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Otze (Burgdorf)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Otze
Stadt Burgdorf
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1796)&title=Otze 52° 29′ N, 10° 1′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1796) 52° 29′ 10″ N, 10° 0′ 34″ O
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Höhe: 51 m ü. NHN
Fläche: 7,74 km²
Einwohner: 1796 (6. Jan. 2016)<ref name="Einw.">Einwohnerzahlen der Stadt Burgdorf. In: Internetseite Hannoversche Allgemeine Zeitung. Abgerufen am 26. Juli 2017.</ref>
Bevölkerungsdichte: 232 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 31303
Vorwahl: 05136
Lage von Otze in Niedersachsen
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Datei:Alte Gerichtsstätte Otze (Burgdorf) IMG 9838.JPG
Alte Gerichtsstätte
Datei:Feuerwehr Otze (Burgdorf) IMG 5147.jpg
Feuerwehr Otze

Otze [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈoːtsə] ist ein Dorf und Stadtteil von Burgdorf in der Region Hannover in Niedersachsen. Es liegt etwa auf halber Strecke zwischen der Stadtmitte Burgdorfs und dem Ortsteil Ramlingen.

Geschichte

Otze liegt nördlich von Burgdorf in Richtung Celle. Der Ortsname könnte von „Odo“ oder von „Otto“ abgeleitet sein. Aufgrund von Fundstücken vermuten Archäologen, dass die Gegend bereits um 2000 v. Chr. besiedelt war. Der heutige Ortskern dürfte bereits seit 1000 Jahren bestehen.

Urkundlich erwähnt wird Otze erstmals 1321 in einem Güterverzeichnis des St. Michaelisklosters in Hildesheim.<ref>Uwe Ohainski, Jürgen Udolph (Hrsg.): Die Ortsnamen des Landkreises und der Stadt Hannover, Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung, Bielefeld 1998, S. 356.</ref> Im Mittelalter gehörte Otze zu den neun Freibauerndörfern der „Grafschaft über dem Moore“ um Burgwedel. Sie unterstanden dem Schutz und der Aufsicht einer Sondergerichtsbarkeit des Landesherrn, dem Freiengericht. Dieses Gericht verhandelte und richtete nur kleinere Delikte, wie Körperverletzungen, Diebstähle, Weidevergehen. Das Freiengericht tagte in der Regel zweimal im Jahr reihum in den einzelnen Dörfern, in Otze letztmals am 10. September 1661.

In Otze zählten zu den Freien 20 Halbhöfner, die am Gericht teilnehmen durften. Bauern, die ihren Hof ganz oder zum Teil von ihrem Grundherrn als Lehen bewirtschafteten, durften nicht teilnehmen. Die Gerichtsstätte befand sich in Otze auf dem Lindenbrink. Die einst mächtige Linde an diesem Platz wurde durch drei Eichen ersetzt. Der Löwe als Zeichen des Freiengerichts sowie die in der Otzer Kapelle gemalten Apostel- und Weihekreuze wurden 1957 Teil des Otzer Wappens. Im Dreißigjährigen Krieg verarmten die Höfe, und Todesfälle häuften sich. In dieser Zeit gab es viele Veränderungen bei den Familiennamen.

Am 1. März 1974 wurde Otze in die Stadt Burgdorf eingegliedert.<ref name=Gemeindeverzeichnis1970bis1982></ref>

Einwohnerentwicklung

  • 1961: 1647 Einwohner<ref name=Gemeindeverzeichnis1970bis1982 />
  • 1970: 1617 Einwohner<ref name=Gemeindeverzeichnis1970bis1982 />
  • 2005: 1768 Einwohner
  • 2011: 1793 Einwohner
  • 2016: 1796 Einwohner<ref name="Einw." />

Politik

Ortsrat

Der Ortsrat von Otze setzt sich aus zwei Ratsfrauen und drei Ratsherren zusammen.<ref name="Rat">Der Ortsrat von Otze. In: Internetseite der Stadt Burgdorf. Abgerufen am 26. Juli 2017.</ref>

(Stand: Kommunalwahl 11. September 2016)

Ortsbürgermeister

Der Ortsbürgermeister ist Andreas Meyer (CDU). Sein Stellvertreter ist Karl-Heinz Dralle (SPD).<ref name="Rat" />

Wappen

Der Entwurf des Kommunalwappens von Otze stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der zahlreiche Wappen in der Region Hannover erschaffen hat. Die Genehmigung des Wappens wurde am 28. Februar 1958 durch den Niedersächsischen Minister des Innern erteilt.<ref name="Wappen" />

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Otze]] Blasonierung:Geteilt von Grün und Silber, oben ein wachsender, goldener Löwe, unten ein rotes Radkreuz.“<ref name="Wappen">Landkreis Hannover (Hrsg.): Wappenbuch des Landkreises Hannover: 100 Jahre Landkreis Hannover. Selbstverlag, Hannover 1985, OCLC 256065728, S. 94–95 (543 S., eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 28. Februar 2022]).</ref>
Wappenbegründung: Der Löwe im Wappen entstand aus der Freiengerichtsbarkeit der Gemeinde Otze. Dieses Zeichen war für mehrere Gemeinden, die zum Freiengericht gehörten, das alte Symbol. Das Freiengericht wurde zweimal, auch dreimal im Jahr und jedes Mal in einem anderen der dazu gehörenden Dörfer gehalten. Das Sonnenrad, das sogenannte Lebenskreuz, stammt aus der vorchristlichen Zeit und wurde bei dem Bau der Kapelle in Otze um 1250 als Symbol mit übernommen und dient heute noch als Wandverzierung in der Kapelle.

Partnerschaften

Es besteht eine Partnerschaft zum Ortsteil Großmühlingen der Gemeinde Bördeland in Sachsen-Anhalt.<ref>Eintrag über die Partnerschaften auf der Homepage der Stadt Burgdorf Abgerufen am 23. April 2019, 00:29</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Kapelle Otze (Burgdorf) IMG 5149.jpg
Kapelle von 1350

Bauwerke

Die Kapelle mit dem hölzernen Glockenturm wurde um 1350 erbaut. Im Jahre 1461 wurde die Glocke für Otze gegossen. An der Nordseite befindet sich eine schwere alte Eichentür. Die teils im gotischen Stil errichtete Kapelle ist innen mit Malereien und Schnitzwerken reich verziert und enthält u. a. einen geschnitzten spätgotischen Flügelaltar.

Baudenkmale

Siehe: Liste der Baudenkmale in Otze

Wirtschaft und Infrastruktur

Otze ist mit der Kreisstraße 121 nördlich an die Bundesstraße 3 und südlich an Burgdorf-Stadt angebunden. Es hat einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Lehrte–Hamburg-Harburg, der von der S-Bahn Hannover bedient wird.

Linie Verlauf Takt Betreiber
S 6 Celle – Ehlershausen – Otze – Burgdorf (Han) – Aligse – Hannover Karl-Wiechert-Allee – Hannover Hbf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2021
60 min Transdev Hannover
S 7 Celle – Ehlershausen – Otze – Burgdorf (Han) – Aligse – Lehrte – Ahlten – Hannover-Anderten-Misburg – Hannover Karl-Wiechert-Allee – Hannover-Kleefeld – Hannover Hbf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2021
60 min Transdev Hannover

Literatur

  • Herbert Kopmann: Otze – Chronik unseres Ortes. Stadt Burgdorf 1985

Weblinks

Commons: Otze – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references />

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