Partei der Authentizität und Modernität
Vorlage:Infobox Politische Partei
Die Partei der Authentizität und Modernität (arabisch حزب الأصالة والمعاصرة, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), Kürzel PAM) ist eine marokkanische politische Partei, die vom einstigen Innenminister Fouad Ali El Himma am 10. August 2008 gegründet wurde. Ali El Himma gilt als enger Vertrauter von König Mohammed VI. und die PAM wird als Partei der Monarchie wahrgenommen.<ref name="OBG 19">The report. Morocco 2009. Oxford Business Group, 2009, S. 19.</ref><ref>Michael J. Willis: Politics and Power in the Maghreb. Algeria, Tunisia and Morocco from Independence to the Arab Spring. C. Hurst & Co., 2012, S. 149–150.</ref>
Gründung
Vorläufer der Partei waren der Block der Authentizität und Modernität im Parlament, der nach den Parlamentswahlen 2007 gebildet worden war, sowie eine von El Himma begründete Denkfabrik mit dem Namen „Bewegung aller Demokraten“ (Mouvement de Tous les Démocrats, MTD).<ref>Laura Feliu, Maria Angustias Parejo: Morocco. The reinvention of an authoritarian system. In: Political Regimes in the Arab World. Society and the Exercise of Power. Routledge, 2013, S. 73.</ref> Eine Reihe kleinerer Parteien fusionierte mit der Partei der Authentizität und Modernität: al-Ahd, die Nationaldemokratische Partei (PND), die Allianz der Freiheiten, die Umwelt- und Entwicklungspartei und die Bürgerinitiative für Entwicklung.<ref name="LopezG">Bernabé López García: Morocco. Regime and fuse. In: Political Regimes in the Arab World. Society and the Exercise of Power. Routledge, 2013, S. 101–102.</ref> Hauptziel der Organisation war, dem Aufstieg der islamistischen Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (PJD) etwas entgegenzusetzen. Die PAM präsentierte sich als reformorientiert und modernistisch,<ref name="OBG 19" /> ihr fehlte jedoch ein klares politisches Programm. Sie versuchte, sich zwischen der Istiqlal-geführten Regierung und der oppositionellen PJD zu positionieren. Aufgrund der Unklarheit über die politische Ausrichtung und Strategie der Partei verließen al-Ahd und PND die PAM bald nach ihrem Beitritt wieder.<ref name="Sater">James N. Sater: New wine in old bottles. Political parties under Mohammed VI. In: Contemporary Morocco. State, Politics and Society under Mohammed VI. Routledge, 2012, S. 19–21.</ref>
Als vom Königshaus favorisierte Partei, die sich für die Erhaltung der führenden Rolle des Monarchen einsetzt, kann die PAM in einer Reihe mit früheren vom Palast protegierten Parteiprojekten gesehen werden. Vor ihr waren dies die Front für die Verteidigung der konstitutionellen Institutionen (FDIC) in den 1960er-, die Nationale Sammlung der Unabhängigen in den 1970er- und die Verfassungsunion in den 1980er-Jahren.<ref name="LopezG" /> Obwohl El Himma faktischer Parteichef ist, hat er kein offizielles Amt in ihrer Führung übernommen.<ref name="Sater" />
Entwicklung seit 2009
Am 22. Februar 2009 wurde Mohamed Cheikh Biadillah zum ersten Generalsekretär gewählt.<ref>Moroccan new party elects first secretary general. In: People’s Daily Online, 23. Februar 2009.</ref>
Bei den Kommunalwahlen 2009 wurde die Partei der Authentizität und Modernität stärkste Kraft und verdrängte die regierende Istiqlal-Partei auf den zweiten Platz.<ref>The report. Morocco 2009. Oxford Business Group, 2009, S. 14.</ref> Durch das Überlaufen von Abgeordneten anderer Parteien wurde die PAM eine der stärksten Gruppen im Parlament. Ab Oktober 2009 stellte sie den Präsidenten des Oberhauses.<ref>Anouar Boukhars: Politics in Morocco. Executive Monarchy and Enlightened Authoritarianism. Routledge, 2011, S. 76, 78.</ref>
Im Vorfeld der Parlamentswahl in Marokko 2011 gründete die PAM ein Bündnis mit sieben weiteren Parteien unterschiedlichster politischer Ausrichtung.<ref>A la veille des élections Alliance de huit partis politiques sans lien idéologique. Marpresse, 6. Oktober 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Januar 2013; abgerufen am 30. Oktober 2011.</ref> Es nannte sich „Allianz für Demokratie“ (im Volksmund auch „G8“). Sie gewann 11,1 % der Stimmen und 47 Abgeordnete, während die islamistische PJD als Wahlsiegerin hervorging. Die PAM erklärte daraufhin, in die Opposition zu gehen.<ref>Party of Authenticity and Modernity Not to Participate in Upcoming Government. In: Morocco World News, 27. November 2011.</ref>
Nach der turnusgemäßen Wahl von Ilyas El Omari zum Generalsekretär der PAM Anfang 2016<ref>Huffington Post Maghreb Marokko am 24. Januar 2016</ref> konnte die Partei bei der Parlamentswahl in Marokko 2016 ihr Ergebnis deutlich auf 21 % der Stimmen steigern. Seither hält sie als zweitstärkste Fraktion 102 der 395 Sitze im Parlament. Bereits 2017 ersuchte er um Ablösung von seinem Posten und wurde letztlich auf einem Parteitag am 26. Mai 2018 von Hakim Benchamach abgelöst.<ref>Wechsel an der Spitze der PAM Maghreb-Post.de vom 29. Mai 2018</ref>
Liste der Parteivorsitzenden
- Mohamed Cheikh Biadillah (2009–2012)
- Mustapha Bakkoury (2012–2016)
- Ilyas El Omari (2016–2018)
- Hakim Benchamach (ab 2018)
Wahlergebnisse
| Wahlergebnisse Nationalversammlung im Parlament (2008 – 2016) | ||
|---|---|---|
| Jahr | Stimmenanteil | Sitze |
| 2011 | 11,1 % | 47/395 |
| 2016 | 21,0 % | 102/395 |
Weblinks
Einzelnachweise
<references />