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Oroya-Fieber

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Das Oroya-Fieber (Carrión-Krankheit, Verruga peruana) ist eine durch das Bakterium Bartonella bacilliformis hervorgerufene Erkrankung. Die Sandmücken der neuweltlichen Gattung Lutzomyia übertragen als Vektor das Bakterium von Mensch zu Mensch. Die Krankheit tritt im Lebensraum des Vektors in Südamerika auf den westlichen Abhängen der Anden oberhalb von 800 m Höhe in Peru, Ecuador und Kolumbien auf. Das Bakterium lebt primär in Erythrozyten, sekundär kommt es zu einer Kolonialisierung der Milz und anderer Organe. Einziges bekanntes Reservoir ist der Mensch. Das Oroya-Fieber gehört zur Gruppe der Bartonellosen.

Krankheitsverlauf

  • 16 bis 22 Tage für die hämolytische Form der Bartonellose: Oroya-Fieber mit hohem Fieber, Lymphknotenschwellungen, Hepatosplenomegalie, schwerer Hämolyse durch Zerstörung der Erythrocyten. Es folgt eine Phase ausgeprägter Immunsuppression, die ohne Antibiotikagabe früher, vor allem wegen Sekundärinfektionen, meist tödlich verlief.
  • Ohne Behandlung mit Antibiotika (Ciprofloxacin, Levofloxacin, Doxycyclin oder Rifampicin)<ref>Marianne Abele-Horn: Antimikrobielle Therapie. Entscheidungshilfen zur Behandlung und Prophylaxe von Infektionskrankheiten. Unter Mitarbeit von Werner Heinz, Hartwig Klinker, Johann Schurz und August Stich, 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Peter Wiehl, Marburg 2009, ISBN 978-3-927219-14-4, S. 186.</ref> entwickelt sich zwei bis vier Monate später das Hauptstadium dieser Bartonellose, die sogenannte Verruga peruana (Peru-Warze). Dieser Zustand hält meist einige Monate an, bevor er spontan abheilt (falls keine antibiotische Behandlung mit Rifampicin und Ciprofloxacin oder mit Levofloxacin erfolgen soll).
Datei:Soldado-chileno-con-verrugas.jpg
Ein chilenischer Soldat mit großen Warzen als Symptom des Oroya-Fiebers, das er sich beim Kampf während des Salpeterkriegs in den Schluchten des Río Rímac zugezogen hat (1881)

Historisches

Pedro Pizarro, der an der spanischen Eroberung Perus teilgenommen hatte, berichtete in seiner Chronik (die er vier Jahrzehnte danach verfasste), dass viele Spanier 1531 in Coaque im heutigen Ecuador von einer Krankheit „mit Warzen, manchmal so groß wie Eier,“ befallen wurden.<ref>Pedro Pizarro: Relación del descubrimiento y conquista de los reinos del Perú. In: Martín Fernández de Navarrete u. a. (Hrsg.): Documentos inéditos para la Historia de España, Band V, gedruckt in Madrid 1844, S. 212 ({{#if: y6YLAAAAYAAJ | {{#if: {{#if: ||1}} {{#if: y6YLAAAAYAAJ ||1}} | <0|&pg={{#if:|RA{{{Band}}}-}}PA212|&pg=212}}{{#if:|&q=}}#v=onepage|{{#if:|&pg=|}}{{#if:|&q=}}}}{{#if:|q=%7B%7B%7BSuchbegriff%7D%7D%7D}}|{{#if:|q=%7B%7B%7BSuchbegriff%7D%7D%7D}}}} {{#if:Digitalisat|{{#invoke:WLink|getEscapedTitle|Digitalisat}}|eingeschränkte Vorschau}}{{#if:|| in der Google-Buchsuche}}{{#ifeq:|US|-USA}}{{#if: y6YLAAAAYAAJ |{{#invoke: Vorlage:GoogleBook|fine |id=y6YLAAAAYAAJ |errN=Parameter „BuchID“ hat falsche Länge |errC=Parameter „BuchID“ enthält ungültige Zeichen |errH=# in der „BuchID“ |errP=Parameterzuweisungen in der „BuchID“ |class=editoronly |cat={{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Google Buch}} |template= Vorlage:Google Buch}} }} | Es darf nur genau einer der beiden Parameter „Suchbegriff“ oder „BuchID“ ausgefüllt werden. Bitte beachte die in der Vorlage:Google Buch befindliche Dokumentation und prüfe die verwendeten Parameter.{{#ifeq: 0 | 0 | }}}} | Es muss mindestens einer der beiden Parameter „Suchbegriff“ oder „BuchID“ ausgefüllt werden. Bitte beachte die in der Vorlage:Google Buch befindliche Dokumentation und prüfe die verwendeten Parameter.{{#ifeq: 0 | 0 | }}}}{{#invoke:TemplatePar|check |all= |opt= Suchbegriff= BuchID= Seite= Band= SeitenID= Hervorhebung= Linktext= Land= KeinText= |cat= {{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Google Buch}} |template= Vorlage:Google Buch |format= }}{{#if:Digitalisat|{{#if:{{#invoke:WLink|isBracketedLink|Digitalisat}}|}}}}).</ref> Solche Warzen sind auch von präkolumbianischen bildhaften Darstellungen von Menschen auf Töpfereien und Stelen bekannt sowie auch von Mumien.

Im Jahr 1869 finanzierte der US-amerikanische Unternehmer Henry Meiggs den Bau der höchsten Eisenbahn der Welt: über die peruanischen Anden von Lima nach Oroya in bis zu 5.000 m über dem Meeresspiegel, wo man Bodenschätze fördern wollte. Die Strecke verließ das Tiefland und erreichte entlang des Rímac-Flusses Höhen von über 1000 m. Zu der Strecke gehörte auch die Verrugas-Brücke. Tausende von Bahnarbeitern lebten unter schlechtesten hygienischen Verhältnissen. In den Massenunterkünften trat eine neuartige Erkrankung auf. Die Arbeiter litten zuerst an hohem Fieber, bevor Tausende von ihnen an schweren Anämien (Blutarmut) und aufgrund von Sekundärinfektionen wie Miliartuberkulose, Shigellosen und Salmonellosen verstarben.

Im Jahr 1885 unternahm des peruanischen Medizinstudenten Daniel Alcides Carrión García einen Selbstversuch: er ließ sich Flüssigkeit aus den blutgefüllten Warzen einer Patientin injizieren. Daraufhin erkrankte an hohem Fieber, womit der Zusammenhang zwischen der fiebrigen Erkrankung (Oroya-Fieber) und den Peru-Warzen (Verruga peruana) nachgewiesen war. Nach Carrión, für den der Selbstversuch tödlich endete, wurde die Krankheit später benannt.<ref>Top 10 Researchers who Experimented on Themselves</ref>

Diese Kenntnisse gerieten in Vergessenheit, sodass die Krankheit 1915 von Richard Pearson Strong bei einer wissenschaftlichen Expedition der Harvard University unter dem Namen Oroya-Fieber neu beschrieben wurde. Den Erreger hatte bereits 1905 Alberto Barton entdeckt.

Literatur

Weblinks

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Einzelnachweise

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