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Organisationsmittel

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Unter Organisationsmitteln sind in der Ablauf- und Aufbauorganisation sowohl Arbeitsmittel als auch formale Gestaltungsmittel zu verstehen.

Allgemeines

Organisationsmittel unterstützen die Organisation in Unternehmen oder der öffentlichen Verwaltung (Behörden). Träger der Organisation sind die in ihr handelnden Menschen, aber auch die Organisationsmittel haben eine erhebliche und stets wachsende Bedeutung.<ref>Ellen Kirner, Kurt Nagel, Karl Jürgen Numrich (Hrsg.): Außenwirtschaft der Unternehmung, 1984, S. 97</ref> Für Erich Kosiol waren 1955 die Arbeitsmittel für den rationellen Arbeitsablauf von großer Bedeutung.<ref>Erich Kosiol, Wirtschaftlichkeit im Büro, in: Technische Mitteilungen, 1955, S. 297</ref> Was er meinte, waren jedoch Organisationsmittel.<ref>Leopold L. Illetschko, Betriebswirtschaftliche Organisationsmittel, 1952, S. 13</ref> Organisationsmittel sollen den geordneten Arbeitsablauf ermöglichen oder fördern.

Arten

Zu den Organisationsmitteln gehören Sachmittel und Gestaltungsmittel,<ref>Friedrich Meller, Organisationsmittel, in: Erwin Grochla/Waldemar Wittmann (Hrsg.), Handwörterbuch der Betriebswirtschaft, Band 2, 1975, Sp. 2870</ref> also realtechnische und nicht realtechnische.<ref>Ernst Hache/Heinz Sander, Taschenlexikon Betriebswirtschaft: 1001 Begriffe-systematisch und von A-Z für den Praktiker ausgewählt, expert verlag, 1994, S. 221.</ref> Das sind einerseits materielle wie Büromaschinen, Büromaterial, Maschinen, technische Anlagen oder Werkzeuge. Andererseits gehören auch formale Gestaltungsmittel wie beispielsweise Aktenvermerke, Arbeitsanweisungen, Formular- und Vordruckwesen, Kontenplan,<ref>Carl Ernst Schulz, Der Industriebetrieb und sein Rechnungswesen, Springer-Verlag, 2013. S. 109.</ref> Kontenrahmen, Organigramm, Protokolle, Stellenbeschreibung, Stellenplan, Tagesordnungen für Verhandlungen oder Wartelisten dazu.<ref>Siegfried Eichhorn, Handbuch Krankenhaus-Rechnungswesen, 1982, S. 464</ref> Auch eine Checkliste oder beispielsweise eine in Excel erstellte Tabelle mit den Stichpunkten für den Ablauf einer Besprechung kann ein Organisationsmittel sein. Der Computer entwickelte sich zum Mittelpunkt des Organisationssystems.<ref>Ellen Kirner/Kurt Nagel/Karl Jürgen Numrich (Hrsg.), Außenwirtschaft der Unternehmung, 1984, S. 97</ref>

Die Steuer sei das ureigenste Geldeinnahmemittel des öffentlichen Sektors und als solches ein volkswirtschaftliches Organisationsmittel.<ref>Anton Tautscher, Die öffentliche Wirtschaft, Duncker & Humblot, 1953. S. 230.</ref>

Im weitesten Sinne wird der Begriff Organisationsmittel in einer abstrakten Mittel-Ziel-Beziehung benutzt, wenn es etwa heißt, dass ein Organisationsziel mit einem optimalen Einsatz der Organisationsmittel angestrebt wird.<ref>Ulrich von Alemann/Reiner Fonteyn/Hans-Jürgen Lange, Organisierte Interessen in der Bundesrepublik, Vol. 1, Opladen, Leske & Budrich, 1987, S. 25 f.</ref>

Literatur

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}}

  • Gertrud Wegner, Organisationsmittel, in: Erwin Grochla (Hrsg.), Handwörterbuch der Organisation, 1969, Sp. 1216 f.
  • Klassische Organisationsmittel: einfach – sicher – preiswert. In: Der Betriebswirt ({{#invoke:URIutil|{{#ifeq:1|1|linkISSN|targetISSN}}|0340-854X|0}}{{#ifeq:1|0|[!]

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}}) Bd. 25, H. 1, 1984, S. 13–16

  • Lutz Reichert: Hilfsmittel der Personalplanung: Organisationsmittel, Informationsverarbeitung, Formularwesen. Diplomarbeit. Fachhochschule für Wirtschaft, Berlin 1992

Einzelnachweise

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