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Oberndorf (Wetter)

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Oberndorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(138)&title=Oberndorf 50° 54′ N, 8° 40′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(138) 50° 54′ 5″ N, 8° 40′ 15″ O
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Höhe: 237 (235–255) m ü. NHN
Fläche: 2,56 km²<ref name="DF" />
Einwohner: 138 (30. Juni 2020)<ref name="DF">Haushaltsplan 2021 (Statistische Angaben) der Stadt Wetter. (PDF: 7,3 MB) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Juli 2021; abgerufen im Juni 2021.</ref>
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 35083
Vorwahl: 06423

Oberndorf ist der nach Einwohnerzahl kleinste Ortsteil von Wetter im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf. Es ist eine bäuerliche Siedlung, die im Wiesengrund an den Hängen des Wollenbergs gelegen ist.

Geschichte

Ortsgeschichte

Der älteste erhalten gebliebene urkundliche Nachweis belegt den Ort Amenowa erstmals um das Jahr 1130. Mit den um 1130 genannten Orten Amenowa und Amenowa sind Ober-Amönau, heute Oberndorf, und Nieder-Amönau, heute Amönau, gemeint.<ref name="lagis" />

Zum 31. Dezember 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Oberndorf im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Stadt Wetter (Hessen-Nassau) (damaliger Name der Stadt) eingegliedert.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen; Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 22. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 2, S. 47, Punkt 50 Abs. 1 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 4,8 MB]).</ref><ref></ref> Für den Ortsteil Oberndorf, wie für alle Ortsteile von Wetter, wurde ein Ortsbezirk eingerichtet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 245 kB) § 7. In: Webauftritt. Stadt Wetter, abgerufen im Juni 2021.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Oberndorf angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

</ref>

Gerichte seit 1821

Mit Edikt vom 29. Juni 1821 wurden in Kurhessen Verwaltung und Justiz endgültig getrennt. Der Kreis Marburg war für die Verwaltung und das Justizamt Wetter war als Gericht in erster Instanz für Oberndorf zuständig.<ref name="NK" /> Nach der Annexion Kurhessens durch Preußen 1866 erfolgte am 1. September 1867 die Umbenennung des bisherigen Justizamtes in Amtsgericht Wetter.<ref>Verordnung über die Gerichtsverfassung in vormaligen Kurfürstentum Hessen und den vormals Königlich Bayerischen Gebietstheilen mit Ausschluß der Enklave Kaulsdorf vom 19. Juni 1867. (PrGS 1867, S. 1085–1094)</ref><ref>Verfügung vom 7. August 1867, betreffend die Einrichtung der nach der Allerhöchsten Verordnung vom 19. Juni d. J. in dem vormaligen Kurfürstentum Hessen und den vormals Königlich Bayerischen Gebietstheilen mit Ausschluß der Enklave Kaulsdorf, zu bildenden Gerichte (Pr. JMBl. S. 221–224http://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10509837~SZ%3D237~doppelseitig%3D~LT%3DPr.%20JMBl.%20S.%20221%E2%80%93224~PUR%3D)</ref> Auch mit dem Inkrafttreten des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) 1877 blieb das Amtsgericht bestehen. 1943 wurde das Amtsgericht Zweigstelle des Amtsgerichts Marburg und 1946 wurde auch die Zweigstelle geschlossen. Der Bezirk des Amtsgerichts Wetter ging im Bezirk des Amtsgerichts Marburg auf.

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Oberndorf 147 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 27 Einwohner unter 18 Jahren, 57 zwischen 18 und 49, 78 zwischen 50 und 64 und 60 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 57 Haushalten. Davon waren 12 Singlehaushalte, 18 Paare ohne Kinder und 21 Paare mit Kindern, sowie 3 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 12 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 36 Haushaltungen leben keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1502: 4 Männer
• 1577: 14 Hausgesesse
• 1580: 4 Ackerleute, 6 Einläuftige, 6 auswärtige Grundbesitzer.
• 1630: 9 Hausgesesse. (3 zweispännige, 3 einspännige Ackerleute, 3 Einläuftige)
• 1681: 6 hausgesessene Mannschaften
• 1820: 21 Häuser, 146 Einwohner<ref name="ST-KHessen" />
• 1838: 153 Einwohner (Familien: 25 nutzungsberechtigte Ortsbürger)
Oberndorf: Einwohnerzahlen von 1744 bis 2020
Jahr  Einwohner
1744
  
90
1800
  
?
1820
  
146
1834
  
158
1840
  
150
1846
  
161
1852
  
158
1858
  
161
1864
  
162
1871
  
147
1875
  
144
1885
  
142
1895
  
153
1905
  
129
1910
  
129
1925
  
123
1939
  
136
1946
  
173
1950
  
178
1956
  
159
1961
  
160
1967
  
158
1976
  
149
1985
  
?
1995
  
150
2005
  
?
2011
  
147
2015
  
147
2020
  
138
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Städteatlas Hessen<ref name="STAH" />; Stadt Wetter<ref name="EW" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1830: 545 evangelische Einwohner
• 1861: alle Einwohner evangelisch-lutherisch
• 1885: 142 evangelische (= 100 %) Einwohner
• 1961: 152 evangelische (= 95,00 %), 7 römisch-katholische (= 4,38 %) Einwohner

Historische Erwerbstätigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1744: Familien: 14 Ackerleute, ein Leineweber, ein Wagner, ein Schmied.
• 1838: Familien: 21 Ackerbau, drei Gewerbe, ein Tagelöhner.
• 1961: Erwerbspersonen: 63 Land- und Forstwirtschaft, 15 Produzierendes Gewerbe, 6 Handel und Verkehr, 5 Dienstleistungen und Sonstiges.

Politik

Für Oberndorf besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Oberndorf) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat für den Ortsbezirk Wetter besteht aus drei Mitgliedern. Die Wahlbeteiligung zur Wahl des Ortsbeirats bei der Kommunalwahl 2021 betrug 67,39 %. Alle Kandidaten gehörten der „Bürgerliste“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Oberndorf. In: Votemanager. Stadt Wetter (Hessen), abgerufen im August 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Andreas Gnau zum Ortsvorsteher.<ref>Ortbeirat Oberndorf. In: Webauftritt. Stadt Wetter (Hessen), abgerufen im August 2023.</ref>

Infrastruktur

  • In Oberndorf gibt es einige Ferienwohnungen und eine Mosterei.
  • Eine Besonderheit ist die ortseigene Freiwillige Feuerwehr, die sowohl für den Ort selbst als auch für die umliegenden Orte einen wichtigen Faktor des Schutzes bei Gefahren darstellt.

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis"> Oberndorf, Landkreis Marburg-Biedenkopf. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="ST-KHessen"> Johann Daniel Albrecht Höck: Statistik und Topographie des Kurfürstenthums Hessen nach der neuesten Eintheilung. T. Fischer, Kassel 1842, S. 215 (online bei HathiTrust’s digital library). </ref> <ref name="STAH"> Ursula Braasch-Schwersmann (Hrsg.): Wetter, Textheft. Marburg 2005, ISBN 3-87707-642-4, S. 16 (Online bei Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen [PDF; 334 kB]). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 32 und 72, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> <ref name="EW"> Einwohnerzahlen seit 2015. aus den Haushaltsplänen. Stadt Wetter, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen im Juni 2021. </ref> <ref name="KF-Hessen"> Georg Landau: Beschreibung des Kurfürstenthums Hessen. T. Fischer, Kassel 1842, S. 389 (online bei HathiTrust’s digital library). </ref> <ref name="KHK1818"> Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 123 f. (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="NK"> Neueste Kunde von Meklenburg, Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und den freien Städten, aus den besten Quellen bearbeitet. im Verlage des G. H. G. privil. Landes-Industrie-Comptouts., Weimar 1823, S. 158 ff. (online bei HathiTrust’s digital library). </ref> </references>

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