, 11.01.1952"/><ref>Außerleitners letzter Weg. In: Salzburger Nachrichten. Herausgegeben von den amerikanischen Streitkräften für die österreichische Bevölkerung / Salzburger Nachrichten. Unabhängige demokratische Tageszeitung, 12. Jänner 1952, S. 6 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/san</ref><ref name="SAN, 14.01.1952"/> Der Sarg war mit einer schwarzen Fahne mit einem weißen „B“, der Klubfahne Außerleitners, bedeckt.<ref name="SAN, 14.01.1952"/> Als Sargträger fungierte die Salzburger Sprunglaufelite rund um Sepp Bradl, Gregor Höll, Kurt Krauseder, Albin Plank, Walter Pöllmann und Alois Riegler.<ref name="SAN, 14.01.1952"/>

Beim anschließenden Springen am Bergisel am 13. Jänner 1952 wurde für Außerleitner, der nach Bradl als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für die Olympischen Winterspielen 1952 in Oslo gewertet wurde, eine Trauerminute abgehalten.<ref>Trauer um Außerleitner. In: Weltpresse. Unabhängige Nachrichten und Stimmen aus aller Welt / Weltpresse, 11. Jänner 1952, S. 5 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/dwp</ref>

Fußnoten & Einzelnachweise

<references />