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Oberdorf (Bleicherode)

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Oberdorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Oberdorf 51° 27′ N, 10° 38′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 51° 27′ 30″ N, 10° 38′ 11″ O
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Höhe: 220 m ü. NN
Eingemeindet nach: Wipperdorf
Postleitzahl: 99752
Vorwahl: 036338
Datei:StadtgliederungBleicherode.png
Karte
Lage des Ortsteils Oberdorf in der Stadt Bleicherode
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Oberdorf ist ein historischer Ortsteil der ehemaligen Gemeinde Wipperdorf und gehört verwaltungstechnisch heute zur Stadt Bleicherode im Landkreis Nordhausen in Thüringen. Er umfasst den westlichen Teil der Siedlung.

Geografie

Oberdorf liegt zusammen mit Mitteldorf und Pustleben, den anderen beiden historischen Ortsteilen der ehemaligen Gemeinde Wipperdorf, in einem großen Talkessel an der Wipper zwischen der Hainleite und den Vorbergen des Südharzes. An der südlichen Siedlungsgrenze mündet der Bölinger Graben in den Mühlgraben, welcher sich nur wenige hundert Meter weiter mit der Wipper vereinigt.

Geschichte

Oberdorf wurde am 1. April 1262 im Urkundenbuch des Eichsfeldes erstmals als Roldesleiben urkundlich genannt.<ref>Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 204</ref> Oberdorf hat sicherlich die gleichen Einflüsse wie Pustleben und Mitteldorf erlebt, diese sind aber nicht festgehalten worden. Die Benennung in Mittel- und Oberdorf setzte sich erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts durch. Die barocke Saalkirche wurde 1726 anstelle eines Vorgängerbaus errichtet.

Am 1. Juli 1950 entstand die Gemeinde Wipperdorf durch den Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden Mitteldorf und Pustleben. Oberdorf kam 1952 hinzu.

Am 1. Januar 2019 wurde Oberdorf mit der Gemeinde Wipperdorf in die Stadt Bleicherode eingemeindet.

Wirtschaft

Größter Gewerbebetrieb Wipperdorfs ist die Wipperdorfer Agrargesellschaft mbH, deren Betriebsgelände sich nördlich an den Ort anschließt. Sie entstand 1993 durch die Zusammenlegung zweier Landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaften und wurde 1995 in ihre heutige Rechtsform überführt. Der Betrieb bewirtschaftet 1700 Hektar Ackerland, hat 1400 Rinder zur Milcherzeugung und beschäftigte im Geschäftsjahr 2021/22 durchschnittlich 29 Mitarbeiter.<ref>Bodo Schwarzberg: Dipl.-Ing. (FH) Uwe Merx. In: nnz-online.de. 23. Dezember 2011, abgerufen am 28. Juni 2024.</ref><ref>Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022 der Wipperdorfer Agrargesellschaft mbH.</ref>

Westlich des Orts, nahe der Gemarkungsgrenze zu Bleicherode, befindet sich ein Solarpark mit einer Grundfläche von etwa 60.000 m², auf dem Gelände eines ehemaligen Heizwerks. Nördlich des Orts befindet sich ein Windpark mit 9 Windkraftanlagen und einer Nennleistung von knapp 19 MW, der jedoch größtenteils auf den Gemarkungen der Ortsteile Mitteldorf und Pustleben liegt.<ref>Neue Anlagen werden gebaut. In: nnz-online.de. 5. November 2018, abgerufen am 28. Juni 2024.</ref>

Verkehr

Die Landesstraße 1034 verläuft durch die drei Ortsteile von Sondershausen nach Kehmstedt. Südöstlich des Ortsteiles verläuft die Bundesautobahn 38. Die vom westlichen Ortsrand etwa gleich weit entfernten Haltepunkte Wipperdorf im Ortsteil Pustleben und Bleicherode Ost in Bleicherode liegen an der Bahnstrecke Halle (S.)–Kassel.

Ortsbürgermeister

Ober- und Mitteldorf werden gemeinsam mit Pustleben regiert und verwaltet, da sie rechtlich keine eigenständigen Ortsteile mehr bilden. Ortsbürgermeister ist seit der Kommunalwahl 2024 Joachim Leßner von der Freiwilligen Feuerwehr und den Freien Wählern.<ref>Ortsteil-/Ortschaftsbürgermeisterwahl 2024 in Thüringen – Wipperdorf. In: wahlen.thueringen.de. Abgerufen am 25. Juni 2024.</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Oberdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Wipperdorf auf der Website der Landgemeinde Bleicherode

Vorlage:Navigationsleiste Ortsteile der Stadt Bleicherode