Pansenklopper
Pansenklopper war eine Bezeichnung für Hafenarbeiter, die Arbeiten an rohen Fellen und Tierhäuten durchführten.
Unter Pansen wurden in der Seefahrt nicht die Mägen eines Wiederkäuers verstanden, sondern die ungegerbten, rohen Felle und die Häute von Tieren. Als Konservierungsmittel während der Seefahrt wurde Salz zum Pökeln genutzt, das die Fäulnis aufhielt. Für den Landtransport nach Ankunft im Hafen mussten die Häute und die Felle von überschüssigem Salz befreit werden, diese Arbeit wurde von den Pansenkloppern erledigt: Durch das Aufschlagen der Häute auf Roste wurde das Salz mechanisch entfernt. Diese Arbeit war unbeliebt, da solche Hafenarbeiter durch ihren intensiven Geruch leicht zu erkennen waren. Als Gegenleistung erhielten sie eine Schmutzzulage von 15 % auf ihren Tariflohn – in Hamburg Schietgeld genannt.<ref>Schmutzgeldkatalog zum Rahmentarifvertrag für die Hafenarbeiter der deutschen Seehafenbetriebe vom 1. Januar 1980, ausgegeben von der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr, Seite 6 Punkt 15: Häute und Felle, naß</ref>
Weblinks
- Rahmentarifvertrag für die Hafenarbeiter der deutschen Seehafenbetriebe, gültig ab 01.04.1992 in der Fassung vom 13.09.2001 (PDF; 98 kB)
- Hamburger Abendblatt: Pansenklopper - Es stank bestialisch
Einzelnachweise
<references />