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Okerburg

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Datei:Braunschweig Okerburg (2012).JPG
Die Okerburg 2012, der linke Gebäudeteil stammt noch von 1859.
Datei:Braunschweig Brunswick Okerburg Suedwesten (2006).JPG
Detail des 1905 erbauten Teils.
Datei:Braunschweig Brunswick Okerburg Osten (2006).JPG
Rückansicht
Datei:Braunschweig Erste Quadriga Brunonia G F Howaldt (1862).jpg
Die erste Braunschweiger Quadriga mit Brunonia wohl kurz nach ihrer Fertigstellung um 1862/63 vor dem Südeingang der Gießerei, der späteren Okerburg. Georg Ferdinand Howaldt in der Mitte davor.

Das vom Volksmund als „Okerburg“ bezeichnete Gebäude befindet sich in der Hochstraße 21 in Braunschweig. Es wurde 1905 erbaut und war ursprünglich Werkstatt und Gießhalle der Braunschweiger Erzgießerfamilie Howaldt.

Geschichte

Das denkmalgeschützte Gebäude befindet sich in der Hochstraße auf einem Eckgrundstück mit der Howaldtstraße im Östlichen Ringgebiet Braunschweigs. Die Hochstraße grenzt hier mit ihrem Südende an den Kreuzungspunkt zwischen Helmstedter Straße und Kastanienallee.

Auf dem Grundstück befand sich bereits eine 1859 von Georg Ferdinand Howaldt errichtete Gießhalle. Das schlichte, eingeschossige Bauwerk mit Rundbogenfenstern und Satteldach bildet noch heute den nördlichen Teil der Okerburg.<ref name="Kimpflinger74">Wolfgang Kimpflinger: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Baudenkmale in Niedersachsen, Band 1.2.: Stadt Braunschweig, Teil 2, S. 74</ref> Nach dem Tode des Erbauers übernahm dessen Sohn Hermann Heinrich Howaldt die Nachfolge. Nachdem dieser 1891 verstorben war, folgte Paul Rinckleben als Pächter. Zuletzt arbeitete dieser mit Ferdinand Adolf Howaldt zusammen. Beide konnten jedoch den Konkurs des Unternehmens im Jahre 1906 nicht verhindern.

Architektur

Der heutige, zweigeschossige Bau entstand – bis auf den 1859 erbauten Teil – 1905 und vereint Elemente, wie sie in der Burg Dankwarderode und im Braunschweiger Dom wieder zu finden sind.<ref name="Kimpflinger74" /> Es handelt sich um ein massives Gebäude aus Bruchstein, das aufgrund der verspielten Architektur mit einem auffälligen Turm wie eine kleine Burg aussieht, was dem Ganzen – in Verbindung mit dem nahe gelegenen östlichen Okerring – den Spitznamen „Okerburg“ eintrug. Das Gebäude wurde mehrfach umgebaut und im Zweiten Weltkrieg beschädigt, wobei Wandmalereien zerstört wurden.<ref>Schlaraffia-Website zur „Burg“</ref>

Nach dem Konkurs kaufte der Verein „Schlaraffia Brunsviga“ das Gebäude 1912<ref>Norman-Mathias Pingel: Howaldt. In: Camerer, Garzmann, Schuegraf, Pingel (Hrsg.): Braunschweiger Stadtlexikon. Joh. Heinr. Meyer Verlag, Braunschweig 1992, ISBN 3-926701-14-5, S. 111.</ref> und veränderte es nochmals sowohl innen als auch außen.<ref name="Kimpflinger74" /> Noch heute ist die Okerburg der Stammsitz der Braunschweiger Schlaraffen.

Literatur

  • Wolfgang Kimpflinger: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Baudenkmale in Niedersachsen. Band 1.2.: Stadt Braunschweig. Teil 2, Verlag CW Niemeyer, Hameln 1996, ISBN 3-8271-8256-5.
  • Camerer, Garzmann, Schuegraf, Pingel (Hrsg.): Braunschweiger Stadtlexikon. Joh. Heinr. Meyer Verlag, Braunschweig 1992, ISBN 3-926701-14-5.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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