Otto Hofmann (Künstler)
Otto Hofmann (* 28. April 1907 in Essen; † 23. Juli 1996 in Pompeiana (Ligurien)) war ein deutscher Maler, der am Dessauer Bauhaus ausgebildet wurde.
Leben und Werk
Von 1928 bis 1930 studierte Hofmann am Bauhaus in Dessau und lernte dort bei Paul Klee und Wassily Kandinsky. 1930 richtete das Bauhaus für seine Werke eine eigene Ausstellung ein und im selben Jahr wurde er vom Jenaer Kunstverein für die Ausstellung Junge Künstler vom Bauhaus Dessau eingeladen. Mit der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde sein Werk als entartet verboten und er floh als Mitglied der KPD in die Schweiz und nach Paris. 1937 wurde in der Aktion „Entartete Kunst“ seine Zeichnung Abendflug ziehender Vögel (Tuschfeder, 33 × 44, 5 cm, 1935) aus dem Museum für Kunst und Heimatgeschichte Erfurt beschlagnahmt und vernichtet.<ref>Datenbank zum Beschlagnahmeinventar der Aktion "Entartete Kunst", Forschungsstelle "Entartete Kunst", FU Berlin</ref>
1934 arbeitete er bei Paul Klee in Bern. 1935 kehrte er nach Deutschland zurück, heiratete Hanna Stirnemann und lebte zurückgezogen in Hainichen bei Dornburg, wo das Ehepaar eng mit dem Keramiker Otto Lindig zusammen arbeitet. 1939 wird Hofmann zum Wehrdienst eingezogen und kommt an die Ostfront. 1945 geriet er in sowjetische Kriegsgefangenschaft.<ref name="meister"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Otto Hofmann – Ein Künstler des Bauhauses ( des Vorlage:IconExternal vom 21. Dezember 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf meisterhaeuser.de.</ref>
Nach seiner Freilassung zog er 1946 nach Rudolstadt in Thüringen, wo er seine künstlerische Tätigkeit wieder aufnahm. Das Erfurter Angermuseum erwarb mehrere Bilder Hofmanns<ref>Bildindex der Kunst & Architektur - Startseite Bildindex. Abgerufen am 24. September 2023.</ref>. Da aber auch in der DDR seine Arbeit nicht geschätzt wurde,<ref name="rcz">Artikel über Otto Hofmann (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot auf rczeitung.com.</ref> übersiedelte er 1950 nach West-Berlin, erhielt dort 1953 den Berliner Kunstpreis und lebte anschließend von 1953 bis 1965 als Künstler in Paris. Zwischen 1966 und 1975 lehrte Hofmann an der Hochschule für Bildende Kunst in Berlin. Seit 1976 lebte und arbeitete er bis zu seinem Tod in Pompeiana.
Die Ausstellung Die Poetik des Bauhauses im Palazzo Ducale in Genua<ref>Otto Hofmann la poetica del Bauhaus auf palazzoducale.genova.it.</ref> teilt sein Lebenswerk in die vier Phasen: Das Bauhaus und die Jahre der Zensur, Russland, Das geteilte Deutschland und die europäischen Aufenthalte sowie Pompeiana.<ref name="rcz" /> Der Kunsthistoriker Helmut Börsch-Supan sagte über das Werk von Hofmann Für mich sind seine Bilder und die Ausstrahlung seiner Persönlichkeit untrennbar miteinander verbunden. Er malte so wie er war als ein unkorruptierbarer [sic] Charakter, der lieber Zurücksetzung in Kauf nahm, als sich anzupassen.<ref name="meister" />
Gelegentlich sind Werke des Künstlers im Auktionshandel anzutreffen.<ref>Vorlage:Artnet.de</ref>
Weitere Werke in öffentlichen Sammlungen
- Mond im Garten, Öl auf Pappe, 29,3 × 29,8 cm, Niedersächsisches Landesmuseum Hannover
Ausstellungen
- Gruppenausstellungen
- 1948: Der Ruf. Dresdner Maler! auswärtige Gäste!, Staatliche Kunstsammlungen Dresden<ref>SLUB Dresden: Der Ruf. Abgerufen am 24. Dezember 2022.</ref>
- 1990: Ausgebürgert. Künstler aus der DDR und aus dem Sowjetischen Sektor Berlins 1949-1989, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
- 2006: Dem Auge ein Fest. Die Schenkung Rudolf und Ilse Franke, Angermuseum, Erfurt
- Einzelausstellungen
- 2009/2010: La poetica del Bauhaus, Palazzo Ducale (Genua)
- 2022: Otto Hofmann: Malerei als Notwendigkeit. Kabinettpräsentation, Städel Museum, Frankfurt a. Main<ref>Otto Hofmann: Malerei als Notwendigkeit. Kabinettpräsentation 32 Werke aus der Sammlung Helga Knoll, staedelmuseum.de, abgerufen am 20. August 2022</ref>
Literatur
- Otto Hofmann: Aquarelle. Jenaer Kunstverein, 1994.
- Otto Hofmann: Gemälde der Jahre 1968–1971, Ausstellungskatalog (Berliner Künstler der Gegenwart, Heft 3). Neuer Berliner Kunstverein, Berlin 1971.
- Ludwig Schreiner: Die Gemälde des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts in der Niedersächsischen Landesgalerie Hannover. Teil 1, Bruckmann, 1973, ISBN 3-7654-1536-7, S. 198.
- Hermann Wiesler: Otto Hofmann, Bilder und Aquarelle. Galerie Döbele, 1986.
- Hofmann, Otto. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 2: E–J. E. A. Seemann, Leipzig 1955, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).
- Krause, Markus (Hrsg.): Otto Hofmann, Malerbriefe aus Rußland. 1941–1944. Verlag Kupfergraben, 2001.
Weblinks
- https://sammlung.staedelmuseum.de/de/person/hofmann-otto
- Ausstellung Otto Hofmann zum 100. Geburtstag, in den Städtischen Museen Jena, Kunstsammlung Jena, 2007.
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hofmann, Otto |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Künstler |
| GEBURTSDATUM | 28. April 1907 |
| GEBURTSORT | Essen |
| STERBEDATUM | 23. Juli 1996 |
| STERBEORT | Pompeiana |
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