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Oberdürnbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Oberdürnbach (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Oberdürnbach
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Hollabrunn (HL), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Hollabrunn
Pol. Gemeinde Maissau
Koordinaten 48° 35′ 14″ N, 15° 50′ 54″ OKoordinaten: 48° 35′ 14″ N, 15° 50′ 54″ O
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Höhe 330 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft (k. A. Hilfef3f0)
Fläche d. KG Vorlage:FLNdep1 (Vorlage:Metadaten Fläche AT KG)
Postleitzahl 3712f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03804
Katastralgemeindenummer 09105
Zählsprengel/ -bezirk Oberdürnbach (31026 002)
Bild
Luftaufnahme von Oberdürnbach
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Oberdürnbach ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Maissau in Niederösterreich sowie eine ehemalige Gemeinde. Die Ortschaft hat Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft Einwohner (Stand ).<ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref> Bis Ende 1969 war Oberdürnbach eine eigenständige Gemeinde.<ref name="fusion" />

Geographie

Der Ort liegt unterhalb des Anstieges zum Waldviertel in einer Talenge des Dürnbaches und ist über die Landesstraße L50 zu erreichen.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Ober-Dürnbach erfolgte am 28. September 1110 in der Gründungsurkunde der Pfarrkirche Ravelsbach.<ref name="kircheOberdürnbach" />

Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:Oberdürnbach - Kirche.JPG
Filialkirche hl. Katharina in Oberdürnbach

Die Herren von Ober-Dürnbach, die dem österreichischen Landadel angehörten, hatten hier ihren Edelsitz. Im 14. Jahrhundert wurde von Ullrich von Dürrenpeckh die Burgkapelle errichtet, die heute als Pfarrkirche Oberdürnbach dient. Die Pfeifen der Orgel wurden vor dem Jahr 1678 hergestellt und sind damit die ältesten in Europa.<ref name="kircheOberdürnbach">Pfarrkirche Oberdürnbach auf maissau.at</ref> Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 45 Häusern genannt, das nach Maissau eingepfarrt war und die Kinder in Unterdürnbach eingeschult wurden. Die Herrschaft Maissau besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Limberg ausgeübt. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Maissau, Limberg und Walkenstein.<ref>Vorlage:Austria Topographie Steinius 1822</ref> Nach den Reformen 1848/1849 konstituierte sich Oberdürnbach 1850 zur selbständigen Gemeinde und war bis 1868 dem Amtsbezirk Ravelsbach zugeteilt.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Oberdürnbach ein Gastwirt, ein Bienenzüchter, zwei Gemischtwarenhändler, ein Schuster und einige Landwirte ansässig. Zudem wurde von der Gewerkschaft Walter im Steinbruch Kieselgur abgebaut.<ref>Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 378</ref>

Am 1. Jänner 1970 erfolgte aus finanziellen und wirtschaftlichen Überlegungen heraus die Gemeindezusammenlegung mit Maissau.<ref>Österreichischer Städteatlas: Maissau ( Online); Verlag Franz Deuticke, Wien 1997, ISBN 3-7005-4659-9</ref><ref name="fusion">Vorlage:StatistikAustria Gemeindeänderungen</ref>

Kirche

Die Filialkirche hl. Katharina ist eine ehemalige gotische Burgkapelle aus dem Jahre 1339 mit Ostturm und barockem Langhauszubau.

Kultur

In der ehemaligen Volksschule, die dem Komponisten Gottfried von Einem als Wohnhaus diente, wurde das Gottfried-von-Einem-Haus eingerichtet und jährlich werden Konzerte veranstaltet. Dieses Haus schenkte Lotte Ingrisch nach dem Tod ihres Mannes der Gemeinde Maissau.

Persönlichkeiten

  • Gottfried von Einem (1918–1996), österreichischer Komponist, lebte und verstarb in Oberdürnbach

Literatur

Weblinks

Commons: Oberdürnbach (Gemeinde Maissau) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeindegliederung von Maissau