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Nitrofural

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Nitrofural (Handelsname Furacin) ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der antibiotischen Nitrofurane. Er wird in der lokalen Behandlung von oberflächlichen infizierten Hauterkrankungen und Wundinfektionen durch pathogene nitrofuralempfindliche Bakterien eingesetzt.<ref>Smoot EC Susceptibility testing of topical antibacterials against methicillin-resistant Staphylococcus aureus. In: J Burn Care Rehabil. 1992 Mar-Apr;13(2 Pt 1):198–202, PMID 1587917.</ref><ref>Evens F et al. Nitrofurazone therapy of Trypanosoma gambiense sleeping sickness in man. In: Am J Trop Med Hyg. 1957 Jul;6(4):665-678, PMID 13458672.</ref>

Anwendung

Datei:Nitrofural substance photo.jpg
Nitrofural als kristallines Pulver

Mit Nitrofural imprägnierte Blasenkatheter konnten bei erwachsenen Patienten das Risiko von katheterassoziierten Infektionen der Harnröhre senken.<ref>Stensballe J et al. Infection Risk with Nitrofurazone-Impregnated Urinary Catheters in Trauma Patients: A Randomized Trial. In: Annals of Internal Medicine. 2007 Sep 4;147(5):285–293, PMID 17785483.</ref> Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion besteht jedoch eine Anwendungsbeschränkung. Erfahrungen über die Anwendung beim Menschen liegen vor; der Wirkstoff ist in Deutschland unter dem Handelsnamen Furacin-SOL auf dem Markt. Der Tierversuch erbrachte Hinweise auf embryotoxische/teratogene Wirkungen. Daher sollte Nitrofural nicht bei Schwangeren verwendet werden. Es ist nicht bekannt, ob die Substanz in die Muttermilch übergeht, daher sollte von Verwendung des Nitrofurals während der Stillzeit abgesehen werden.

Nebenwirkungen

Gelegentlich werden allergische Reaktionen mit Hautrötungen und Juckreiz beobachtet.<ref>Ballmer-Weber BK Contact allergy to nitrofurazone. In: Contact Dermatitis. 1994;31(4):274–275, PMID 7842698.</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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