Nuestra Señora de las Mercedes
Der Untergang der Mercedes,
Gemälde von Francis Sartorius (1734–1804). | |||||||||||||||
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Die Nuestra Señora de las Mercedes ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) war eine 34-Kanonen-Fregatte der Santa-Rosa-Klasse der spanischen Marine, die von 1789 bis 1804 in Dienst stand.
Geschichte
Die spätere Nuestra Señora de las Mercedes wurde in der zweiten Hälfte der 1780er Jahre bei der Marinewerft im kubanischen Havanna gebaut. Sie war die neunte und letzte Einheit der Santa-Rosa-Klasse und lief am 18. November 1788 vom Stapel. Nach Ausrüstung und Ausbildung der Besatzung verließ die Fregatte, zusammen mit den beiden Linienschiffen Castilla und San Ramón, am 16. Januar 1790 den Hafen von Havanna mit Ziel des südspanischen Cádiz, wo sie im März eintrafen. Während dieser Reise sicherten die drei Schiffe einen Geleitzug von Handelsschiffen und transportierten 1 Million Pesos nach Spanien.<ref name="RW-1" />
In den folgenden Jahren operierte die Nuestra Señora de las Mercedes in europäischen Gewässern und führte einige Reisen nach Südamerika durch. Da zu dieser Zeit der Erste und dann Zweite Koalitionskrieg herrschte, war das Schiff auch an militärischen Aktionen, wie der für Spanien verlustreichen Seeschlacht bei Kap St. Vincent im Februar 1797, beteiligt.<ref name="RW-1" />
Sie sank am 5. Oktober 1804 vor der Küste Portugals. Noch vor der spanischen Kriegserklärung an Großbritannien am 12. Dezember 1804 griffen vier britische Fregatten vier spanische Fregatten, die von Südamerika kamen, an. Im Seegefecht bei Kap Santa Maria explodierte ein spanisches Schiff und die drei anderen wurden erobert.<ref>Helmut Pemsel: Seeherrschaft. Eine maritime Weltgeschichte von den Anfängen bis 1850. Augsburg 1995, S. 355</ref> In dem Naval Chronicle von 1805 ist das Ereignis ausführlich in englischer Sprache beschrieben.<ref>[1] The Naval chronicle : containing a general and biographical history of the royal navy of the United kingdom with a variety of original papers on nautical subjects (Digitalisat nach einem Exemplar der Bibliothek der University of California auf Internet Archive)</ref>
Wrack
Entdeckung und Rückgabe des Schatzes an Spanien
Die spanische Regierung vermutete, dass das US-amerikanische Unternehmen Odyssey Marine Exploration das Schiffswrack entdeckt hatte und dessen Schatz im Rahmen des sogenannten Black Swan Project heimlich geborgen hatte.<ref>Treasure hunters ordered to return £250m of loot to Spain - The Telegraph, 4. Juni 2009</ref> Im September 2011 bestätigte ein US-Berufungsgericht in Atlanta diese Auffassung und sprach das geborgene Gold Spanien zu.<ref>Schatzsucher melden Millionenfund im Atlantik - Spiegel Online, 26. September 2011</ref><ref>Gerichtsentscheid: Größter Schiffs-Goldschatz geht an Spanien - Spiegel Online, 22. September 2011</ref>
Am 25. Februar 2012 wurde der Schatz, der aus mehr als 500.000 Gold- und Silbermünzen besteht, von zwei Transportflugzeugen der spanischen Luftwaffe nach Madrid ausgeflogen. Die Münzen, deren Wert auf mehr als 350 Mio. Euro geschätzt wird, sollen auf mehrere Museen und Sammlungen verteilt werden.<ref name="standard">Spanien holte Millionen-Münzschatz aus den USA zurück bei derstandard.at, 25. Februar 2012 (abgerufen am 26. Februar 2012).</ref>
Ebenfalls Ansprüche auf den Schatz erhob Peru, da die Münzen 1796 in der damaligen spanischen Kolonie geprägt worden seien.<ref name="standard"/>
Zweites Bergungsprojekt
2014 initiierte das Museum für Unterwasserarchäologie ARQUA in Cartagena, das zum Kulturministerium gehört, ein Projekt zur wissenschaftlichen Bergung. In mehreren Expeditionen wurden 2015 bis 2017 zahlreiche Gegenstände aus der Schiffsladung geborgen, darunter Kanonen aus Bronze und luxuriöse Bedarfsgegenstände wie Besteck und Geschirr aus Gold und Silber. Wegen der Explosion des Schiffes war der Schatz weit über dem Meeresboden verstreut und musste teilweise unter Schichten von Sand freigespült werden.<ref>Vicente G. Olaya: El segundo tesoro de la ‘Mercedes’. In: El País. 16. Juni 2020, abgerufen am 8. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Literatur
Weblinks
- Nuestra Señora de las Mercedes auf threedecks.org (englisch)
- Treasure hunters ordered to return £250m of loot to Spain - The Telegraph, 4. Juni 2009
- Historia de las embarcaciones menores de la Real Armada. auf Todo a Babor (spanisch)
Einzelnachweise
<references responsive> <ref name="RW-1">Rif Winfield, John Tredrea, Enrique Garcia-Torralba Pérez & Manuel Blasco Felip: Spanish Warships in the Age of Sail 1700–1860., S. 247.</ref> </references>
Vorlage:Navigationsleiste Fregatten der Santa-Rosa-Klasse (1782)