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Oliver O’Grady

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Oliver O’Grady (* 1946 in Limerick) ist ein suspendierter katholischer Priester aus Irland, der von 1973 an mehrere Kinder in Kalifornien vergewaltigt hat.

O’Grady wurde in den späten 1960er-Jahren in Thurles im County Tipperary zum Priester geweiht. 1971 wanderte er in die Vereinigten Staaten ein. Von 1971 bis 1978 diente er als Priester in der St. Anne’s Catholic Church in Lodi. Danach wechselte er öfter die Kirchen und Gemeinden, blieb jedoch die ganze Zeit in Kalifornien.<ref name="Guccione, Jean">Jean Guccione: A Glimpse at the Mind of a Pedophile. In: Los Angeles Times. 11. Mai 2005, abgerufen am 13. März 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

1993 wurde er in vier Fällen wegen Kindesmissbrauchs an den Brüdern John und James Howard zu 14 Jahren Haft verurteilt. Der Anwalt Jeff Anderson sagte, dass die Gebrüder Howard zwischen 1976 und 1984 mehrfach von O’Grady missbraucht wurden, als diese zwischen drei und 13 Jahren alt waren. Weiterhin teilte Anderson mit, dass die Kirche bereits zwischen 1976 und 1984 von den Missbrauchsfällen gewusst, jedoch nichts dagegen unternommen habe. 1998 verurteilte ein Zivilgericht die Diözese Stockton, in der O’Grady diente, zu einer Schadensersatzzahlung von 30 Mio. US-$. Die Summe wurde im Nachhinein auf 7 Mio. US-$ reduziert.<ref>Don Lattin: $30 Million Awarded to Men Molested by Priest. In: San Francisco Chronicle. 16. Juli 1998, abgerufen am 13. März 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> O’Grady wurde im Jahr 2000 nach sieben Jahren Haft auf Bewährung entlassen und lebte nach der Ausweisung aus den Vereinigten Staaten wieder in Irland.

In einer im Jahr 2005 auf Video abgegebenen eidesstattlichen Erklärung sagte er aus, nicht weniger als 25 Kinder in Nordkalifornien missbraucht zu haben.<ref name="Guccione, Jean" />

Der Oscar-nominierte Dokumentarfilm Deliver Us from Evil (2006) greift die Geschehnisse um O’Grady auf und versucht, die Verstrickungen der Kirche offenzulegen. O’Grady wirft der Kirche vor, von den Vorfällen gewusst zu haben, ihn jedoch durch Versetzungen in andere Pfarreien geschützt zu haben.<ref>Drew Griffin, Kathleen Johnston: Priest makes ‘most honest confession’ of his life. In: CNN. 28. Juni 2006, abgerufen am 13. März 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Gina Piccalo: Abuser Becomes Church’s Accuser. In: Los Angeles Times. 26. Juni 2006, abgerufen am 13. März 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er bestätigte auch den Verdacht, dass der zuständige Bischof Roger Michael Mahony von den Geschehnissen wusste und ihn deswegen einer anderen Gemeinde zuteilte.<ref>Sex crimes and the Vatican:Transcript of BBC TV Panorama Programme. In: BBC One. 1. Oktober 2006, abgerufen am 13. März 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Dezember 2010 wurde O’Grady in Dublin wegen des Besitzes von Kinderpornographie erneut festgenommen.<ref>Former priest Oliver O’Grady arrested for child porn. In: lodinews.com. 13. Dezember 2010, abgerufen am 13. März 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Januar 2012 wurde O’Grady wegen dieses Vergehens in Irland zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe verurteilt.<ref> Oliver O’Grady, Irish Priest, Jailed For Child Porn. In: Huffington Post. 31. Januar 2012, abgerufen am 13. März 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach seiner Flucht und einer Strafanzeige durch Papst Franziskus wurde im Oktober 2019 ein internationaler Haftbefehl entlassen; eine Woche später wurde er in Loulé an der Algarve in Portugal verhaftet.<ref>Tânia Laranjo: Padre pedófilo denunciado pelo Papa Francisco acaba descoberto no Algarve. Correio da Manhã, 25. Oktober 2019</ref>

Einzelnachweise

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Weblinks

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