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Nordsprung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein Nordsprung nennt man ein (theoretisches) Problem in der Meteorologie, das sich bei der Mittelwertbildung aus statistischen Winddaten ergibt: Der arithmetische Mittelwert aus den Himmelsrichtungen 350° und 10°, also fast Nord, beträgt 180°, also genau Süd (350+10=360; 360/2= 180). In diesem Extrembeispiel wird aus Nordwind theoretisch ein Südwind. Das resultiert daraus, dass 360° auf der Windrose identisch mit 0° sind. Die einfache Mittelwertbildung ist daher nicht zulässig.

Abhilfe bietet die Vektorrechnung (Komponentenzerlegung):

<math>x=\cos\varphi</math>
<math>y=\sin\varphi</math>

<math>x</math> und <math>y</math> Werte sind getrennt zu addieren und dann entsprechend wieder in Polarkoordinaten umzurechnen.