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Operation Dragon Strike

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Operation Dragon Strike
Teil von: Krieg in Afghanistan seit 2001
Datei:Kandahar in Afghanistan.svg
Lage von Kandahar in Afghanistan
Datum 15. September 2010 – 31. Dezember 2010
Ort Kandahar, Afghanistan
Ausgang Sieg der Alliierten
Konfliktparteien

Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Kanada
Afghanistan 2002Datei:Flag of Afghanistan (2004-2013).svg Afghanistan

Datei:Flag of Taliban.svg Taliban
IranDatei:Flag of Iran.svg Quds-Einheit<ref>Barney Henderson: Iranian soldier captured in Afghanistan. The Telegraph, 24. Dezember 2010, abgerufen am 10. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Verluste

Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 34 Tote<ref>Afghanistan Fatalities. iCasualties, abgerufen am 10. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg 1 Toter
Afghanistan 2002Datei:Flag of Afghanistan (2004-2013).svg 7+ Polizisten getötet<ref>3 Police Killed, 12 Others Wounded in Kandahar Blast. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 17. Juli 2011; abgerufen am 10. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tolonews.com</ref>

schwere Verluste

Die Operation Dragon Strike (Deutsch „Drachenschlag“) war eine Operation der NATO-Truppen in der Provinz Kandahar im Süden von Afghanistan. Die Offensive begann am 15. September 2010 und endete am 31. Dezember 2010. Es waren mindestens 8000 US-amerikanische, kanadische und afghanische Soldaten beteiligt, die mit Luftunterstützung kämpften. Ursprünglich sollte die Operation um Juni 2010 beginnen.<ref name="Drachen">Frankfurter Rundschau: Jagd auf Drachen</ref><ref name=":0">Carl Forsberg: CounterinsurgenCy in K andahar. (PDF) institute for the study of War, Dezember 2010, abgerufen am 11. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Vorgeschichte

Ziel der Mission war es die Provinz Kandahar zurückzugewinnen. In der südlichen Provinz ist die Taliban entstanden, daher wird die Region auch „das Herz der Dunkelheit“ genannt.<ref>Deborah Hastings: Operation Dragon Strike: Battle for Kandahar Begins. wayback maschine (vorher: Aol.news), 27. September 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Oktober 2012; abgerufen am 11. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.aolnews.com</ref>

Plan war es, durch aufeinanderfolgende verstärkende Angriffe den Feind bei wichtigen Schlüsselpunkten zu schwächen und deren Stellungen einzunehmen. Durch gleichzeitiges Vorrücken an mehreren Stellungen, wollten die ISAF und die Afghanen die Taliban zwingen, mehrere Stellungen gleichzeitig zu verteidigen. Wichtig war es das erste Mal den Zhari Distrikt zu erobern und mit der Bevölkerung zusammenzuarbeiten, um eine erneute Übernahme des Distrikts durch die Taliban zu verhindern.<ref name=":0" />

Verlauf

Am Morgen des 15. Septembers erfolgte der erste Angriff der Koalition auf Zhari. Um die Führung der Taliban zu schwächen, führten schon Monate davor Spezialeinheiten Einsätze durch. Die meisten dieser Einsätze waren Tötungs- oder Entführungsoperationen gegen die Taliban Kommandeure. Es wurden weitere 195 solcher Einsätze durchgeführt, während die ISAF Truppen in den Distrikt einrückten. Mitte Oktober 2010 wurden beide Kommandanten der Taliban in Zhari -Kaka Abdul Khaliq und Kako- getötet.<ref name=":0" />

Die 101. Luftlandedivision übernahm die Führung bei diesem Einsatz. Während der Operation gestaltete sich die Übernahme von Zhari als schwierig, da dieser Bezirk, der an der Hauptstraße nach Kandahar liegt, eine wichtige Versorgungsroute der Taliban für Arghandab und Panjwai ist.<ref>Mandy Clark: Operation Dragon Strike Targets Taliban Hometown. Web Archive (früher: CBS News), 29. September 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. September 2010; abgerufen am 12. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cbsnews.com</ref>

Am Ende der Mission im Dezember 2010 wurden die Ziele der Operation Dragon Strike erreicht. Die Mehrheit der Taliban-Kämpfer haben sich aus der Provinz Kandahar zurückgezogen und die Führung der Aufständischen wurde zerschlagen.<ref>Carlotta Gall und Ruhullah Khapalwak: NATO Push Deals Taliban a Setback in Kandahar. The New York Times, 15. Dezember 2010, abgerufen am 12. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Jon Boone: Afghan Taliban leadership splintered by intense US military campaign. The Guardian, 22. Dezember 2010, abgerufen am 12. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Insgesamt wurden bei der Mission 34 US-Soldaten, ein kanadischer Soldat und mindestens 7 afghanische Polizisten getötet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Coalition Military Fatalities By Year (Memento vom 16. Oktober 2015 im Internet Archive)</ref><ref>http://articles.sfgate.com/2010-10-05/news/24111794_1_afghan-police-mirwais-hospital-kandahar</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 17. Juli 2011 im Internet Archive)</ref>

Kritik

Die größte Kritik kam von der Zivilbevölkerung. Im Oktober zerstörten US-Truppen in den Distrikten Zhari, Punjwayi und Arghandab mit Sprengstoff, Bulldozern und Luftangriffen Hunderte afghanischer Zivilhäuser, Bauernhäuser, Mauern, Bäume und Felder. Fotos zeigten, dass ein Dorf, Tarok Kolache, durch Bombenangriffe vollständig zerstört worden war. Andere Dörfer, darunter Khosrow Sofla, Khosrow Ulya und Lower Babur wurden von in der Region tätigen Journalisten als zerstört gemeldet. Der Gouverneur des Distrikts Arghandab berichtete, dass weitere Dörfer zerstört wurden.<ref>Rod Norland und Taimoor Shah: NATO Is Razing Booby-Trapped Afghan Homes. The New York Times, 16. November 2010, abgerufen am 12. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Militärbeamte gaben später an, dass die meisten Farmen, Obstgärten und Gebäude zerstört wurden, da die Taliban dort Sprengfallen versteckt hat. Sie argumentierten auch, dass die Zerstörung insofern positiv sei, weil dies die Einwohner dazu zwingen würde, zur Entschädigung in ihr lokales Regierungszentrum zu gehen. Dies sollte die Zivilbevölkerung mit der afghanischen Regierung verbinden.<ref>Ben Gilbert: U.S. Military Bulldozes through Kandahar. Web Archive (früher: CBS News), 10. November 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. November 2010; abgerufen am 12. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cbsnews.com</ref>

Iranische Beteiligung

Am 24. Dezember 2010 berichtete ein NATO Sprecher, dass ein Offizier der Quds-Einheit der iranischen Revolutionsgarde am 18. Dezember von US-Spezialeinheiten gefangen genommen wurde. Er wurde in Nor Muhammad Koloche in der Provinz Kandahar festgenommen und als „ein wichtiger Waffenvermittler der Taliban“ beschrieben.<ref>Barney Henderson: Iranian soldier captured in Afghanistan. The Telegraph, 24. Dezember 2010, abgerufen am 12. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Einzelnachweise

<references />