Palais Schaesberg
Das Palais Schaesberg in der Ritterstraße 16–16a in Düsseldorf ist ein denkmalgeschützter Bau. Das Gebäude gehört heute zum Komplex des Ursulagymnasiums. Es erinnert mit den „klaren Proportionen und den aufwendig gestalteten Fenstereinfassungen“ an die Fassade des Schlosses Bensberg, des Hauptwerks des Hofarchitekten Matteo Alberti, und wurde diesem zugeschrieben,<ref>Benedikt Maurer: Der Fürst und seine Stadt. Bauten aus der Jan-Wellem-Zeit in Düsseldorf. Düsseldorf 2008, S. 127</ref> ehe nach Auswertung von Dokumenten des Schaesberg’schen Archivs Simon Sarto als Architekt identifiziert werden konnte.
Geschichte
1684 schenkte Kurfürst Johann Wilhelm einen noch weitgehend unbebauten Platz, das Grundstück Nr. 16, an seinen General-Kriegs-Kommissar Friederich Christian Freiherr von Spee. Einen Plan des damaligen Anwesens zeichnete der Architekt Michael Cagnon.<ref>Heinrich Ferber: Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf. Lieferung I. Hrsg. vom Düsseldorfer Geschichtsverein. Krauss, Düsseldorf 1889, S. 9 (Digitalisat)</ref> Das Grundstück mit Gebäude Nr. 18, später Nr. 16a, wurde 1695 von seiner Witwe von Spee von den Kreuzbrüdern in Düsseldorf gekauft. Über einen weiteren Zwischenbesitzer, der 1696 beide Grundstücke gekauft hatte, war es Anfang des 17. Jahrhunderts inzwischen Eigentum des bergischen Kanzlers Reichsgraf Johann Friedrich von Schaesberg zu Krickenbeck (1663–1723) geworden. Dieser ließ das Palais zwischen 1708 und 1718 von Simon Sarto und seinen Partnern Drianne und Persee, die gleichfalls als „Entreprenneurs“ (Bauunternehmer) für Arbeiten am Schloss Bensberg genannt sind, errichten.<ref>Leo Peters: „… suivant le dessein faict par Mons. Sarto …“. Das Gräflich von Schaesberg’sche Palais in der Ritterstraße. In: Düsseldorfer Jahrbuch, 92. Band (2022), Klartext-Verlag, Essen 2022, ISBN 978-3-8375-2537-3, S. 9–31</ref> Schaesbergs Residenz umfasste dieses Palais, an das sich nördlich noch ein Garten samt Orangerie, Fasanerie und Stallungen anschloss. Nachdem das Palais als Wohnsitz der Familie Schaesberg ab 1786 infolge Verlagerung des Lebensmittelpunktes in die Grafschaft Kerpen und Lommersum mehr und mehr an Bedeutung verloren hatte, wurde es ab 1791 vermietet und am 23. September 1804 an den Herzog Prosper Ludwig von Arenberg verkauft. Bis 1814 wurden später für viele Jahre Sitzungen des Ober-Appellationsgerichts in diesem Palais abgehalten.<ref>Heinrich Ferber: Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf. Herausgegeben vom Düsseldorfer Geschichtsverein, Verlag C. Kraus, Teil I, S. 9.</ref>
Literatur
- Leo Peters: „… suivant le dessein faict par Mons. Sarto …“. Das Gräflich von Schaesberg’sche Palais in der Ritterstraße. In: Düsseldorfer Jahrbuch, 92. Band (2022), Klartext-Verlag, Essen 2022, ISBN 978-3-8375-2537-3, S. 9–31.
- Roland Kanz, Jürgen Wiener (Hrsg.): Architekturführer Düsseldorf. Dietrich Reimer, Berlin 2001, Nr. 1 auf S. 3.
- Jörg Gamer: Matteo Alberti, Oberbaudirektor des Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz, Herzogs zu Jülich und Bertg etc. (= Die Kunstdenkmäler des Rheinlandes. Beiheft 18). Schwann, Düsseldorf 1978, S. 107 f.
Weblinks
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Einzelnachweise
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