Noris-Spiele
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Vorlage:Wikidata-Registrierung
Noris-Spiele (Georg Reulein GmbH & Co. KG) ist ein deutscher Spieleverlag aus Fürth.
Geschichte
Georg Reulein
Die Vorfahren von Georg Reulein haben schon vor 1750 Puppenküchen, Puppenhäuser und ähnliches hergestellt.<ref name="Rühle-noris">Gemäß Homepage noris-spiele.de in Rudolph Rühle: Noris – Kommen und Gehen, Spielbox 4/2001, Ausgabe für September/Oktober, Seiten 28–30</ref>
1907 übernahm Georg Reulein die Vertretung der Leipziger Firma Gustav Tietze für Famos-Stempelspiele und Kinderdruckereien usw.<ref name="Rühle-noris" /> Ende 1910 wurde im Handelsregister eingetragen, dass Georg Reulein unter „Georg Reulein“ ein Geschäft für Kurz-, Spiel- und Schreibwaren führt.<ref>Bekanntmachung 85505 Nürnberg – Handelsregistereinträge, Punkt 7 in Nürnberg am 31. Dezember 1910 durch K. Amtsgericht, veröffentlicht in Deutscher Reichsanzeiger und Königlich Preußischer Staatsanzeiger No. 5, Seite 17 am 6. Januar 1911, abgerufen auf deutsche-digitale-bibliothek.de am 28. Dezember 2024</ref> Ab 1911 hat Reulein Stempelspiele und Kinderdruckereien selbst produziert;<ref name="Rühle-noris" /> später sind Kinderpostspiele, Puppenkoffer, Stickkästen und ähnliches hinzugekommen.<ref name="Rühle-noris" />
1926 ging das Geschäft auf die Nürnbergerin Auguste Boesner († 1970)<ref name="HRA2159">Handelsregistereintrag HRA 2159 beim Amtsgericht Fürth, abgerufen auf handelsregister.de am 28. Dezember 2024</ref> über, die es unter dem bisherigen Namen weiterbetrieb.<ref>Bekanntmachung Nürnberg 22014 – Handelsregistereinträge, Punkt 7 in Nürnberg am 14. Mai 1926 durch das Amtsgericht – Registergericht, veröffentlicht in Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger Nr. 118, Seite 22 am 25. Mai 1926, abgerufen auf deutsche-digitale-bibliothek.de am 28. Dezember 2024</ref>
1935 wurde der Firmensitz von Nürnberg (FR V 66) in die Nachbarstadt Fürth (Handelsregister A III 326) verlagert;<ref name="Ley">Walter Ley: Fürther Spielwarenhersteller im vergangenen Jahrhundert – Georg Reulein in Fürther Geschichtsblätter 4/2009, Seite 127, abgerufen auf geschichtsverein-fuerth.de am 28. Dezember 2024</ref><ref>Bekanntmachung 62193 Nürnberg – Handelsregistereinträge, Punkt 19 am 3. Januar 1936 in Nürnberg durch das Amtsgericht – Registergericht, veröffentlicht in Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger Nr. 8, Seite 16 am 10. Januar 1936, abgerufen auf deutsche-digitale-bibliothek.de am 28. Dezember 2024</ref> unter dem Namen „Georg Reulein“ wurde die Fabrikation von Spielwaren durch Kaufmannsehefrau Auguste Boesner durchgeführt.<ref>Bekanntmachung 73228 in Fürth, Bayern – Handelsregistereinträge, Punkt 6 in Fürth am 21. Februar 1936 durch das Amtsgericht – Registergericht, veröffentlicht in Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger Nr. 51, Seite 15 am 29. Februar 1936, abgerufen auf deutsche-digitale-bibliothek.de am 28. Dezember 2024</ref>
Das Fürther Unternehmen „Georg Reulein“ (Handelsregister A 405) wurde ab Juli 1942 nachträglich ab 1. Januar 1942 zu einer OHG mit den neuen Gesellschaftern Heinrich Boesner (Kaufmann; 1916–1996<ref>Familiengrab Reulein Boesner in Nürnberg auf leuchtenstern.spdns.de, abgerufen am 28. Dezember 2024</ref><ref name="HRA2159" />) und Kurt Beer (Ingenieur); die bisherige Gesellschafterin Auguste Boesner hatte nach Wieder-Heirat den Familiennamen „Reulein“.<ref>Bekanntmachung 17330 in Fürth – Handelsregister – Veränderungen – A 405 am 2. Juli 1942 in Fürth am 10. Juli 1942 durch das Amtsgericht – Registergericht, veröffentlicht in Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger Nr. 167, Seite 26 am 20. Juli 1942, abgerufen auf deutsche-digitale-bibliothek.de am 28. Dezember 2024</ref>
ABC Verlag
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1938 kaufte Georg Reulein vom jüdischen Verleger Willi Pinthus den in Nürnberg ansässigen Spieleverlag Tietz & Pinthus.<ref name="Rühle">Rudolph Rühle: Noris – Kommen und Gehen, Spielbox 4/2001, Ausgabe für September/Oktober, Seiten 28–30</ref> Pinthus emigrierte in die Schweiz und gründete 1939 mit Hilfe des befreundeten jüdischen Inhabers der Firma „Lithographie- & Cartonnage A. G.“ in Zürich den Verlag Edition Carlit,<ref name="Rühle" details="Rühle schreibt „Cartonagen und Lithographien“ statt „Lithographie- & Cartonnage A. G.“ /> welcher Bilderbücher und Spiele für den schweizerischen Markt verlegte.
Am 20. September 1938 erfolgte eine Neueintragung „ABC Verlag Georg Reulein Spielefabrik in Nürnberg“ im Handelsregister (A 1004); der Geschäftsinhaber war der Kaufmann Georg Reulein aus Fürth.<ref>Handelsregister – Neueintragungen – A 1004 am 23. September 1938 in Nürnberg durch das Amtsgericht – Registergericht, veröffentlicht in Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger Nr. 227, Seite 18 am 29. September 1938, abgerufen auf deutsche-digitale-bibliothek.de am 28. Dezember 2024</ref> Georg Reulein verwendete als Logo eine Raute mit den Buchstaben „ABC“, welches zuvor von auch von Tietz & Pinthus für ihre produzierten Spiele verwendet wurde.<ref name="Rühle" /> Im März 1941 wurde der Name in „A B C Spiele-Fabrik Georg Reulein“ geändert.<ref>Bekanntmachung Nürnberg 54172 – Handelsregister – Veränderungen – A 1004 am 21. März 1941 in Nürnberg durch das Amtsgericht – Registergericht, veröffentlicht in Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger Nr. 73, Seite 12 am 27. März 1941, abgerufen auf deutsche-digitale-bibliothek.de am 28. Dezember 2024</ref> Aus dem Unternehmen wurde im Juni 1942 nachträglich ab 1. Januar 1942 eine OHG, bei der Kurt Beer und Heinrich Boesner als Gesellschafter beigetreten sind.<ref>Nürnberg – Bekanntmachungen – Handelsregister – Veränderungen – A 1004 am 25. Juni 1942 am 26. Juni 1942 in Nürnberg durch das Amtsgericht – Registergericht, veröffentlicht in Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger Nr. 155, Seite 27 am 6. Juli 1942, abgerufen auf deutsche-digitale-bibliothek.de am 28. Dezember 2024</ref>
Noris-Spiele
Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Nürnberger Stammsitz komplett vernichtet. Nach dem Wiederaufbau wurde ab 1946 wieder produziert. Nun wurde die Marke „Noris“ verwendet; das Logo bestand nun aus einer Raute mit dem Wort „Noris“ statt „ABC“.<ref>Werbeprospekt der Fa. Noris-Spiele, ca. 1960 auf fuerthwiki.de, abgerufen am 28. Dezember 2024</ref> Der Name geht auf die Nymphe Noris, den allegorischen Namen der Stadt Nürnberg zurück. 1954 wurde in Fürth eine neue Fabrik gebaut und Noris-Spiele hatte wieder ein breites Sortiment, welches u. a. Würfel, Würfelbecher, Schachspiele, Spielesammlungen, Lernspiele und Zauberkästen umfasste.<ref>Bilder Produktkatalog ca. 1955 auf fuerthwiki.de, abgerufen am 28. Dezember 2024</ref>
In den 1960er- und 1970er-Jahren brachte der Verlag zu vielen populären Fernsehserien Spiele heraus.
Die OHG „A B C Spiele-Fabrik Georg Reulein“ in Fürth, bestehend aus Heinrich Boesner und Marie Feulner geb. Boesner, wurde 1979 aufgelöst.<ref name="HRA3459">Handelsregistereintrag HRA 3459 beim Amtsgericht Fürth, abgerufen auf handelsregister.de am 28. Dezember 2024</ref>
Die OHG „Georg Reulein“ in Fürth bestand aus Mitgliedern der Familien Boesner und Feulner; 1973 wurde das Unternehmen in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt, ab 1976 hieß sie „Georg Reulein GmbH & Co. KG“.<ref name="HRA2159" />
In den 1980er- und 1990er-Jahren wurden die meisten produzierten Spiele von Michael und Johann Rüttinger entwickelt und graphisch aufbereitet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20101113041323
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2001 wurde das Unternehmen von der Simba-Dickie-Group erworben; die Familien Feulner und Boesner schieden aus dem Unternehmen aus.<ref name="HRA2159" /> Die seit 1995 bestehende Marke Goldsieber wurde Noris-Spiele angegliedert; dabei werden unter der Marke Goldsieber Spiele für ein älteres Publikum und unter der Marke Noris Spiele für die Jüngeren veröffentlicht. Seit 2008 ist Schipper, welches „Malen nach Zahlen“ herstellt, Teil von Noris-Spiele. Seit 2015 wird auch der Zoch Verlag unter dem Dach der Noris-Spiele betrieben.
Auszeichnungen
Einige Spiele des Verlages erhielten Auszeichnungen:
- Spiel des Jahres
- 1982: Vokabo von Johann Rüttinger: Auswahlliste
- 1983: Der schwarze Prinz von Johann Rüttinger: Auswahlliste
- 1985: Die drei Magier von Johann Rüttinger: Sonderpreis „Schönes Spiel“
- Essener Feder
- 1984: Inka von Johann Rüttinger
- 1986: Das blaue Amulett von Johann Rüttinger
Weblinks
- Website des Unternehmens
- Vorlage:Luding
- {{#if: Noris|Noris-Spiele|Noris-Spiele}} bei der Europäischen Spielesammler Gilde
- Vorlage:BoardGameGeek
- Vorlage:BoardGameGeek
- Vorlage:BoardGameGeek
Einzelnachweise
<references> </references>
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Unternehmen/Logoeinbindung
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Unternehmen/Unternehmensform
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Unternehmen/Sitz
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv/Archiv-URL
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:URL
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:Linktext
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv/Linktext fehlt
- Spielwarenhersteller
- Spieleverlag (Deutschland)
- Produzierendes Unternehmen (Fürth)
- Verlag (Bayern)
- Unternehmensgründung 1907