Passionsblumengewächse
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| Passionsblumengewächse | ||||||||||||
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| Datei:Passif foetid 070407 4102 plrtu.jpg | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Passifloraceae | ||||||||||||
| Juss. ex Roussel |
Die Passionsblumengewächse (Passifloraceae) sind eine Pflanzenfamilie innerhalb der Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). Zur Familie der Passionsblumengewächse (Passifloraceae) gehören seit 2009 auch die Gattungen der ehemaligen Familien der Malesherbiaceae und Turneraceae. Die Familie Passifloraceae s. l. ist weltweit in den Tropen und Subtropen verbreitet, mit Schwerpunkten in Afrika und der Neotropis, wenige Arten kommen in den gemäßigten Gebieten vor.<ref name="APWebsite" />
Beschreibung
Nach molekulargenetischen Daten wurde der Umfang der Familie Passifloraceae erweitert. Morphologisch unterscheiden sich die Unterfamilien stark, ihre Merkmale siehe dort Malesherbioideae, Passifloroideae, Turneroideae.
Vegetative Merkmale
Die Arten der Familie Passifloraceae s. l. können krautige oder verholzende Pflanzen sein. Die Pflanzenteile vieler Arten riechen unangenehm. Bei vielen Arten sind Kolleteren (drüsige Emergenzen) und extraflorale Nektarien vorhanden.<ref name="APWebsite" />
Die wechselständig und spiralig angeordneten Laubblätter sind oft in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Oft sind auf den Laubblättern Drüsen vorhanden. Die Spaltöffnungen (Stomata) sind paracytisch.<ref name="APWebsite" />
Generative Merkmale
Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch mit doppelter Blütenhülle. Kelch- und Kronblätter sind zu einer Röhre verwachsen. Die Narben sind trocken.<ref name="APWebsite" />
Der Samenmantel ist gefurcht. Das haltbare Endosperm ist ölhaltig.<ref name="APWebsite" />
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = meist 7, selten 5.<ref name="APWebsite" />
Nutzung
Von einigen Arten der Unterfamilie Passifloroideae werden die Beeren gegessen oder Saft daraus gewonnen (Passionsfrucht/Maracuja, Grenadille, Barbadine, Curuba).
Systematik
Die Familie Passifloraceae wurde unter dem Namen „Passifloreae“ 1806 von Antoine Laurent de Jussieu in Henri François Anne de Roussel: Flore du Calvados, 2. Auflage, 2, Seite 334 erstveröffentlicht<ref name="Tropicos" /> und der Name Passifloraceae von Antoine Laurent de Jussieu in Karl Sigismund Kunth: Nova genera et species plantarum quas in peregrinatione ad plagam aequinoctialem orbis novi collegerunt Bonpland et Humboldt erst 1817. Typusgattung ist Passiflora <templatestyles src="Person/styles.css" />L.<ref name="Tropicos" />
Die Verwandtschaft der Familien Malesherbiaceae, Turneraceae und Passifloraceae s. str. wurden kontrovers diskutiert. Bei APG III erfolgte 2009 die Eingliederung der Gattungen der ehemaligen Familien der Malesherbiaceae und Turneraceae in die Familie der Passifloraceae s. l. Auch in Veröffentlichungen im Jahr 2009 und danach blieben in konservativen Werken, diese drei Familien getrennt.<ref name="APGIII" /> Der Umfang Familie Passifloraceae s. l. mit den Arten der ehemaligen Familien Malesherbiaceae sowie Turneraceae und die Stellung innerhalb der Ordnung der Malpighiales wurde 2016 durch die Angiosperm Phylogeny Group in APG IV bestätigt.<ref name="APGIV" /><ref name="APWebsite" /> Synonyme für Passifloraceae <templatestyles src="Person/styles.css" />Juss. ex Roussel nom. cons. sind seit 2009: Malesherbiaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />D.Don, Modeccaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />Horan., Paropsiaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />Dumort., Piriquetaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />Martynov, Smeathmanniaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />Perleb, Turneraceae <templatestyles src="Person/styles.css" />Kunth ex DC.<ref name="APWebsite" />
Die Familie Passifloraceae s. l. ist seit 2009 in drei Unterfamilien<ref name="APGIII" /> mit insgesamt etwa 27 Gattungen gegliedert:<ref name="GRIN" />
- Unterfamilie Malesherbioideae <templatestyles src="Person/styles.css" />Burnett (Syn.: Malesherbiaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />D.Don): Sie enthält nur eine Gattung (siehe Hauptartikel):<ref name="APWebsite" />
- Malesherbia <templatestyles src="Person/styles.css" />Ruiz & Pav. (Syn.: Gynopleura <templatestyles src="Person/styles.css" />Cav.): Die 24 bis 27 Arten sind in Südamerika nur in den Anden verbreitet.
- Unterfamilie Passifloroideae <templatestyles src="Person/styles.css" />Burnett: Sie ist in zwei Tribus gegliedert und enthält insgesamt 16 Gattungen mit etwa 705 Arten (siehe Hauptartikel).<ref name="DELTA" /><ref name="Neotropikey" /><ref name="APWebsite" />
- Unterfamilie Turneroideae <templatestyles src="Person/styles.css" />Eaton (Syn.: Piriquetaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />Martynov, Turneraceae <templatestyles src="Person/styles.css" />DC.): Sie enthält etwa zehn Gattungen mit über 200 Arten. Die meisten Arten kommen in der Neuen Welt vor, aber die größte Vielfalt an Gattungen gibt es in der Alten Welt (siehe Hauptartikel).<ref name="Thulin2012" /><ref name="APWebsite" />
Quellen
- Die Familie der Passifloraceae s. l. bei der APWebsite. (Abschnitte Beschreibung und Systematik)
Einzelnachweise
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Passifloraceae bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="APGIII"> An update of the Angiosperm Phylogeny Group classification for the orders and families of flowering plants: APG III, in Botanical Journal of the Linnean Society, 2009, S. 105–121. </ref> <ref name="APGIV"> The Angiosperm Phylogeny Group: An update of the Angiosperm Phylogeny Group classification for the orders and families of flowering plants: APG IV. In: Botanical Journal of the Linnean Society, Volume 181, 2016, S. 1–20. doi:10.1111/boj.12385 </ref> <ref name="APWebsite"> Die Familie der Passifloraceae s. l. bei der APWebsite. letzter Zugriff am 18. August 2018 </ref> <ref name="DELTA"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Beschreibung der Familie der Passifloraceae s. str. ( des Vorlage:IconExternal vom 14. März 2005 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. bei <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />DELTA von L. Watson & M. J. Dallwitz noch im alten Umfang. ( des Vorlage:IconExternal vom 21. Juni 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (Abschnitt Beschreibung der Familie im alten Umfang)</ref> <ref name="Neotropikey"> T. Nunes, 2009: Neotropical Passifloraceae. In: W. Milliken, B. Klitgård, A. Baracat: Neotropikey - Interactive key and information resources for flowering plants of the Neotropics. (Abschnitt Beschreibung der Familie im alten Umfang) </ref> <ref name="Thulin2012"> Mats Thulin, Sylvain G. Razafimandimbison, Paul Chafe, Nahid Heidari, Anneleen Kool, Joel S. Shore: Phylogeny of the Turneraceae clade (Passifloraceae s.l.): Trans-Atlantic disjunctions and two new genera in Africa. In: Taxon, Volume 61, Issue 2, 2012, S. 308–323. Volltext-PDF. </ref> </references>
Weblinks
- Passifloraceae bei Tropicos.org. In: Flora Mesoamericana. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
- Passifloraceae bei Tropicos.org. In: Flora de Nicaragua. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
- Passifloraceae bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
- Passifloraceae bei Tropicos.org. In: Catalogue of the Vascular Plants of Madagascar. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
Weiterführende Literatur
- Robert Hegnauer: Chemotaxonomie der Pflanzen – Eine Übersicht über die Verbreitung und die systematische Bedeutung der Pflanzenstoffe, Basel 1969, ISBN 978-3-0348-9391-6. doi:10.1007/978-3-0348-7985-9 Passifloraceae s. str. auf S. 293–298 und Malesherbiaceae auf S. 22–23.