Nähermemmingen
Nähermemmingen Große Kreisstadt Nördlingen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(750)&title=N%C3%A4hermemmingen 48° 50′ N, 10° 27′ O
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| Höhe: | 436 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 4,61 km²<ref name="Gemarkung"/> | |||||
| Einwohner: | 750 (1. Jan. 2026)<ref>Stadtteile. Abgerufen am 15. Februar 2026.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 163 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 86720 | |||||
| Vorwahl: | 09081 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Nähermemmingen ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Nördlingen im schwäbischen Landkreis Donau-Ries in Bayern.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Nähermemmingen hat eine Fläche von 4,609 km². Sie ist in 1113 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4140,77 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Nähermemmingen (096738). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 11. April 2026.</ref> In ihr liegen die Gemeindeteile Bruckmühle, Klötzenmühle, Nähermemmingen und Walkmühle.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 11. April 2026.</ref>
Geographie
Das Pfarrdorf liegt auf einer Höhe von 436 m ü. NHN am Westrand des Nördlinger Rieses am Bachlauf der Eger. Seine Flur wird fast ausschließlich landwirtschaftlich genutzt.<ref>Topographische Karte 1:25.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. April 2026 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Wann der Ort Nähermemmingen gegründet wurde, lässt sich nicht eindeutig bestimmen. Funde aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit zeigen bereits eine frühe Besiedlung.<ref>Ernst Probst: Deutschland in der Frühbronzezeit. Grin Verlag, 2011, ISBN 3-656-02383-2, S. 145.</ref> Der Überrest einer römischen Säule direkt bei der Dorflinde ist noch ein Zeuge aus der Römerzeit. Die Ortsendung -ingen deutet auf eine alemannische Ortsgründung hin. Der Name Memmingen wird vom alemannischen Namen Mammo hergeleitet. Dieser bedeutet so viel wie sanftmütig, freundlich. Das Näher bezieht vermutlich auf die Nähe zu Nördlingen, im Gegensatz zum etwas weiter entfernten Utzmemmingen.
Im Mittelalter herrschte der Ortsadel in einer Burg (⊙
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}}). Von dieser ist heute nur noch der Burgwall zu erkennen.<ref>Nähermemmingen in der privaten Datenbank Alle Burgen.Vorlage:Abrufdatum</ref> Die Besitzverhältnisse wechselten oft während dieser Zeit. Der überwiegende Teil war in Nördlinger Besitz. Aber auch die Grafen von Oettingen besaßen einige Höfe. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Nähermemmingen bis auf die Pfarrkirche und das Pfarrhaus niedergebrannt.
Im Jahr 1803 wurde Nähermemmingen bayerisch. In der Nacht vom 12. auf den 13. November 1834 brannten bei einem Feuer 20 Bauernhöfe bis auf die Grundmauern nieder.
Am 1. Juli 1972 schloss sich Nähermemmingen im Rahmen der Gebietsreform in Bayern der Stadt Nördlingen an.<ref></ref> Die zur Gemeinde gehörigen Einöden Bruckmühle, Klötzenmühle und Walkmühle wurden mit nach Nördlingen eingegliedert.<ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1571–1572 (Digitalisat). </ref>
1975 erhielt Nähermemmingen Silber im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“.<ref>Sonja Zollner: Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“. (PDF; 45 kB) Siegerdörfer in den Landesentscheiden 1961–2009. 19. Oktober 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 17. Juni 2012; abgerufen am 3. September 2015.</ref>
Wappen
| Blasonierung: „In von Rot und Silber gespaltenem Schild ein von Silber und Schwarz gespaltenes Paar Büffelhömer.“<ref name="Wappen">Heraldry of the World</ref> | |
| Wappenbegründung: Die Büffelhörner waren das Schildbild der einstigen Herren von Näher-Memmingen. Die Feldfarben stellen den Bezug zu den früheren Ortsherren her, dem fürstlichen Haus zu Oettingen sowie der Reichsstadt Nördlingen. Das Wappen wurde durch den Nördlinger Kunstmaler und Grafiker Rudolf Mußgnug gestaltet. |
Religion
Nähermemmingen ist heute überwiegend evangelisch. Die Kirchengemeinde Nähermemmingen-Baldingen gehört zum Dekanatsbezirk Nördlingen, der dem Evangelischen-Lutherischen Kirchenkreis Augsburg und Schwaben angehört. Die Marienkirche hat ein gotisches Erdgeschoss und Chor. Die Grundsteinlegung ist auf den 4. April 1426 datiert. Im Mittelalter gab es außerdem eine St. Georgs-Kapelle.
Außer der Marienkirche sind vier weitere Objekte in die Liste der Baudenkmäler eingetragen, darunter die um 1700 erbaute ehemalige Schule.
Persönlichkeiten
- Hans Wiedenmann (1883–1932), Jurist, Volkswirtschaftler, Archivar und Direktor des Stadtarchivs Augsburg
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/376969886X ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 544–545 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
- Helmut Seitz: Nähermemmingen – Früher und Heute. Verlag F. Steinmeier, Nördlingen 1998.
Weblinks
- Nördlingens Stadtteile – Nähermemmingen
- Nähermemmingen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische StaatsbibliothekVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise
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Baldingen | Dürrenzimmern | Grosselfingen | Bruckmühle | Grünenbaind | Herkheim | Hobelmühle | Holheim | Kleinerdlingen | Klötzenmühle | Löpsingen | Nähermemmingen | Nördlingen | Pfäfflingen | Schmähingen | Walkmühle | Wiesmühle
Sonstige Wohnplätze: Angerhof | Aumühle | Bergmühle | Heutal | Lohmühle | Schwallmühle | Stegmühle | Sulzhof
- Seiten mit Skriptfehlern
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- Ort im Landkreis Donau-Ries
- Geographie (Nördlingen)
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Donau-Ries)
- Gemeindeauflösung 1972
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Gemarkung im Landkreis Donau-Ries