Pantoffelblumengewächse
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| Pantoffelblumengewächse | ||||||||||||
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| Datei:Calceolaria integrifolia Hybrid Germany1005.jpg
Garten-Pantoffelblume (Calceolaria integrifolia) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Calceolariaceae | ||||||||||||
| (D.Don) Olmstead |
Die Pantoffelblumengewächse (Calceolariaceae) sind eine Pflanzenfamilie innerhalb der Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Die nur zwei Gattungen und etwa 275 Arten besitzen bis auf ein oder zwei Arten eine rein neotropische Verbreitung.
Beschreibung und Ökologie
Vegetative Merkmale
Die Arten der Familie Calceolariaceae sind meist krautige Pflanzen, selten Sträucher. Die gegenständigen Laubblätter sind einfach und haben gezähnte oder selten glatte Blattränder.
Generative Merkmale
Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und vierzählig. Sie haben normalerweise zwei Staubblätter. Nektar bieten sie keinen an. Der Fruchtknoten ist halbunterständig. Die Kronblätter sind zu dem typischen „Pantoffel“ verwachsen, diese Kronröhre ist zweilippig. Die Öffnung der Blütenkronen wird als Mund bezeichnet. Ist der Mund stark geschlossen, werden die Blüten von Hummeln bestäubt, ist der Mund weit geöffnet, sind Bienen die Bestäuber. Belohnt werden die Bestäuber mit Öl aus Öldrüsen und Pollen.
Es werden Kapselfrüchte gebildet.
Verbreitung
Sie haben eine fast reine neotropische Verbreitung. Ihre Areale liegen in Mittelamerika, im Flachland des westlichen Südamerikas und den Gebirgen Südamerikas. Nur eine oder zwei Jovellana-Arten stammen von der Nordinsel Neuseelands.
Systematik
Die Taxa waren früher in die Familie der Scrophulariaceae eingegliedert. Nach Gensequenzanalysen sind sie seit 2001 in Richard G. Olmstead, Claude W. de Pamphilis, Andrea D. Wolfe, Nelson D. Young, Wayne J. Elisons & Patrick A. Reeves: Disintegration of the Scrophulariaceae. In: American Journal of Botany, Volume 88, S. 348–361<ref name="Olmstead2001" />: Calceolariaceae auf S. 357 eine eigene Familie. Das Basionym ist die Tribus Calceolarieae <templatestyles src="Person/styles.css" />D.Don mit der Typusgattung Calceolaria <templatestyles src="Person/styles.css" />L.<ref name="Tropicos" />
Die Arten der früheren Gattungen Fagelia <templatestyles src="Person/styles.css" />Schwencke, Porodittia <templatestyles src="Person/styles.css" />G.Don ex Kraenzl., Stemotria <templatestyles src="Person/styles.css" />Wettst. & Harms ex Engl. und Trianthera <templatestyles src="Person/styles.css" />Wettst. wurden in die Gattung Calceolaria eingegliedert.
Zur Familie der Pantoffelblumengewächse (Calceolariaceae) gehören nur zwei Gattungen mit etwa 260 Arten:
- Pantoffelblumen (Calceolaria <templatestyles src="Person/styles.css" />L.): Die 240 bis 275 neotropischen Arten kommen nur von Zentralamerika bis ins südlichste Südamerika vor.
- Jovellana <templatestyles src="Person/styles.css" />Ruiz & Pav.: Die etwa vier Arten kommen in Chile und der Nordinsel Neuseelands (nur ein oder zwei Arten) vor. Sie wachsen in gemäßigten Klimaten.
- Jovellana punctata <templatestyles src="Person/styles.css" />Ruiz & Pav.: Sie gedeiht Chile in größeren Höhenlagen zum Beispiel von 1985 und 3920 Metern.
- Jovellana repens <templatestyles src="Person/styles.css" />Kraenzl.: Es ist eine der beiden Arten der Familie außerhalb der Neotropis auf der Nordinsel Neuseelands, ein Halbstrauch.
- Jovellana sinclairii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Hook.) Kraenzl.: Es ist eine der beiden Arten der Familie außerhalb der Neotropis auf der Nordinsel Neuseelands. Es ist ein kleiner Halbstrauch.
- Jovellana violacea <templatestyles src="Person/styles.css" />(Cav.) G.Don (Syn.: Jovellana guentheri <templatestyles src="Person/styles.css" />Kraenzl.): Es handelt sich um einen kleinen Strauch mit, wie der botanische Name schon sagt, violetten Blüten, der im Valdivianischen Wald im südlichen Chile beheimatet ist.
- Nicht mehr zur Gattung Jovellana werden gerechnet:<ref name="POWO" />
- Jovellana scapiflora <templatestyles src="Person/styles.css" />Ruiz & Pav. → Calceolaria scapiflora <templatestyles src="Person/styles.css" />(Ruiz & Pav.) Benth.
- Jovellana triandra <templatestyles src="Person/styles.css" />Cav. → Calceolaria triandra <templatestyles src="Person/styles.css" />(Cav.) Vahl
Nutzung
Von wenigen Arten der Gattung Calceolaria wurden Sorten gezüchtet, die in Parks, Gärten, Balkonen und Räumen als Zierpflanzen verwendet werden.
Eine Zimmerpflanze für kühle Räume ist die Zimmer-Pantoffelblume (Calceolaria ×herbeohybrida).
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Zimmer-Pantoffelblume (Calceolaria ×herbeohybrida)
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Zimmer-Pantoffelblume (Calceolaria ×herbeohybrida)
Quellen
- Die Familie Calceolariaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Beschreibung und Systematik)
Literatur
- Eva M. Mayr, Anton Weber: Calceolariaceae: floral development and systematic implications. In: American Journal of Botany, Volume 93, Nr. 3, 2006, S. 327–343. online doi:10.3732/ajb.93.3.327.
- Andrea Cosacov, Alicia N. Sérsic, Victoria Sosa, J. Arturo De-Nova, Stephan Nylinder & Andrea A. Cocucci: New insights into the phylogenetic relationships, character evolution, and phytogeographic patterns of Calceolaria (Calceolariaceae). In: American Journal of Botany, Volume 96, Nr. 12, 2009, S. 2240–2255. doi:10.3732/ajb.0900165
Einzelnachweise
<references> <ref name="POWO"> Jovellana. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Tropicos"> Calceolariaceae bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Olmstead2001"> Richard G. Olmstead, Claude W. de Pamphilis, Andrea D. Wolfe, Nelson D. Young, Wayne J. Elisons & Patrick A. Reeves: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Disintegration of the Scrophulariaceae ( des Vorlage:IconExternal vom 28. Dezember 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., In: American Journal of Botany, Volume 88, Nr. 2, 2001, S. 348–361. </ref> </references>
Weblinks
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
- Irayda Salinas & Blanca León: Calceolariaceae endémicas del Perú, In: Blanca León, Nigel Pitman, José Roque: Revista Peruana de Biología, Número especial 13 (2), S. 921–925: El libro rojo de las plantas endémicas del Perú., 2006, ISSN 1727-9933 (span.; PDF-Datei; 258 kB)