Zum Inhalt springen

Otto von Hoffmann (Verwaltungsjurist)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Otto von Hoffmann.jpg
Otto von Hoffmann.<ref>Motiv unbekannt, Abdruck, In: Albrecht Wien: Die preussische Verwaltung des Regierungsbezirks Danzig (1870-1920). Grote, Köln 1974, S. 33.</ref>

Franz Otto Theodor Hoffmann, seit 1883 von Hoffmann (* 21. September 1833 in Wriezen; † 21. September 1905 in Berlin) war ein deutscher Verwaltungsjurist.

Leben

Hoffmann war der Sohn des Konsistorialrates Franz Friedrich Leopold Hoffmann und der Florentine Schulze, die Großeltern waren der Kleingutbesitzer Christoph Friedrich Hoffmann und Dorothea Luise Grüneberg. Die Vorfahren stammten aus dem ostbrandenburgischen Kreis Soldin.

Hoffmann studierte Rechtswissenschaften und trat 1854 im Bezirk des Appellationsgerichtes Stettin als Auskultator in den Justizdienst. Seine Laufbahn in der preußischen Verwaltung begann er 1856 als Regierungsreferendar in Stettin. Ab 1859 wirkte er als Regierungsassistent und Hilfsarbeiter im Finanzministerium, 1868 als Regierungsrat, 1869 als Geheimer Finanzrat, 1872 als Geheimer Oberfinanzrat.

Im Deutschen Krieg kämpfte er als Premierleutnant der Landwehr und wurde mit dem Roten Adlerorden IV. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet.

Am 4. August 1876 wurde er als Regierungspräsident in Danzig, 1878 als Regierungspräsident in Aachen eingesetzt. Durch königliches Diplom vom 30. Juli 1883 wurde er in den erblichen preußischen Adelsstand erhoben.<ref>A. Freiherr von Houwald: Brandenburg-Preußische Standeserhebungen und Gnadenakte für die Zeit 1873-1918. C. A. Starke, Görlitz 1939, S. 33.</ref> Schließlich wurde er 1892 zum Präsidenten der Preußischen Hauptverwaltung der Staatsschulden (als Nachfolger von Friedrich Hermann Sydow, mit dem Titel Wirklicher Geheimer Rat und mit dem Prädikat Exzellenz) und ab 1900 der Reichsschuldenverwaltung berufen. Diese Funktion übte er bis zu seinem Tode aus.

Hoffmann starb 1905 an seinem 72. Geburtstag in Berlin und wurde auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Schöneberg beigesetzt. Im Zuge der von den Nationalsozialisten 1938/1939 durchgeführten Einebnungen auf dem Friedhof wurden Hoffmanns sterbliche Überreste auf den Südwestkirchhof Stahnsdorf bei Berlin umgebettet.<ref>Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Grabstätten. Haude & Spener, Berlin 2006. S. 303, u. S. 470.</ref>

Seit 1873 war Hoffmann mit Johanna Schütte (* 1853) verheiratet; aus der Ehe gingen acht Kinder hervor, darunter der Kapitän zur See Otto von Hoffmann (1880–1958). Die zweitjüngste Tochter Margarete wurde die Ehefrau des Gottfried von Dryander.

Schrift

  • Die preußische Hauptverwaltung der Staatsschulden vom Jahre 1820 bis 1895, urkundlich dargestellt. Berlin 1896.

Genealogie

  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1908. Jahrgang 2, Justus Perthes, Gotha 1907, S. 500–501.
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1919. Jahrgang 13, Justus Perthes, Gotha 1918, S. 379–380.
  • Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch des Adels. Adelslexikon. Band V, Band 84, der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1984, S. 278.

Literatur

Einzelnachweise

<references/>

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

August von Reiman (1816–1834) | Adolf Heinrich von Arnim-Boitzenburg (1834–1837) | Christoph von Cuny (1837–1844) | Busso von Wedell (1844–1848) | Friedrich von Kühlwetter (1848–1866) | Moritz von Bardeleben (1866–1872) | Adolf Hilmar von Leipziger (1872–1878) | Otto von Hoffmann (1878–1892) | Julian von Hartmann (1892–1907) | Max von Sandt (1907–1917) | Adolf von Dalwigk zu Lichtenfels (1917–1922) | Wilhelm Rombach (1922–1928) | Georg Stieler (1928–1933) | Eggert Reeder (1933–1936) | Franz Vogelsang (1936–1945) | Ludwig Philipp Lude (1945–1950) | Heinrich Brand (1950–1955) | Hubert Schmitt-Degenhardt (1955–1967) | Josef Effertz (1968–1972)

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang Theodor von Schön (1816–1819) | Theodor Nicolovius (1819–1825) | Johann Carl Rothe (ab 1825) | Robert von Blumenthal (1841–1863) | Robert von Prittwitz und Gaffron (1863–1868) | Gustav von Diest (1868–1876) | Otto von Hoffmann (1876–1878) | Heinrich von Achenbach (1878–1881) | Wilhelm von Saltzwedel (1881–1883) | Anton Rothe (1883–1887) | Adolf von Heppe (1887–1890) | Friedrich von Holwede (1890–1902) | Jaroslaw von Jarotzky (1902–1909) | Lothar Foerster (1909–1918) Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein