Nordosten der Vereinigten Staaten
Der Nordosten der Vereinigten Staaten (englisch Northeastern United States oder Northeast) ist eine Großregion im nordöstlichen Teil der USA.
Geographie
Die Region grenzt im Norden an Kanada, im Westen an den Mittleren Westen, im Süden an die Südstaaten und im Osten an den Atlantik.
Der genaue Umfang der Region ist nicht eindeutig definiert. Nach der Definition des United States Census Bureau<ref>U.S. Census Bureau: Census Regions and Divisions of the United States (PDF-Datei; 1,07 MB) aufgerufen 19. Februar 2010</ref> besteht der Nordosten aus Neuengland (mit den Staaten Maine, New Hampshire, Vermont, Massachusetts, Rhode Island, Connecticut) und den Mittelatlantikstaaten (New York, New Jersey, Pennsylvania). In diesen insgesamt neun Staaten, die unbestritten dem Nordosten zugerechnet werden, lebten im Jahr 2008 etwa 55,9 Millionen Personen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. aufgerufen 19. Februar 2010</ref>
Andere Behörden ordnen dem Nordosten auch Maryland, Delaware und Washington, D.C.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />United States Department of Energy ( vom 31. Oktober 2008 im Internet Archive) aufgerufen 19. Februar 2010</ref> bzw. sogar Virginia und West Virginia<ref>United States Fish and Wildlife Service aufgerufen 19. Februar 2010</ref> zu. Das United States Census Bureau betrachtet die Staaten südlich der Mason-Dixon-Linie sowie Delaware dagegen als der Region South Atlantic und den Südstaaten zugehörig.
Gesellschaft
Der Nordosten ist dicht besiedelt und überwiegend städtisch geprägt. Mit der Megalopolis Boswash liegt der größte Ballungsraum der USA in der Region. Die Staaten New York und Pennsylvania haben außerdem Anteil an der Megalopolis Chipitts. Der Nordosten ist die wohlhabendste Region der Vereinigten Staaten. Die drei Bundesstaaten mit dem höchsten mittleren Haushaltseinkommen (Stand von 2008) sind Maryland, New Jersey und Connecticut. Auf den Plätzen sieben bis neun liegen Massachusetts, New Hampshire und Virginia. Weitere nordöstliche Staaten mit einem mittleren Haushaltseinkommen über dem USA-weiten Durchschnitt sind Delaware, Washington D.C., New York, Rhode Island und Vermont.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. aufgerufen 19. Februar 2010</ref> Acht der renommiertesten Universitäten der USA, die Mitglieder der so genannten Ivy League, befinden sich alle im Nordosten. Das gilt auch für die sieben traditionsreichen ehemaligen Colleges für Frauen, die so genannten Seven Sisters.
Religion
Die nordöstlichen Staaten sind die am stärksten römisch-katholisch und am wenigsten evangelikal geprägte Region der USA. Die fünf US-Bundesstaaten mit dem größten Anteil von Katholiken an der Gesamtbevölkerung (Stand von 2000) gehören dem Nordosten an: Rhode Island 51,7 %,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Association of Religion Data Archives: State Membership Report Rhode Island ( vom 11. Dezember 2009 im Internet Archive) aufgerufen 19. Februar 2010</ref> Massachusetts 48,7 %,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Association of Religion Data Archives: State Membership Report Massachusetts ( vom 4. Oktober 2013 im Internet Archive) aufgerufen 19. Februar 2010</ref> New Jersey 40,4 %,<ref>Association of Religion Data Archives: State Membership Report New Jersey aufgerufen 19. Februar 2010</ref> Connecticut 40,3 %,<ref>Association of Religion Data Archives: State Membership Report Connecticut aufgerufen 19. Februar 2010</ref> New York 39,8 %.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Association of Religion Data Archives: State Membership Report New York ( vom 22. Mai 2009 im Internet Archive) aufgerufen 19. Februar 2010</ref> Weitere nordöstliche Staaten unter den ersten zehn mit der höchsten katholischen Bevölkerung sind New Hampshire (7. Platz mit 34,9 % Katholiken)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Association of Religion Data Archives: State Membership Report New Hampshire ( vom 2. September 2013 im Internet Archive) aufgerufen 19. Februar 2010</ref> und Pennsylvania (8. Platz mit 31 % Katholiken).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Association of Religion Data Archives: State Membership Report Pennsylvania ( vom 13. April 2010 im Internet Archive) aufgerufen 19. Februar 2010</ref>
Der Anteil evangelikaler Protestanten an der Bevölkerung betrug nach der Statistik der Association of Religion Data Archives für das Jahr 2000 in den Neuenglandstaaten 2,4 %, in den Mittelatlantikstaaten New York, New Jersey und Pennsylvania zusammen 3,7 %.<ref>Siehe die entsprechenden Seiten für die einzelnen Bundesstaaten unter Association of Religion Data Archives: U.S. Congregational Membership: State Reports aufgerufen 26. Februar 2010</ref> Im Vergleich dazu wird in einer Studie des Pew Research Center von 2008 der Anteil der Evangelikalen an der Gesamtbevölkerung der USA mit 26,3 % angegeben.<ref>The Pew Forum on Religion & Public Life: U.S. Religious Landscape Survey, June 2008 (PDF-Datei; 2,49 MB), S. 8, aufgerufen 26. Februar 2010</ref>
Politik
Politisch ist der Nordosten eine Hochburg der Demokratischen Partei. Bei den Präsidentschaftswahlen von 1992 bis 2008 erhielten die jeweiligen Kandidaten der Demokratischen Partei in einem zusammenhängenden Gebiet von Maine bis Maryland sowie Washington D.C. fast durchweg alle Wahlmännerstimmen. Ins Repräsentantenhaus und in den Senat entsenden die Staaten des Nordostens ganz überwiegend Abgeordnete aus der Demokratischen Partei. Die Todesstrafe findet in den meisten nordöstlichen Bundesstaaten keine Anwendung.
Weblinks
Einzelnachweise
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