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Nordfriedhof (Kiel)

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Der Nordfriedhof, mit 16 Hektar Fläche der größte Friedhof der Stadt Kiel, wurde 1878 angelegt und umfasst den Kiel War Cemetery.

Datei:Nordfriedhof, Kiel im Winter 2025 - 0006.jpg
Gründungskreuz von 1878

Geschichte

Auf dem Gebiet der ehemaligen Schießstände im heutigen Stadtteil Kiel-Ravensberg wurde 1878 ein Garnisonsfriedhof eröffnet. Der Eingangsbereich wird seitdem von einer aus gelbem Backstein erbauten Kapelle geprägt.

1948 wurde das Friedhofsgelände vom Bund an die Stadt Kiel verpachtet. 1952 wurde der „Kiel War Cemetery“ dem Nordfriedhof angegliedert. 1961 ging der Friedhof in das Eigentum der Stadt Kiel über. Etwa 3000 Soldatengräber befinden sich auf dem Friedhof. Sie zeugen von der Entwicklung Kiels als Marinestützpunkt und ehemaligem Kriegshafen.

1992 wurde der Friedhof zum letzten Mal vergrößert.

Marine- und Kriegsgedenkstätten

Kriegsgedenkstätten

Datei:Schleswig-Holstein, Kiel, Nordfriedhof NIK 1239.jpg
Nordfriedhof (Kiel): Grabmale Gefallener des Ersten Weltkriegs (2018)
Datei:Nordfriedhof-Kiel-msu-2023-0I9A-6922-.jpg
Eisernes Kreuz. Denkmal für Gefallene der Schleswig-Holstein-Armee 1848–1850. Das Denkmal stand früher auf dem später aufgehobenen St.-Jürgen-Friedhof am Hauptbahnhof

Das „Eiserne Kreuz“, ein Obelisk, Grabmal für gefallene Soldaten der schleswig-holsteinischen Armee im Schleswig-Holsteinischen Krieg (1848–1851), stand zuerst auf dem St.-Jürgen-Friedhof. Es befindet sich nach dessen Auflösung seit 1955 auf dem Nordfriedhof.<ref name=stadtarchiv><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kieler Stadtarchiv (Memento vom 9. Oktober 2011 im Internet Archive)</ref><ref>54° 20′ 35,3″ N, 10° 7′ 34,5″ O

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Ein altarähnlicher Stein, auf dem ein Anker liegt, erinnert an die über 30.000 Gefallenen der Kaiserlichen Marine im Ersten Weltkrieg; der Anker stammt angeblich vom Segelschulschiff Niobe (siehe unten).

Ein großes Hochkreuz erinnert an die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs.<ref>54° 20′ 45,7″ N, 10° 7′ 25,5″ O

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Gedenkstätten für einzelne Schiffsbesatzungen

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  • Zwischen dem Denkmal für die Gefallenen der Kaiserlichen Marine und dem Hochkreuz stehen drei Stelen für die Besatzungen der Schlachtschiffe Gneisenau und Scharnhorst sowie des Schweren Kreuzers Lützow.

Ehrengräber hoher Militärs

Gräber bekannter Persönlichkeiten

Literatur

  • Dieter Hartwig: Marinegeschichte auf dem Kieler Nordfriedhof (= Sonderveröffentlichungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Band 97). Ludwig, Kiel 2021, ISBN 978-3-86935-416-3.

Weblinks

Commons: Nordfriedhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Koordinaten: 54° 20′ 42″ N, 10° 7′ 40″ O

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