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Partia për Drejtësi, Integrim dhe Unitet

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Vorlage:Infobox Politische Partei Die Partia për Drejtësi, Integrim dhe Unitet (albanisch für „Partei für Gerechtigkeit, Integration und Einheit“; Akronym: PDIU) ist eine politische Partei in Albanien. Sie beansprucht für sich, die Interessenvertreterin der Çamen zu sein. Bei den Çamen handelt es sich um eine albanischsprachige Volksgruppe, die ursprünglich im heute griechischen Teil von Epirus beheimatet war. Die meisten Çamen wurden zwischen 1913 und 1945 aus ihrer angestammten Heimat nach Albanien vertrieben.

Geschichte

2005 wurde die Partia për Drejtësi dhe Integrim (PDI) gegründet, die sich für die Integration der Vertriebenen in die albanische Gesamtgesellschaft und für die Pflege ihrer Volkskultur im heutigen Albanien einsetzte. Sie forderte, dass der in Griechenland enteignete Grundbesitz der Çamen zurückgegeben oder entschädigt wird. Die PDI versucht, die albanische Außenpolitik dahingehend zu beeinflussen. Vorsitzender der PDI war bis 2011 Tahir Muhedini.

Im Mai 2009 schloss sich die PDI dem rechten Wahlbündnis unter Führung der Demokraten an, da Ministerpräsident Sali Berisha erklärte, er unterstütze die çamischen Entschädigungsansprüche gegenüber Griechenland. Bei den Wahlen im Juni desselben Jahres erlangte die PDI ein Mandat.

Am 17. Februar 2011 fusionierten in der Hauptstadt Tirana die Partia për Drejtësi dhe Integrim und die Partia për Drejtësi dhe Unitet zur Partia për Drejtësi, Integrim dhe Unitet.<ref>Bashkohen PDU dhe PDI, krijohet Partia Drejtësi, Integrim dhe Unitet (PDU und PDI vereinigen sich zur PDIU). unitedalbania.info, 17. Februar 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. September 2012; abgerufen am 13. April 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Beide Parteien waren in ihrer Ideologie ziemlich ähnlich und waren eigenen Angaben zufolge Interessenvertreterinnen der Çamen. Die PDIU setzt die Politik der beiden vormals einzelnen Parteien nun fort. Mit der Fusion ist Shpëtim Idrizi zum Vorsitzenden geworden.

Aktuelle Vertretungen

Bei den Parlamentswahlen von 2013 war die PDIU Teil des rechts gerichteten Parteienbündnisses Allianz für Arbeit, Wohlfahrt und Integration (Aleanca për Punësim, Mirëqenie dhe Integrim) unter Führung der Demokratischen Partei. Die PDIU gewann vier Sitze. Während der Legislaturperiode haben die vier PDIU-Abgeordneten im Frühjahr 2015 die Opposition verlassen und sich der Regierungskoalition aus PS und LSI angeschlossen.<ref>Shqiptarja.com – PDIU braktis PD, Rama-Idrizi firmosin për bashkëqeverisje. In: Shqiptarja.com. 30. März 2015, abgerufen am 3. Mai 2016 (albanisch).</ref> Parteichef Idrizi ist in der Folge zum stellvertretenden Parlamentspräsidenten gewählt worden.<ref>Shpëtim Idrizi zgjidhet zv/kryetar i Kuvendit. In: TV Klan. 21. Mai 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 14. Mai 2016; abgerufen am 4. Mai 2016 (albanisch).</ref>

Bei den Lokalwahlen im Juni 2015 ist die PDIU zusammen mit den Regierungsparteien in einem Wahlbündnis angetreten.<ref>PS dhe PDIU bashkë në zgjedhjet lokale të Shqipërisë. 30. März 2015, abgerufen am 4. Mai 2016 (albanisch).</ref> Etwas Aufsehen erregte die PDIU nach der Wahl zur Gemeindeversammlung der Hauptstadt Tirana. Mit der Vertreterin Albina Nanaj sitzt zum ersten Mal eine verschleierte Frau in einer albanischen Stadtversammlung.<ref>Albina Nanaj, gruaja e parë e mbuluar në këshillin bashkiak të Tiranës – Te Sheshi. In: Te Sheshi. 25. Juni 2015, abgerufen am 3. Mai 2016 (albanisch).</ref>

Politische Positionen

Nationale Fragen

Wichtigstes Ziel der Partei bleibt die Klärung nationaler Fragen der Albaner. Einerseits setzt sich die PDIU sehr stark für die Rechte der Albaner außerhalb der Staatsgrenzen ein. Für die Albaner in Mazedonien fordert die Partei die konsequente Umsetzung des Rahmenabkommens von Ohrid. Für den Kosovo erwartet die PDIU vom albanischen Staat Lobbyarbeit in Bezug auf die internationale Anerkennung. Andererseits strebt die PDIU an, den Fall der Çamen auf die internationale Bühne zu bringen. Sie will erreichen, dass den Çamen ihre Besitztümer entweder zurückgegeben werden oder ihnen eine Entschädigung zukommt. Auch das Recht auf Rückkehr in die alte Heimat soll gesichert werden.<ref>Programi Zgjedhor 2015. Partia për Drejtësi, Integrim dhe Unitet, S. 15–18, abgerufen am 3. Mai 2016 (albanisch).</ref>

Zur Unterstützung der Albaner im Ausland wird die Einrichtung eines Diasporaministeriums anvisiert.<ref>Programi Zgjedhor 2015. Partia për Drejtësi, Integrim dhe Unitet, S. 25, abgerufen am 3. Mai 2016 (albanisch).</ref>

Wirtschaft

Die PDIU ist für eine soziale Marktwirtschaft. Ein einheitlicher gesamtalbanischer Wirtschaftsraum, der neben Albanien auch Kosovo und Westmazedonien umfasst, soll zur Umsetzung der nationalen Ziele beitragen.<ref>Programi Zgjedhor 2015. Partia për Drejtësi, Integrim dhe Unitet, S. 19–22, abgerufen am 3. Mai 2016 (albanisch).</ref>

Außenpolitik

Die NATO-Mitgliedschaft Albaniens und die angestrebte EU-Mitgliedschaft wird von der Partei befürwortet. Die Vereinigten Staaten werden von der PDIU als wichtigster Partner Albaniens angesehen, es wird deshalb auch eine stärkere Beziehung zwischen EU und USA gewünscht.<ref>Programi Zgjedhor 2015. Partia për Drejtësi, Integrim dhe Unitet, S. 27–29, abgerufen am 3. Mai 2016 (albanisch).</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

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