Zum Inhalt springen

Olympische Winterspiele 2010/Shorttrack

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Shorttrack bei den
Olympischen Winterspielen 2010
colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122; text-align: center;" | Datei:Olympische Winterspiele 2010 logo.svg
Datei:Short track speed skating pictogram.svg
Information
Austragungsort Kanada Vancouver
Wettkampfstätte Pacific Coliseum
Nationen 23
Athleten 109 (54 Datei:Unicode Geschlechtersymbole.svg, 55 Datei:Unicode Geschlechtersymbole.svg)
Datum 13.–26. Februar 2010
Entscheidungen 8
Turin 2006

Bei den XXI. Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver fanden acht Wettbewerbe im Shorttrack statt. Austragungsort war das Pacific Coliseum, eine Sportarena östlich des Stadtzentrums.

Bilanz

Medaillenspiegel

Platz Land Gold Silber Bronze Gesamt
1 China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg China 4 4
2 Korea Sud[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Südkorea 2 4 2 8
3 Kanada Kanada 2 2 1 5
4 Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Vereinigte Staaten 2 4 6
5 ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien 1 1

Medaillengewinner

Männer
Konkurrenz Gold Silber Bronze
500 m Kanada Charles Hamelin Korea Sud[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Sung Si-bak Kanada François-Louis Tremblay
1000 m Korea Sud[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Lee Jung-su Korea Sud[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Lee Ho-suk Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Apolo Anton Ohno
1500 m Korea Sud[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Lee Jung-su Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Apolo Anton Ohno Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: John Celski
5000 m Staffel Kanada Kanada
Guillaume Bastille
Charles Hamelin
François Hamelin
Olivier Jean
François-Louis Tremblay
Korea Sud[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Südkorea
Kim Seoung-il
Kwak Yoon-gy
Lee Ho-suk
Lee Jung-su
Sung Si-bak
Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Vereinigte Staaten
John Celski
Simon Cho
Travis Jayner
Jordan Malone
Apolo Anton Ohno
Frauen
Konkurrenz Gold Silber Bronze
500 m China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Wang Meng Kanada Marianne St-Gelais ItalienItalien Arianna Fontana
1000 m China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Wang Meng Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Katherine Reutter Korea Sud[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Park Seung-hi
1500 m China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Zhou Yang Korea Sud[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Lee Eun-byul Korea Sud[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Park Seung-hi
3000 m Staffel China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg China
Sun Linlin
Wang Meng
Zhang Hui
Zhou Yang
Kanada Kanada
Jessica Gregg
Kalyna Roberge
Marianne St-Gelais
Tania Vicent
Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Vereinigte Staaten
Allison Baver
Kimberly Derrick
Alyson Dudek
Lana Gehring
Katherine Reutter

Ergebnisse Männer

500 m

Vorläufe: 24. Februar 2010, 17:47 Uhr; Viertelfinale: 26. Februar 2010, 18:00 Uhr;
Halbfinale: 26. Februar 2010, 18:43 Uhr; Finale: 26. Februar 2010, 19:14 Uhr

1000 m

Platz Land Sportler Zeit (min)
1 Korea Sud[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  KOR Lee Jung-su 1:23,747 (OR)
2 Korea Sud[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  KOR Lee Ho-suk 1:23,801
3 Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  USA Apolo Anton Ohno 1:24,128
4 Kanada CAN Charles Hamelin 1:24,329
5 Kanada CAN François Hamelin 1:25,206
6 China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg CHN Han Jialiang 1:32,023
7 Korea Sud[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  KOR Sung Si-bak 1:24,245
8 Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  USA John Celski 1:24,621
12 Deutschland GER Tyson Heung 1:25,938
27 Deutschland GER Paul Herrmann 1:26,739

Vorläufe: 17. Februar 2010, 17:25 Uhr; Viertelfinale: 20. Februar 2010, 18:29 Uhr;
Halbfinale: 20. Februar 2010, 19:28 Uhr; Finale: 20. Februar 2010, 20:05 Uhr

1500 m

Platz Land Sportler Zeit (min)
1 Korea Sud[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  KOR Lee Jung-su 2:17,611
2 Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  USA Apolo Anton Ohno 2:17,976
3 Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  USA John Celski 2:18,053
4 Kanada CAN Olivier Jean 2:18,806
5 Korea Sud[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  KOR Sung Si-bak 2:45,010
6 China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg CHN Liang Wenhao 2:48,192
7 Kanada CAN Charles Hamelin 2:18,243
8 ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA Nicola Rodigari 2:18,422
11 Deutschland GER Sebastian Praus 2:20,374
23 Deutschland GER Tyson Heung 2:14,461
32 Deutschland GER Paul Herrmann 2:16,782

Vorläufe: 13. Februar 2010, 17:00 Uhr
Halbfinale: 13. Februar 2010, 18:18 Uhr
Finale: 13. Februar 2010, 19:18 Uhr

Das Teilnehmerfeld des 1500-Meter-Rennens bestand aus 36 Athleten aus 16 Ländern. Sieben Nationen, darunter auch die Deutschen, stellten drei Sportler, was der maximal zulässigen Anzahl an Startern entsprach. Die Shorttracker wurden auf sechs Vorläufe mit je sechs Teilnehmern verteilt. Im Normalfall rückten die besten drei Athleten ins Halbfinale vor; allerdings wurden Sportler, die von anderen Shorttrackern behindert worden waren, ebenfalls eine Runde weitergesetzt. Dadurch standen nicht 18, sondern 21 Athleten in den Halbfinals. Dort gab es drei Rennen mit je sieben Startern, von denen sich die besten beiden für das A-Finale qualifizierten und die beiden darauf folgenden für das B-Finale. Während des Wettkampfs gab es fünf Disqualifikationen. Diese Sportler wurden im Klassement nur mit dem Ergebnis gewertet, dass sie im vorhergehenden Lauf erzielt hatten.

Für ein Novum in der olympischen Geschichte sorgte der Lette Haralds Silovs, der erste Athlet, der bei Olympischen Spielen an einem Tag in zwei verschiedenen Sportarten an den Start ging. Nachdem er um 12 Uhr Ortszeit im Richmond Olympic Oval den 20. Rang über 5000 Meter im Eisschnelllauf belegt hatte, ging er gute vier Stunden später im Shorttrack an den Start. Sein niederländischer Trainer Jeroen Otter erklärte dazu: „Für ihn ist dieser Doppelstart die ideale Kombination.“ Silovs geriet damit auch in den Fokus der Medien und erklärte, mit dieser Aufmerksamkeit um seine Person habe er nicht gerechnet. Außerdem meinte der Lette, der als erster Eisschnellläufer seit 74 Jahren sein Land vertrat: „Es ist ein bisschen verrückt. Aber wer weiß, ob ich jemals in meinem Leben nochmal diese Chance bekomme.“<ref>Silovs mit Doppelprogramm an einem Tag</ref>

Datei:ApoloOhno.jpg
Apolo Anton Ohno (hier als Olympiasieger 2006) gewann die Silbermedaille

Bereits beim ersten Shorttrack-Lauf der Olympischen Winterspiele demonstrierten die Südkoreaner ihre mannschaftliche Überlegenheit und kamen als einziges Team zu dritt in die Halbfinals. Sowohl der amtierende Mehrkampfweltmeister Lee Ho-suk als auch seine Teamkollegen Lee Jung-su sowie Sung Si-bak qualifizierten sich dafür als Erste oder Zweite ihres Vorlaufes. Lee Jung-su stellte mit 2:12,380 min sogar einen neuen olympischen Rekord auf. Von den drei Deutschen schieden zwei aus, nur Sebastian Praus gelang der Sprung in die nächste Runde. Dabei profitierte er von der Disqualifikation des US-Amerikaners Jordan Malone. In den Halbfinals belegte Praus lange den siebten und letzten Rang, auch diesmal kam ihm wieder ein Sturz kurz vor der Ziellinie zugute. Dadurch verbesserte er sich auf Position drei, was jedoch nicht für die Qualifikation für das A-Finale ausreichte. In dieses zogen dagegen alle drei Südkoreaner ein; Lee Jung-su lief dabei zum zweiten Mal olympischen Rekord. Neben der kompletten südkoreanischen Mannschaft rückten auch zwei US-Amerikaner – darunter auch der zweifache Olympiasieger Apolo Anton Ohno – ins Finale vor, zudem ein Chinese sowie Olivier Jean aus Kanada. Jean wurde dabei wegen Behinderung durch einen anderen Läufer im Halbfinale weitergesetzt.

Vor dem A-Finale stand zunächst das B-Finale auf dem Programm. Diesen gewann der Kanadier Charles Hamelin, der mit seinem Wettkampf zufrieden war und sich nun auf das nächste Rennen, die 1000 Meter, konzentrieren wollte.<ref name="cbc">South Korean takes gold, Ohno of U.S. wins 6th medal</ref> Letzter im B-Finale wurde der Deutsche Sebastian Praus, der den elften Gesamtrang belegte und sein bestes Olympiaergebnis, einen zehnten Platz, nur knapp verpasste. Damit war er „absolut zufrieden“. Ein B-Finale sei für einen deutschen Shorttracker momentan das Optimum, Medaillenträume seien unrealistisch.<ref>Praus verpasst nur knapp 1500m-Shorttrack-Finale</ref><ref>Lee Jung-Soo holt Gold – Praus Elfter</ref> Das A-Finale verlief zunächst ohne große Überraschungen: Kurz vor Schluss hatten sich die drei Südkoreaner etwas vom weiteren Feld abgesetzt und es schien, als würde es einen Dreifachsieg geben. 30 Meter vor dem Ziel versuchte Lee Ho-suk, seinen Teamkollegen Sung Si-bak zu überholen. Dies endete jedoch damit, dass beide Athleten zu Fall kamen und keine Rolle mehr bei der Medaillenvergabe spielten. Lee Ho-suk wurde im Nachhinein disqualifiziert und noch aus den Top Ten zurückversetzt. Vorne gewann der dritte Südkoreaner Lee Jung-su die Goldmedaille und löste so seinen Landsmann Ahn Hyun-soo als Olympiasieger ab.

Hinter Lee Jung-su gewann Apolo Anton Ohno die Silbermedaille. Für ihn war dies die sechste olympische Medaille (je zweimal Gold, Silber und Bronze), damit hatte er häufiger Edelmetall gewonnen als jeder seiner Landsleute zuvor. Ohno erklärte, er habe sich für diese Olympischen Spiele besser vorbereitet als je zuvor, er befinde sich in einer sehr guten Form.<ref name="cbc" /> Zugleich erklärte er: „Davon lebt unser Sport: Viel Kontakt, viel Kampf. Heute war es furchtbar eng, und ich habe profitiert.“ Hinter Ohno wurde Olivier Jean als bester Kanadier Vierter; Sung Si-bak sicherte sich nach dem Sturz zumindest Rang fünf. Insgesamt hatten 11.000 Zuschauer den Wettkampf gesehen, aufgrund der teilweise als spektakulär bezeichneten Überholmanöver und Stürzen wurde dem Rennen insgesamt ein positives Fazit beschieden.<ref>Ohno stiehlt gierigen Asiaten die Shorttrack-Show mainpost.de am 14. Februar 2010</ref>

5000 m Staffel

Platz Land Sportler Zeit (min)
1 Kanada CAN Guillaume Bastille<ref>Guillaume Bastille trat nur im Halbfinale an. Im Finale wurde dann François Hamelin eingesetzt. Alle fünf Athleten erhielten die Goldmedaille.</ref>
Charles Hamelin
François Hamelin
Olivier Jean
François-Louis Tremblay
6:44,224
2 Korea Sud[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  KOR Kim Seoung-il<ref>Kim Seoung-il trat nur im Halbfinale an. Im Finale wurde dann Lee Jung-su eingesetzt. Alle fünf Athleten erhielten die Silbermedaille.</ref>
Kwak Yoon-gy
Lee Ho-suk
Lee Jung-su
Sung Si-bak
6:44,446
3 Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  USA John Celski
Simon Cho<ref>Simon Cho trat nur im Halbfinale an. Im Finale wurde dann Jordan Malone eingesetzt. Alle fünf Athleten erhielten die Bronzemedaille.</ref>
Travis Jayner
Jordan Malone
Apolo Anton Ohno
6:44,498
4 China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg CHN Han Jialiang
Liu Xianwei
Ma Yunfeng
Song Weilong
6:44,630
5 Frankreich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  FRA Maxime Châtaignier
Thibaut Fauconnet
Benjamin Macé<ref>Benjamin Macé trat nur im Halbfinale an. Im Finale wurde dann Jérémy Masson eingesetzt.</ref>
Jérémy Masson
Jean-Charles Mattei
6:51,566
6 Vereinigtes Konigreich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  GBR Anthony Douglas
Jon Eley
Tom Iveson<ref>Tom Iveson trat nur im Halbfinale an. Im B-Finale wurde dann Paul Worth eingesetzt.</ref>
Jack Whelbourne
Paul Worth
6:50,045
7 Deutschland GER Paul Herrmann
Tyson Heung
Sebastian Praus
Robert Seifert
6:50,119
ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA Nicolas Bean
Yuri Confortola
Claudio Rinaldi
Nicola Rodigari
DSQ

Halbfinale: 17. Februar 2010, 18:32 Uhr
Finale: 26. Februar 2010, 19:51 Uhr

Frauen

500 m

Vorläufe: 13. Februar 2010, 17:42 Uhr; Viertelfinale: 17. Februar 2010, 17:00 Uhr;
Halbfinale: 17. Februar 2010, 18:10 Uhr; Finale: 17. Februar 2010, 19:07 Uhr

Für das 500-Meter-Rennen hatten sich 32 Athletinnen aus 17 Ländern qualifiziert. Die maximale Anzahl an Starterinnen aus einem Land betrug wie auch bei allen anderen Einzelrennen drei und wurde von fünf Nationen ausgenutzt. Da dies das kürzeste und damit auch schnellste Rennen war, liefen vier statt sechs Sportlerinnen in einem Lauf gegeneinander, um Stürze oder Behinderungen weitgehend zu vermeiden. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl pro Lauf gab es vier Runden: Auf die acht Vorläufe am 13. Februar folgten vier Tage später die Viertel- sowie Halbfinals und schließlich das A- sowie das B-Finale. Während des Wettkampfes gab es drei Disqualifikationen. Diese Sportlerinnen wurden im Klassement nur mit dem Ergebnis gewertet, dass sie im vorhergehenden Lauf erzielt hatten.

Vor dem Wettbewerb galt die amtierende Olympiasiegerin Wang Meng aus China als Favoritin; auch das US-Fachmagazin Sports Illustrated tippte sie auf den Goldmedaillenrang.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />A full rundown on the 86 events and 258 medals up for grabs over the 17 days of the Vancouver Games (Memento vom 6. Februar 2010 im Internet Archive)</ref> Weitere Chancen wurden auch Wangs Teamkollegin Zhou Yang sowie den Kanadierinnen zugestanden. Die Südkoreanerinnen wurden schwächer eingeschätzt, ebenso die Europäer. Deutschland entsandte mit Aika Klein eine Athletin. Wie erwartet blieb sie jedoch in ihrem Vorlauf gegen die bis dahin wesentlich erfolgreicheren Cho Ha-ri sowie Katherine Reutter chancenlos, zumal sie mit der äußeren Startposition einen taktischen Nachteil hatte. Dennoch war sie mit ihrem Wettkampf zufrieden: „Um weiterzukommen, hätte ich […] deutschen Rekord laufen müssen. Die anderen Strecken liegen mir mehr, ich bin ganz optimistisch.“<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Olympia 2010: Fighting! (Memento vom 18. Februar 2010 im Internet Archive)</ref> Dagegen verbesserte Wang Meng bereits im Vorlauf den acht Jahre alten olympischen Rekord ihrer Landsfrau Yang Yang (A); drei weitere Sportlerinnen liefen ebenfalls schneller als Yangs alte Bestmarke. Von den hoch eingeschätzten Chinesinnen schied lediglich Zhao Nannan aus, die in der Mitte des letzten Vorlaufes stürzte und das Rennen mit 15 Sekunden Rückstand beendete. Dagegen legte das chinesische Team zunächst Protest ein. Die Schiedsrichter entschieden jedoch, dass Zhao ohne Fremdeinwirkung gestürzt sei. Die einzige Disqualifikation wurde im siebten Vorlauf gegen die Bulgarin Marina Georgijewa-Nikolowa ausgesprochen, die zwei Fehlstarts verursacht hatte.<ref>Mixed fortunes in Short Track, at the Vancouver Olympics</ref>

Datei:2010 Medals in 500 metres short track.jpg
Das Siegerpodest nach dem 500-Meter-Finale

In den Viertelfinals stellte Wang Meng einen weiteren olympischen Rekord auf. Die größte mannschaftliche Geschlossenheit zeigten die Kanadierinnen, die sich zu dritt für die Halbfinals qualifizierten. Eine ungewöhnliche Situation ergab sich im zweiten Viertelfinale, als der Wettkampf nach einem Zusammenstoß der Britin Sarah Lindsay sowie der Kanadierin Jessica Gregg schon in der ersten Kurve neu gestartet werden musste. Beim zweiten Versuch kämpften Lindsay und Gregg erneut in der Startrunde, zum zweiten Mal kam es zu einem Sturz der beiden und zu einem Neustart. Zu diesem traten jedoch nur noch drei Läuferinnen an, nachdem Lindsay disqualifiziert wurde. Die Britin fühlte sich ungerecht behandelt: „Ich habe das Gefühl, ich habe nicht einmal eine Chance erhalten, mein Rennen zu bestreiten. […] Wir sind beide zusammengestoßen und sie ist gestürzt. Ich bin nicht schuld, wenn sie ungeschickter ist als ich.“<ref>WINTER OLYMPICS 2010: Sarah Lindsay blasts Canadian rival Jessica Gregg as Briton is disqualified from speed skating</ref> Auch die zweite Britin Elise Christie sah sich nach ihrem Ausscheiden von der Jury benachteiligt, da sie von einer Südkoreanerin behindert worden sei. Insbesondere in britischen Medien verbreiteten sich die kritischen Äußerungen gegenüber den Schiedsrichtern schnell.<ref>Winter Olympics 2010: British short track skaters denied by judges rulings</ref><ref>Sarah Lindsay angry after short track disqualification</ref>

Im Halbfinale gab es keine Disqualifikationen. Die schnellste Zeit lief wieder Wang Meng, die nun bereits zum dritten Mal den olympischen Rekord unterbot und als erste Athletin bei Olympia unter 43 Sekunden lief. Damit war der Rekord binnen weniger Tage um mehr als eine Sekunde verbessert worden. Die alte Bestzeit hätte 2010 nicht einmal für den Finaleinzug ausgereicht. Die zweite Chinesin Zhou Yang rückte dagegen nicht in den Endlauf vor und platzierte sich als Dritte in ihrem Lauf hinter der 19-jährigen Italienerin Arianna Fontana, die so zum ersten Mal in ihrer Karriere in ein olympisches A-Finale einzog. Neben ihr und Wang Meng gelang dies auch noch zwei Kanadierinnen: Marianne St-Gelais, die an diesem Tag 20 Jahre alt wurde, sowie der am Viertelfinalsturz beteiligten Jessica Gregg. Die dritte Kanadierin Kalyna Roberge schied dagegen aus und lief im B-Finale. Dort belegte sie hinter Zhou Yang die zweite Position und sicherte sich somit den insgesamt sechsten Platz.<ref>Chinese skater tops two Canadians for gold</ref>

Das Finale begann mit einem weiteren Sturz Greggs, die diesmal mit Fontana zusammenstieß. Nach dem Rennen erklärte sie, es wäre nur dieser eine Moment gewesen, wenn es in die Kurve ging, in dem sie wohl die Konzentration etwas verloren habe.<ref>Silver icing on the cake for birthday girl Marianne St-Gelais</ref> Auch der zweite Versuch, den Wettkampf durchzuführen, misslang aufgrund eines Fehlstarts. Der dritte Start gelang schließlich. Wang Meng übernahm die Spitzenposition und lief das Rennen von vorne mit deutlichem Abstand auf ihre Verfolger. Mit einer Zeit von 43,048 s entschied sie den Wettkampf für sich, mit mehr als sechs Zehntelsekunden Vorsprung auf die Silbermedaillengewinnerin St-Gelais. Im B-Finale lagen zwischen der ersten und der letzten Läuferin knapp anderthalb Zehntel. Wang kommentierte ihren Wettkampf so: „Auf den letzten zwei Runden habe ich meine Beine zittern gespürt. Ich glaube, wenn man so nah an dem dran ist, was man immer gewollt hat, ist das normal.“<ref>Wang Meng is surest thing in short track skating</ref> Die zweitplatzierte St-Gelais zeigte sich ebenfalls glücklich: „Außer einer Goldmedaille ist Silber das beste Geschenk, das ich haben könnte. Zweiter Platz an meinem 20. Geburtstag, das passt.“.<ref>Canada’s St-Gelais wins short-track silver</ref> Die Bronzemedaille gewann Fontana, die somit zum zweiten Mal auf dem olympischen Podest stand.

1000 m

Vorläufe: 24. Februar 2010, 17:00 Uhr; Viertelfinale: 26. Februar 2010, 18:14 Uhr
Halbfinale: 26. Februar 2010, 18:52 Uhr; Finale: 13. Februar 2010, 19:24 Uhr

1500 m

Vorläufe: 20. Februar 2010, 17:45 Uhr
Halbfinale: 20. Februar 2010, 18:58 Uhr
Finale: 20. Februar 2010, 19:51 Uhr

3000 m Staffel

Platz Land Sportlerinnen Zeit (min)
1 China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg CHN Sun Linlin
Wang Meng
Zhang Hui
Zhou Yang
4:06,610 (WR)
2 Kanada CAN Jessica Gregg
Kalyna Roberge
Marianne St-Gelais
Tania Vicent
4:09,137
3 Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  USA Allison Baver
Kimberly Derrick<ref>Kimberly Derrick trat nur im Halbfinale an. Im Finale wurde dann Allison Baver eingesetzt. Alle fünf Athletinnen erhielten die Bronzemedaille.</ref>
Alyson Dudek
Lana Gehring
Katherine Reutter
4:14,081
4 Niederlande NED Liesbeth Mau Asam<ref>Lisbeth Mau-Asam trat nur im Halbfinale an. Im B-Finale wurde dann Sanne van Kerkhof eingesetzt.</ref>
Jorien ter Mors
Annita van Doorn
Sanne van Kerkhof
Maaike Vos
4:16,120
5 Ungarn[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  HUN Rózsa Darázs
Bernadett Heidum
Erika Huszár
Andrea Keszler
4:17,937
6 ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA Arianna Fontana<ref>Arianna Fontana trat nur im Halbfinale an. Im B-Finale wurde dann Lucia Peretti eingesetzt.</ref>
Cecilia Maffei
Lucia Peretti
Martina Valcepina
Katia Zini
4:18,559
7 Japan JPN Ayuko Itō
Mika Ozawa<ref>Mika Ozawa trat nur im Halbfinale an. Im B-Finale wurde dann Hiroko Sadakane eingesetzt.</ref>
Hiroko Sadakane
Yui Sakai
Biba Sakurai
4:28,745
Korea Sud[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  KOR Cho Ha-ri
Kim Min-jung
Lee Eun-byul
Park Seung-hi
DSQ

Halbfinale: 13. Februar 2010, 18:50 Uhr
Finale: 24. Februar 2010, 18:26 Uhr

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />